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Berichte

  • 2018
  • 2017

Klettertour Bergeeschijen Südgrat (08.07.18)

Leitung: Dölf Käppeli

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Annemarie Degen, Martin Eberli, Josef Gantner, Markus Kaufmann, Bernadett Lustenberger, Tatjana Scherer, Flavio Zihlmann

Am frühen Morgen eines herrlichen Sommertages fuhren wir in zwei Fahrzeugen zum Fuss der Staumauer auf die Göscherneralp und stiegen 1 1/2 Stunden direkt zum Sporn des Südgrats auf 2500m hoch. Drei Seilschaften wählten die Normalroute (4c) und eine Seilschaft zog es zu Tonis Lust, bewertet mit 5c.

Den Bergseeschijen zeichnet fein geschliffener Urner Granit aus. Es war dann auch weniger die Steilheit, viel mehr der teilweise wirklich glatte Fels, der uns herausforderte. Griffe, Trittchen und Noppen mussten gesucht und die spärlich gesetzten Haken gefunden werden. Handkehrum präsentierten sich riesige Schuppen als ideale Griffe. Die zwei letzten Seillängen vor dem Gipfel forderten Josef Gantner erst dann heraus, als er die groben Schuhe montiert hatte: So musste man früher klettern, heisst das bei ihm. Trotz strahlender Sonne waren die meisten froh über lange Ärmel, weil eine frische Bise unangenehm um die Kanten strich. Glücklicherweise befanden sich nur wenige Seilschaften am Berg, so dass wir zügig vorwärtskamen.

Die Aussicht vom Gipfel hoch über dem Bergsee und dem Stausee Göscheneralp auf die Dammagruppe war ungetrübt. Wird man sich bewusst, dass erst seit 1955 der Göscheneralpsee die ehemalige Alp, ein halbes Dutzend Wohn- und Wirtschaftsgebäude sowie die Kapelle überdeckt, überkommt einen ein leichter Schauder. Zwischen 1920 und 1965 wurden mehrere solche inneralpine Talperren zur Energieproduktion im Namen des Fortschritts gebaut. Und natürlich fragt man sich, ob ein derartiges Projekt heute überhaupt Chancen hätte, realisiert zu werden.
Der Abstieg durch die herrliche Alpenflora auf gesicherten, aber rutschigen Pfaden sowie das Gehen und Springen über die unregelmässigen Blöcke erforderte nochmals volle Konzentration. Endlich konnten wir unseren Durst im Bergrestaurant Gwüest stillen. Dem Tourleiter Dölf gebührt unser herzlicher Dank für die umsichtige Führung der Gruppe.

Verfasser: Martin Eberli

Biketour Oberkirch (07.07.18)

Leitung: Beat Erni

Teilnehmer/innen: Marco Erni, Heinz Erni, Michelle Bucher, Ruedi Fallegger, Claudia Jost

Zu sechst fuhren wir los über den Golfplatz Oberkich Richtung St. Erhard, Wauwilerberg, Egolzwil, Santeberg bis Dagmersellen.

Nach 2 Tagen Regenwetter waren noch viel Nebelschwaden vorhanden. Der Wechsel von Sonne und Wolken machte das Bikeerlebnis noch angenehmer.

Dann weiter hoch und hinab über hügelige Landschaften hauptsächlich auf Nebenwegen bis nach Gettnau und Alberwil. Auf einem Grillplatz assen wir unser Mittagessen, bei der Burgrain Agrovision kehrten wir zu einem Kaffee ein.

Die Tour begeisterte uns alle, da sie äusserst abwechslungreich war und wunderbare Singletrails enthielt. An einigen Stellen mussten sogar die ganz Mutigen ihr Bike den Berg hinunter stossen, da die Wege und Wurzeln noch nass waren.

Marco fuhr mit seinem GPS voran, führte uns immer wieder durch kleine Waldwege und Strässchen. Beat fuhr souverän am Schluss der Gruppe, damit niemand bei den vielen Abzweigungen verloren ging.

Weiter ging es nach der grossen Pause Richtung Willisau, Wellbrig, Ettiswil, Hinderberg zurück nach Oberkirch. Im Restaurant Oase beim Golfplatz tranken wir gemütlich Bier und Golfer- Limo. Die Sonne zeigte sich mit ganzer Kraft und wir waren dankbar und froh im Schatten sitzen zu dürfen.

Vielen Dank an Marco und Beat für die sehr schöne und toll geführte Tour.

Claudia Jost

Kulturwanderung: Herdenhunde (01.07.18)

Von der Sensibilisierung zur Desensibilisierung – und was Herdenschutzhunde damit zu tun haben

Leitung: Martin Eberli

Teilnehmende: Dölf und Ursi Käppeli mit Hund Lio (4.5 Jahre alt, Labrador, 32 Kg), Annalies und Godi Ottiger, Tatjana Scherrer, Gerid Vetter

Gastgeber: Bauer Werner Wicki mit seinen drei Hunden Dora, Joy und Skip (zwischen 5-12 Jahre alt, je ca. 62 Kg, Rasse Maremmano Abruzzese sowie Montagne des Pyrénées)

Zum Teil mit dem ÖV, zum Teil per Auto angereist, treffen wir uns alle bei der Hirsegg Postauto-Haltestellte kurz vor Sörenberg. Es ist ein wunderschöner Tag und wir alle sind gespannt, was uns bei Bauer Werner Wicki oben auf der Alp Gummen erwarten wird. Dölf und Ursi bringen ihren Hund Lio mit – ein sympathischer Labrador. Trotzdem denk ich als erstes – uh jetzt auch noch ein Hund mit dabei, wenn wir den Herdenschutzhunden begegnen – das macht mich doch etwas nervös. Dölf hat vorab mit dem Bauer telefoniert – alles kein Problem, solang der Hund and der Leine bleibt hat es geheissen. Nun – ich hoffe, dass dem so sein wird…. Ich bin noch etwas skeptisch.

Wir wandern in der Vormittagshitze über Cheiserschwand-Bodenhütten-Dürrütlio hinauf zur Alp Gummen, wo Werner Wicki bereits mit Kafi und Guetzli auf uns wartet. Werner erzählt wie er zum bauern kam – denn eigentlich arbeitet er bei einer Versicherung und dass es punkto Wölfen, Herdenschutz und den Schutzhunden viele, z.T. vorgefasste und regionentypische Meinungen gibt. Und er hält Schafe weil er diese Viecher einfach gerne hat. Er und andere Bauern generieren damit aber inzwischen auch einen guten Verdienst da Lammfleisch seit einiger Zeit eine grosse Nachfrage erlebt (für Interessierte siehe: www.zentralschweizerlamm.ch). Und für diese Schafe hat Werner seit Anbeginn auf die Herdenschutzhunde gesetzt.

Diese Schafe wollen wir nun besuchen gehen – doch erst müssen wir sie finden. Es zeigt sich, dass diese keck und schlau unter dem Weidezaun auf der Alp Gummen durchgeschlüpft sind, da es ihnen hier einfach zu heiss wurde (es ist tatsächlich brütend heiss obwohl wir doch schon auf fast 1500 oben sind). So sind sie nun ganz oben auf etwa 1900m Auf dem Weg dahin erfährt Lio einen Stromstoss beim Queren eines Weidezaunes und wird von einem der beiden Esel attackiert, die ebenfalls Werner gehören – das schüchtert Lio ziemlich ein – ihm ist nicht mehr so wohl. Ursi beschliesst deshalb – und aufgrund des steilen Anstieges, den wir nun noch in Angriff nehmen müssen, damit wir die Schafe – und die Hunde! – finden, umzudrehen. Esel würden sich gemäss Werner ebenfalls sehr gut als Herdenschutz eigenen, da sie (tatsächlich!) auf alles losgehen was wolfsähnliche Formen hat – also auch auf Hunde – und sich nicht einschüchtern lassen. Da sie aber, sobald sie zu zweit sind, ihre Wachsamkeit vergessen, ist weniger Verlass auf sie.

Auf dem Weg den Berg hinauf kommen wir an einer Fütterungsstelle der Hunde vorbei. Es handelt sich dabei um ein kleines Fass, das bei Touchierung portionenweise Kraftfutter für die Hunde abgibt. Dieses «Astronautennahrung» ist so kalorienreich, dass relativ wenig Menge für sehr lange Zeit ausreicht, weshalb die Versorgung der Hunde über den Sommer hinweg auch auf den Alpen relativ einfach bewerkstelligt werden kann.

Oben in der Sommerfrische angekommen, stossen wir auf eine kleine Hochebene – und hören schon von weitem das Gebell der Hunde, die uns, da wir uns laut bemerkbar machen (Regel Nr. 1 = Überraschungen vermeiden) schon hören bevor wir sie sehen. Wir sind bei den Schafen angekommen, die dem jungen Gras den Schneerändern entlang den Berg hochgewandert sind.
Wir kommen um eine Ecke – und gegenüber an einem kleinen Hang stehen alle drei Hunde und bellen uns verärgert an. Sie sind riesig – und sehr schön mit ihrem weissen, dichten Fell.

Ich werde nervös, denn ich habe nicht nur Respekt vor Hunden sondern auch Angst – und genau deswegen bin ich hier. Ich will rausfinden ob ich es schaffen könnte, diesen Hunden auf einer Wanderung auch alleine zu begegnen.
Dazu muss nun noch gesagt werden, dass es verschiedene Konzepte gibt, wie diese Hunde «erzogen» werden sich dem Mensch gegenüber zu verhalten. Die einen lernen Abstand zu halten, die anderen kommen sehr nahe. Zweiteres führt laut Werner immer wieder zu Missverständnissen in zweierlei Hinsicht. Die einen Wanderer denken, der Hund will gestreichelt werden, die anderen hauen ihm den Stock über die Schnauze. Beides ist nicht wünschenswert. Die anderen Hunde halten Abstand, lassen dich aber dennoch keine Sekunde aus den Augen. Bellen tun alle beide bis sie sich sicher sind, dass du weisst wer hier der Chef ist. Regel Nr. 2 und 3: Halte selber Abstand und bewege dich langsam, dreh dich halb weg vom Hund und lass ihm Zeit, dich zu prüfen. Und die allerwichtigste Regel: Stell dich nie zwischen Schafe und Hunde!

Nun also – ich wurde ziemlich angebellt – das fand ich ziemlich stressig. Ich hielt mich an meinem Wanderstock fest, das gab mir buchstäblich inneren Halt und zwang mich ruhig einen Schritt nach dem anderen zu machen. Und siehe da – mit der Zeit wurden die Hunde ruhiger, liessen uns aber weiterhin nicht aus den Augen – auch dann nicht als wir bereits wieder einen guten Abstand zu ihnen hatten. Sie registrierten jede unserer Bewegung quasi aus den Augenwinkeln.

Werner erklärt, dass beim Einsatz von Herdenschutzhunden darauf geachtet werden sollte, dass Routiniers und Beginners zusammenkommen, denn die Hunde lernen voneinander. Und je früher die Hunde mit den ihnen anvertrauten Schafen zusammenkommen (sie schlafen z.B. alle im gleichen Stall im Winter) desto besser verläuft die Sozialisierung zwischen Hunden und Schafen.

Auch wenn nicht wegdiskutiert werden kann, dass es immer wieder zu Vorfällen zwischen Mensch und Hund kommt, würde Werner nicht mehr auf die Hunde zum Schutz seiner Schafe verzichten. Er hat, seit er sie einsetzt, kein Tier mehr an den Wolf oder Luchs verloren.

Mein Fazit: Ich mach mir keine Illusionen darüber, dass auch mir eine unliebsame Begegnung passieren könnte. Mir ist jedoch nun viel klarer wie ich mich verhalten soll, sobald ich das Schild (s. Foto), das auf Herdenschutzhunde hinweist, an einem Weidezaun oder Wanderweg sehe. Das macht mich ruhiger – sprich aus meiner Angst (Sensibilisierung) ist zumindest zu einem Teil Gelassenheit (Desensibilisierung) geworden, so dass ich mich dann auch in einer 1:1 Situation noch an die Regeln erinnern sollte!

Tatjana Scherrer

Klettertour Grimsel Gerstenegg, Dom (30.06.18)

Leitung: Andrea Huwyler

Teilnehmer: Beatrice Odermatt, Markus Wallimann (SAC Engelberg), Annemarie Degen (Alpenclub Kriens), Edith Fries (Gast)

Um 06.00 Uhr ging die Fahrt bei schönstem Wetter und viel Sonnenschein Richtung Rätrichsboden los und alle Teilnehmer waren gespannt, was uns an dem heutigen Tag erwartet. Auf dem Parkplatz unterhalb der Staumauer gab es zuerst eine Auslegeordnung und Kontrolle der benötigen Materialien und nach kurzer Zeit machten wir uns auf dem Weg Richtung Klettergebiet. Doch wo war nur der Einstieg? So einfach wie es zuerst aussah, war es dann doch nicht, den Einstieg zu finden, aber nach einigem hin und her fanden wir den Start zur 12-Seillängentour „La Strada“. Wir teilten uns in 2 Seilschaften auf, auf der einen Seite die Seilschaft mit Andrea, Mek (Hahn im Korb) und Bea, und auf der anderen Seite Annemarie und Edith.

Tja, schon bald stellten wir fest, dass wir uns nicht zu einem „Sonntagsspaziergang“ angemeldet hatten, denn die ersten vier Seillängen (5a+, 5b, 5b, 4c) hatten es bereits in sich, und der Eine oder Andere hat sich gefragt, weshalb er sich das heute antut.

Nach diesen vier Seillängen legten wir eine kurze Gehstrecke hinter uns und nach einer Pause sah die Sache schon wieder viel entspannter aus und wir konnten das erste Mal die tolle Aussicht Richtung Grimselpass geniessen. Mit frischem Elan und neuer Kraft nahmen wir die nächsten acht Seillängen in Angriff, welche glücklicherweise ab und zu auch einfachere Passagen beinhaltete. Nach rund 6 Stunden Klettern und dank der super Vorarbeit unserer Leiterin Andrea haben wir alle unser Ziel, den Dom, erreicht und die „La Strada“ bezwungen. Glücklich und auch mit etwas Stolz genossen wir erneut die tolle Aussicht bevor wir uns dann auf den Rückweg machten.

Hier stellten wir schon bald fest, dass wir nur mit einem Umweg ans Ziel kommen würden, denn wie bzw. wo konnten wir bei all dem Wasser oder dem Restschnee den Bach überqueren? Auch hier hat Andrea uns sicher über den Bach geführt und um ca. 18.00 Uhr sind wir zwar müde aber mit vielen tollen Erinnerungen beim Auto angekommen.

Nach dieser Anstrengung gönnten wir uns im Hotel Urweid in Innertkirch noch „Kaffee und Kuchen“ bevor wir den Heimweg in Angriff nahmen.

Uns allen bleiben viele tolle Erinnerungen an diese spannende und abwechslungsreiche Tour und ein herzliches Dankeschön an die tolle Tourenleitung. Andrea, wir kommen bestimmt wieder einmal mit auf eine Tour.

Edith Fries

Gross Spannort (24.06.18)

Tourenleiter: Jonas Käppeli, Michael Vlasec

Teilnehmer: Dölf Käppeli, Seraina Kazamia, Cony & Markus Kaufmann, Luzia Lussi, Myrielle & Kurt Weingand und Pascal Graf.

Die Tour war zunächst von Engelberg via Spannorthütte auf den Gross Spannort und zurück geplant. Wegen Verzögerungen bei der Renovation mussten wir allerdings für den Aufstieg auf die Kröntenhütte im Erstfeldertal ausweichen, was sich im Nachhinein als Glücksfall herausstellte.

Die Anreise nach Erstfeld erfolgte mit dem Zug und so besammelten wir uns am Samstagmorgen am Bahnhof Luzern. In Erstfeld wartete bereits ein 8er Alpentaxi und ersparte uns den Aufstieg bis Bodenberg. Die folgenden 900 HM zur Kröntenhütte wurden im Nu bewältigt und der früher gestartete Jungwachtgruppe um Stefi und Markus Käppeli keine Chance gelassen ;-)

Nach kurzem Rast bei der Hütte entschieden wir uns für eine Mehrseillängentour am nahen Vorder Päuggenstöckli. Die Tour war trotz mässiger Schwierigkeit (7 Seillängen, 3c-4c/5a) schön steil und mit wunderbaren Griffen ausgestattet. Das Wetter war toll und die wenigen Quellwolken mochten die Sicht auf Krönten, Gross Spannort, Schlossberg und die Glarner Alpen nicht zu trüben. Zurück bei der Hütte wartete der Obersee mit angenehmen 0 Grad (und kleinen Eisbergen) als verdiente Erfrischung.

Pünktlich aufs Nachtessen trafen noch Myrielle und Kurt ein und komplettierten die 10er Gruppe. Nach einem leckeren Abendessen trafen wir uns nochmals alle am See um mit Schall und Rauch dem verstorbenen ACK Mitglied Fadri Käppeli zu gedenken.

Abmarsch am nächsten Tag war um 5. Auf dem Oberseemänndli wärmten uns bereits die ersten Sonnenstralen und am Graw Stock wurde angeseilt. Der Glatt Firn machte seinem Namen leider keine Ehre und war alles andere als glatt, sondern mit tiefen, vom Regen verursachten Kratern übersäht. Der Marsch über den Gletscher zum Spannortjoch war entsprechend mühselig und man musste ständig auf seine Tritte achten.

Die letzten 300 HM zum Gipfel wurden mit quietschenden Steigeisen in einfacher Kraxelei über schottrigen Fels bewältigt. Nach 5 Stunden waren wir auf dem Gipfel und wurden mit einem tollen 360 Grad Rundblick belohnt. Trotz hohen Wolkenfeldern war vom Pilatus bis zu den Berner 4000er alles wunderbar zu sehen.

Die ersten 300 von 2200 HM (!!) Abstieg wurden zurück zum Spannortjoch abgeseilt und dann ging es weiter via Spannortgletscher Richtung Spannorthütte. Das steile Couloir unter der Schlossberghütte war noch reichlich gefüllt mit Altschnee und so konnten wir den ganzen Weg bis fast zur Spannorthütte Nassschneesurfen. Das schonte nicht nur unsere Knie für den restlichen Abstieg, sondern machte auch richtig viel Spass. Nur mit Schirm oder „Födlebobb“ wäre es noch leichter gewesen. Eins von beidem gehört bei mir ab jetzt ins Gepäck ;-)

Nach der Spannorthütte wurde es doch noch einmal streng und so war das Bier im Restaurant Stäfeli dann genauso willkommen wie verdient. Die Erfrischung in der Hand und der Blick zurück zum Gross Spannort trösteten aber allemal über die schmerzenden Füsse hinweg.

Vielen Dank Tourenleitern für die gute Organisation und allen Teilnehmern für ein tolles Wochenende. Es war super mit euch!

Pascal Graf

Ausbildung in leichter Gratkletterei (09.06.18)

Leitung: Markus Käppeli

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Nadia Hofstetter, Kathrin Hofstetter, Gaby Wermelinger, Kurt Weingand, Luzia Lussi, Martin Eberli, Fabienne Baume, Roman Lenz

Um 07.30 Uhr trafen wir uns bei schönem Wetter in Kriens, um gemeinsam den Weg ins Solothurner Jura unter die Räder zu nehmen. Auf dem Weg dorthin wurde der Himmel zwar immer bedeckter, was unsere Vorfreude jedoch keineswegs zu mindern vermochte. Am Ziel angekommen, stand der Gruppe ein kurzer Fussmarsch bevor, bis wir die Einstiegsstelle des Edelgrats erreichten. Dort montierten wir die Kletterausrüstung, bildeten vier Seilschaften und legten voller Tatendrang los. Auf dem 250 Meter langen Grat, welchen es in mehreren Seillängen zu bezwingen galt, durften insbesondere die beiden Unerfahrenen, Fabienne und Roman, auf die volle Unterstützung von Markus zählen, der sie instruierte und sicher über die ersten paar Seillängen begleitete. Ab etwa der Hälfte der Strecke tat sich dann auch noch der Himmel auf und wir genossen im luftigen Ambiente die ersten Sonnenstrahlen und den Ausblick ins flache und wunderschöne Aaretal. Als letzte Seillänge stand uns der sogenannte Zuckerstock ( 4c :-) ) bevor, welcher jedoch dank mentaler Unterstützung von Kurt ein leichtes Unterfangen war.

Am Ziel angelangt, gönnten wir uns eine kurze Picknick-Pause, bevor wir auf der normalen Wanderroute zurück zum Parkplatz marschierten. Zur Stärkung gab es noch einen kurzen Glacé-Stopp, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten. Alles in Allem war dies ein sehr lehrreicher und gelungener Ausflug, welchen wir sehr genossen haben. Vielen herzlichen Dank an die gesamte Gruppe und insbesondere an Markus für die Organisation, die Unterstützung (auch) im Ausrüstungsmangel und die souveräne und kompetente Begleitung durch diesen Tag.

Verfasser: Fabienne Baume, Roman Lenz

Biktour Finsterwald (02.06.18)

Leitung: Walti Blum

Teilnehmerinnen/Teilnehmer (Vorname Name): Lys Blum, Michi Arramberri, Sereina Baur, Marco Meier, Linda Meier, Sonja Durrer und Peter Kurer

Bei bestem Wetter kann Walti Blum die Schar Biker beim Startpunkt Andritz Hydro begrüssen.Der Obernauerstrasse möglichst ausweichend gehts übers Renggloch und winkend bei Veri Degens Bauernhof zur Emme hinunter. Dort schliesst sich Marco, von Eschenbach kommend, uns an und somit sind wir nun komplett. Flott einfahrend erreichen wir Schachen und die Renggstrasse. Diese verlassen wir gleich nach der ersten Kurve und bald heisst es mit viel 'Most' auf die Pedalen drücken, was unseren Jungen natürlich viel leichter fällt. Bei den 2 Windrädern bei Feldmoos ist der grösste Krampf vorerst vorbei und wir sind nun im flacheren Biosphären-Gebiet Entlebuch. Die Rast hat Walti beim Fuchseremoos ob Finsterwald gewählt. Dort brennt in Kürze das Lagerfeuer und die Würste kommen auf den Rost.

Gegessen wird am festlich von Lys gedecktem Holztisch, und als Krönung werden wir dann noch mit Kaffee und Kuchen verwöhnt (herzlichen Dank, 100 Punkte!).Das Biotop-Seelein ist ein weiteres Kleinod in diesem Naturschutzgebiet, das es zu Bestaunen gibt.Unsere Rückfahrt erfolgt über Wissenegg mit einer langen Abfahrt und darauf folgendem Anstieg zum Lutersarni . Bei Flachsboden schliesst sich unsere Rundtour und wir fahren auf gleicher Strecke nach Schachen hinunter, wo ein Trunk verdient ist und Alle sich einig sind: Es war eine wunderschöne Tour, quasi ab Haustüre und in allernächster Nähe.Herzlichen Dank an Walti für die Tourenleitung und die gute Betreuung.

Verfasser: Peter Kurer

Klettertour Galtigentürme (06.05.2018)



Leitung: Kurt Weingand

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Annemarie Degen-Schmid, Betty Schoedler, Claudia Enz, Martin Eberli, Yvonne Mattmann, Tatjana Scherrer

Bedingungen wie im Herbst. Unten grau oben blau, zumindest zu Beginn. Doch beginnen wir am Anfang. Mit einer kleinen Schlaufe sammelt Kurt morgens um halb acht, vier der Teilnehmenden auf dem Weg nach Alpnachstad ein, wo wir auf die anderen beiden Teilnehmenden treffen.

Es ist schon eine Tradition die Galtigentürme mit Kurt, am ersten Wochenende, wenn die Pilatus Zahnradbahn ihren Betrieb aufnimmt, zu klettern. Doch alleine sind wir dieses Jahr nicht. Beim Aussteigen in der Mittelstation Ämsigen, staunen wir nicht schlecht, als wir sehen, dass es noch andere Kletterer zu den Galtigentürmen zieht. Und bei der Mattalpplatte angekommen, steht noch eine Seilschaft parat. Wir umgehen die Platte und starten direkt beim ersten Turm und sind so ganz für uns alleine. Das Blau des Himmels intensiviert sich und die Nebeldecke unter uns wird dichter. Was für ein Anblick vom Grat her auf dieses Nebelmeer und die umliegenden Berge zu blicken. Kein Luftzug, nur Sonne pur. Die Sonnencrème ist heute ein wichtiges Utensil, das auch rege herumgereicht wird. Ohren, Nacken und Arme werden gut eingeschmiert um sich vor einem Sonnenbrand zu schützen.

Unsere drei Seilschaften kommen gut voran. Die Kletterei im 4. Schwierigkeitsgrad macht Spass und ist der ideale Einstieg in die Klettersaison. Die Quergänge zwischen den Türmen sind schneefrei und trocken und lassen sich gut barfuss oder mit den Kletterfinken passieren. Vor dem Einstieg in den vierten Turm gibt’s eine kleine Stärkung, sodass die Schlüsselstellen gut gemeistert werden können.

Auf dem Steiglihorn, beim Ausstieg, setzen wir uns hin und geniessen das atemberaubende Panorama. Wir sind überwältigt von der Tour, vom Wetter und vom Ausblick, so dass wir unseren Zuschauer erst beim Aufbruch bemerken. Ein junger Steinbock beobachtet uns aufmerksam. Um ihn nicht zu erschrecken, umgehen wir ihn ganz ruhig und begeben uns Richtung Pilatus-Gipfelhang der noch schneebedeckt ist. Nun gilt es noch ca. 200 Höhenmeter durch den Schnee zu stapfen. Wer noch nicht durstig war, ist es spätestens nach diesem Gipfelhang. Von den asiatischen Touristen werden wir angefeuert und mit Zurufen für die letzten Höhenmeter motiviert, oder war die Motivation auf den letzten Metern doch die Vorfreude auf das kühle Bier das im Anschluss folgte?

Eine tolle Tour mit besten Bedingungen. Kurt, herzlichen Dank für die Organisation.

Yvonne Mattmann

Skitour Balmer Grätli (Bisistal) (14.04.2018)

Leitung: Kurt Weingand

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Seppi Baumgartner, Rolf Brunner, Martin Eberli, René Fischer, Kathrin Graber, Ruedi Hauser, Cony Kaufmann, Markus Kaufmann, Bernadette Lustenberger, Betty Schoedler

Angesagt war der Piz Ravetsch im Gebiet Maighels, doch aufgrund der vorangegangenen Schneefälle im Süden und entlang des Hauptkammes begleitet mit starkem Föhn auf der Nordseite, hat sich der Tourenleiter für eine Ersatztour weiter nördlich entschieden. Als neues Tourenziel wurde das Balmer Grätli, 2'218 m ü M definiert.

So starteten 9 erwartungsvolle Teilnehmerinnen und Teilnehmer morgens um 06.00h, wie gewohnt auf dem Parkplatz von Andritz in Kriens. Der Sonnenaufgang über den Berggipfeln auf der Hinfahrt ins Bisistal versprach einen optimalen Tourentag. Beim Eintreffen in Sali, am Ausgangspunkt der Tour, parkten schon unzählige Fahrzeuge womit wir wussten, dass wir nicht alleine unterwegs sein werden. Auch stiessen noch Conny und Markus Kaufmann zur Gruppe, so dass wir ca. um 07.20 Uhr den Aufstieg in Angriff nehmen konnten.
Der Schnee, welcher selbst auf 1'100 m noch reichlich vorhanden war, war noch hart gefroren. Hinauf durch den Wald über Unter Stafel machten wir einen kurzen Rasthalt bei ca. 1'750 m, im Gebiet von Ober Stafel. Danach ging es zügig hinauf auf das Balmer Grätli. Nach 3 Stunden Marschzeit und knapp 1'100 Höhenmetern wurden wir belohnt mit einem herrlichen Blick auf die umliegenden Gipfeln. Im Süden vom Clariden bis zur Grossen Windgällen, im Westen vom Spannort über den Schlossberg bis zur Schächentaler Windgällen, im Norden die beiden Mythen und dahinter das Mittelland und im Osten die Gipfel des Glarnerlandes. Ohne Hast und bei sehr angenehmer Temperatur konnten wir gemütlich verpflegen und auch für das obligate Gruppenfoto war sowohl ein Fotograf wie auch die Zeit vorhanden.

So um elf Uhr waren dann die Scheeverhältnisse gerade richtig zum Aufbrechen. Kurt führte uns nicht einfach über die Aufstiegsspur, so wie dies viele andere machten, nein er wählte den Weg um das Rau Stöckli in die wunderschönen, offenen Hänge der Ruosalp. Die Abfahrt war von oben bis unten für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein voller Genuss, so wie man sich das Frühlingsskifahren nicht besser vorstellen könnte.

Unten beim Ausgangspunkt Sali angekommen, die Strasse mit den geparkten Fahrzeugen hat sich bereits etwas gelichtet, fuhren wir mit denPW's bis zum Restaurant Schwarzenbach wo es noch den Abschlussdrink gab. Nachdem auch noch fest stand, wer denn den Tourenbericht verfassen darf, fuhren wir wieder zurück nach Kriens.

Zuguter Letzt bleibt mir im Namen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer dem Tourenleiter, Kurt Weingand, zu danken für die gute Programmwahl und seine umsichtige Führung. Wir hatten alle viel Spass und freuen uns bereits auf eine nächste Skitour.
René Fischer

Skihochtourenwoche Gran Paradiso (25.-29.03.18)

Leitung Markus Käppeli

Teilnehmende: Rita Bazelli, Sonja Durrer, Martin Eberli, René Fischer, Ruedi Hauser, Hanspeter Käppeli, Peter Kurer, Linard Mischoll, Kurt Weingand, Flavio Zihlmann, Gast: Thomas Kloth


Sonntag, 25.03.2018 Anreise und Aufstieg Valnontey (1666 müM) zum Rifugio Vittorio Sella (2579 müM)

Wir starten zur Sternfahrt 07:00 und treffen uns zum Kaffeehalt an der Raststätte Gruyère. Wir kommen gut weiter voran, via Grand St. Bernhard, Aosta, treffen wir um 12:00 in Valnontey ein. Im Ristorante Paradisia stärken wir und mit einem «risotto al funghi» und starten bei bestem, warmem Wetter um 14:00 den Aufstieg zum Rifugio Vittorio Sella.
Durch lichten Lärchenwald erklimmen wir auf dem Alpweg beäugt von äsenden Gämsen die ersten 400 steilen Höhenmeter. Nun öffnet sich das Gelände und angenehm geht es weiter zum Rifugio, das wir um 16:30 erreichen. Ein gemütlicher Hüttenabend beginnt. Mit Pasta, Brassato und einem Glas Wein beschliessen wir den ersten Tag, gespannt, was uns die nächsten Tage erwartet.


Montag, 26.03.2018 Ueberschreitung Gran Serra (3552 müM) und Biv. Sberna (3404 müM) zum Rifugio Chabod (2750 müM)

Punkt 08:00 starten wir nach einem super Frühstück den Aufstieg zur Grande Serre. Durch offenes Gelände geht es angenehm hoch, erst die Gipfelpartie bäumt sich auf! Der aufkommende Wind verhindert die Gipfelrast, sodass wir um 11:30 die Skier aufbasten am Seil gesichert ca. 50 Meter zum Timorion-Gletscher absteigen. Es sind noch andere Gruppen unterwegs, das Couloir wird zum Nadelör, der Abstieg dauert! Um 12:30 sind wir alle durch und geniessen die Mittagsrast! Es folgt eine kurze stiebende Abfahrt bis ca. 2800 müM zum Gran Neyron-Gletscher. Wir ziehen die Felle auf und obwohl es nur 450 Höhenmeter sind, der Aufstieg zum Biv. Sberna hat es in sich! Erneut müssen wir die Skier auf dem Grat aufbasten, Rast um 16:15 unterhalb des Biwaks und dann ist die Fahrt frei, über den Montandayné-Gletscher zum Rifugio Chabod. Ab 17:00 folgt der nächste frohe Hüttenabend mit Pasta, Brassato und einem Glas Wein!


Dienstag, 27.03.2018 Gran Paradiso (4061 müM) zum Rifugio Vittorio Emanuele II (2775 müM)

Wir hoffen, dass das Wetter hält, den der Gran Paradiso ist unser Höhepunkt! Beim Abmarsch um 07:30 scheint uns das gute Wetter trotz Wind treu zu bleiben. Wir geniessen den Aufstieg auf dem Laveciau-Gletscher an der blau vereisten Nordwand des Gran Paradiso vorbei und mit einigen Spitzkehren hoch zum Skidepot ca. 100m unterhalb des Gipfels. In leichter Kletterei erklimmen wir gut gesichert den Gipfel mit der Madonna. 4061 müM, wir haben den höchsten Punkt unserer Tourenwoche erreichen! Es ist c. 13:00 und erneut stellen wir fest, dass wir nicht die einzigen sind! Aber es gelingt uns doch, je Seilschaft ein Gipfelfoto zu knipsen und den super Moment festzuhalten.
Bereits stehen wir etwas unter Druck, der Wind frischt auf, das Wetter trübt ein. Leider ist es dann mit der Weitsicht nicht weit her, sodass wir den Abstieg zügig angehen und beim Skidepot rasten und abwarten, bis alle 4 Seilschaften des ACK wieder sicher unten sind. Die Abfahrt zum Rifugio Vittorio Emanuele hat es in sich, im Nebel sind die Bedingungen plötzlich viel schwieriger, die Schneeverhältnisse wechselhaft, trotz einigen Stürzen erreichen wir unser Tagesziel wohlbehalten um 16:00. Unsere Gruppe zeigt sich in hervorragender Verfassung. Trotz ihrem rustikalen Ambiente und etwas beengenden Schlafplätzen hält uns nichts davon ab, auch diesen Hüttenabend zu geniessen … mit Pasta, Brassato und einem Glas Wein!


Mittwoch 28.03.2018 Colle Gr. Paradiso (3345 müM) – Biv. Ivrea (2770 müM) – Colle di Noaschetta (2990 müM) – Rifugio Pontese (2217 müM)

Um 08:00 sind wir alle gestärkt und einigermassen ausgeruht bereit zum Aufbruch von der berühmten, eigenwilligen Hüttenkonstruktion der Vittorio-Emanuele-Hütte, die einem metallenen Weinfass ähnelt. Aber los geht es, warm eingepackt, ein kalter Wind pfeift um unsere Kappen. Zuerst angenehm geht es den Moncorvé-Gletscher hoch. Unter dem Pass jedoch steilt das Gelände auf sodass wir die Ski aufbasten und die letzten Meter hochtragen müssen. Um 10:30 erreichen wir den Colle Gran Paradiso. Der Wind wird unangenehm, die Kälte kriecht in uns. So sind wir froh, auf der windabgewandten Seite des Passes zwischen Steinen gut geschützt eine gemütliche Rast einzulegen. Es folgt die langgezogene Abfahrt über den Noaschetta-Gletscher und das traumhafte Hochtal bis zum Biv. Ivrea. Nun heisst es erneut, die Felle aufziehen und aufzusteigen zum Colle di Noaschetta. Inzwischen hat der Wind an Kraft verloren, die Bedingungen sind angenehm. Beim Umstellen auf Abfahrt geschieht dem Schreiberling das Missgeschick! Ein Ski zeigt, dass er auch mit Fell ziemlich stabil abfahren kann! Zum Glück ist das Gelände dazu geeignet, sodass nach 100 Höhenmetern die Fahrt ein Ende hat. Dank Hilfe von Marki und Kurt und vor allem der guten Skitechnik von Hanspeter wird das Problem gelöst. Hier meinen herzlichen Dank an die Drei! Und wer den Apero spendiert war somit klar. Und den haben wir an diesem schönen Tag bereits um 14:00 vor Augen. Nach einer weiteren Superabfahrt erreichen wir die für das selbstgebraute Bier bekannte Rifugio Pontese – und das Bier hält was es verspricht!

Leider müssen wir den Entscheid von Marki akzeptieren, den zwingenden Uebergang zum Ausgangspunkt unserer Tour bereits am Donnerstag angehen, das Wetter scheint auf Freitag zu kippen. Somit folgt der letzte Hüttenabend mit … nein nicht mit Brassato, es gab Geschnetzeltes, aber sicherlich Wein! …und einen blutigen Jass. Linard, es gilt «Stöck-Wiis-Stich» und d’Stöck mues me säge! Marki und Linard haben dann trotzdem gewonnen, sodass nach einigem Nachjassen die Nachtruhe einkehren konnte.


Donnerstag 29.03.18 Traversata della punta di Ondezana (3304 müM) – Valle di Valeile – Lillaz (1617 müM) – Heimreise

Die top Hüttenwartin verabschiedet uns mit einem fröhlichen Adieu um 07:30 zum langen und im Mittelteil sehr steilen Aufstieg zum Uebergang ins Valle die Valeile. Aber alles der Reihe nach! Bei leicht bedecktem Himmel und etwas Wind, der jedoch die Wolken zu zerstreuen verspricht, ziehen wir los in leichter Steigung über die Alpe Muanda dann steil durch die Geländerinne in unzähligen Spitzkehren von 2400 bis 3200 müM hoch zum Teleccio-Gletscher. Die letzten 100 hM zwingen uns erneut und für diese Tour zum letzten Mal, die Skier aufzubasten und zum Übergang auf 3300 müM zwischen dem Torre del Gr. S. Pietro und der Pta. d`Ondezana hochzusteigen. Um 11:15 haben wir die Rast verdient, nun bei traumhaft angenehmem Wetter!
Und welch eine Ueberraschung, da zaubert doch wer eine «colomba di pasquale» aus seinem Rucksack, wir können den Geburtstag vom Rita gebührend feiern! Da wir auf dieser Rundtour um den Gran Paradiso nicht als einsame ACK-Tourengruppe unterwegs waren, finden wir einen guten Fotografen für unser abschliessendes Gruppenfoto! Und los geht’s, uns erwartet eine traumhafte, lange, pulvrige Abfahrt! Zuerst über den gut eingeschneiten Valeille-Gletscher den wir um 12:20 akrobatisch verlassen und im nun angenehmen, offenen Gelände die Hänge runterkurven. Ab ca 2100 müM fahren wir genüsslich zumeist gut gleitend das lange, wundschöne Vallone di Valeille raus, über Lawinenkegel, Muren und die Langlaufspur. Um 14:00 erreichen wir Lillaz und das Ristorante Ondezana. Wir stärken uns mit «Trenete a la castagna» bevor wir Abschied nehmen müssen, um 16:00 starten wir die Heimreise!

Danke Marki, die Tour war super. Sie war erlebnis- und anforderungsreich! Du hast uns unfallfrei und sicher durch diese abenteuerlichen Hochtourentage am Gran Paradiso geführt!

Es waren schöne Tage, mit dir und dieser fröhlichen, gut harmonierenden Gruppe. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

Ruedi Hauser


Skitour Rickhubel (21.03.2018)

Leitung: Vige Kaufmann

Teilnehmende: Peter Kurer, Martin Eberli, Ruedi Fallegger, Ruth Stierli, Emanuel Schibli

Laut Tourenprogamm wäre die Bannalper Rundtour vorgesehen gewesen. Bedingt durch das Wetter wichen wir auf das Glaubenberg Gebiet aus. Wir starteten auf dem Parkplatz Langis. Von dort aus mussten wir zuerst auf der schneebedeckten Strasse zum Glaubenberg Pass hoch laufen, bevor der eigentliche Anstieg begann. Danach führte uns die Route auf den Rickhubel zuerst durch den Wald und nachher über die Wiesen. Die Sicht war nie besonders gut, die Temperatur ziemlich frisch.

Obwohl Ende März, waren es noch hochwinterliche Verhältnisse. Vom Rickhubel aus (1934 m) wollten wir weiter hoch zum Fürstein, aber das schlechte Wetter und die schlechte Sicht bewogen uns, nicht weiter zu gehen. Auf dem Kamm stürmte es heftig, es war sehr kalt. Deshalb kehrten wir um und fuhren auf der gleichen Route bis auf ca. 1700 m hinunter auf herrlich pulvrigem Schnee.

Wir montierten noch einmal die Felle und stiegen auf die Sewenegg (1834 m). Nach einer kurzen Pause fuhren wir zum Glaubenberg Pass hinunter, wieder auf schönem Pulverschnee – ungewohnt für diese Jahreszeit. Bevor wir nach Langis kamen, konnten wir eine angenehme Pause machen bei einer Alphütte am Strassenrand. Ausgeruht und gesättigt kamen wir zum Auto und fuhren nach Hause.

Trotz nicht ganz idealen Bedingungen hatten wir einen sehr schönen Tag mit einer tollen wenn auch gemütlichen Tour.

Emanuel Schibli

Türstenhäuptli (4. März 2018)

Leitung: Peter Kurer

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Sonja Durrer, Lys Blum, Michi Arramberri, Gody Ottiger, Annalies Ottiger, Annette Schansker, Michael Morger, Jörg Birnstiel, Sabina Birnstiel, Dorothea Birnstiel, Zdenek, Ruedi Fallegger, Toni Miotti, Ruedi Hauser, Yvonne Mattmann

Eine waise Entscheidung von Peter die Skitour von Samstag auf Sonntag zu verlegen. Denn heute verspricht der Wetterbericht einen prächtigen Tag mit viel Sonnenschein. 16 ACKler verteilt auf 4 Autos fahren zusammen von der ANDRITZ HYDRO Richtung Sörenberg. Je weiter wir fahren, desto höher werden die Schneemauern beidseits der Strasse. Beim Parkplatz Wagliseichnubel schnallen wir uns unsere Skis an und starten bei blauem Himmel, Sonnenschein und angenehmer Temperatur unsere Tour. Bei der ersten Waldpassage gibt’s einen kurzen Jackenausziehstopp und sofort geht’s weiter durch die weisse Winterlandschaft. Nach gut einer Stunde stärken wir uns im Windschutz einer Baumgruppe mit Tee und etwas Kleinem. Schnell sind wieder alle parat und Peter spurt weiter eine ideale Linie. Vor uns tritt der Schiebegütsch in Sicht, doch der ist nicht unser heutiges Ziel, wir streben seinen nördlichen Nachbarn in der Schrattenfluhkette an, das imposante und prägnante Türstenhäuptli (2031m), das sich uns erst nach einer weiteren Hangtraverse und zwei Spitzkehren zeigt. Wegen der Steilheit des Hanges laufen wir in 4er Gruppen mit einer 30-Meter-Distanz zwischen den Gruppen. Bald sind die 600hm geschafft. Bei der Höhle lassen wir unsere Rucksäcke zurück und sichern uns so unseren Picknickplatz. Ohne Rucksack erklimmen wir den Gipfel, gratulieren einander gegenseitig und erfreuen uns ab der herrlichen Rundumsicht. Zum Abschluss unserer Mittagsrast offeriert Sonja ein Röteli. Lecker wie das Schnäpsli meine Kehle hinunterfliesst. Vielen Dank Sonja!

Hinunter geht’s nun auch mit den Skiern. Peter gibt genaue Anweisungen wo‘s lang geht und so finden wir unverfahrene Hänge und jauchzen vor uns hin. Nebst den tollen Hängen entdecken wir auch vier Gämsen die durch den Schnee stapfen. Ein kurzer Gegenanstieg lohnt sich für den ‚Einkehrschwung‘ ins Restaurant Schlund wo wir noch ein bisschen verweilen, plaudern und das herrliche Wetter geniessen. Das Sahnehäubchen gibt’s zum Schluss. Die Mitfahrer dürfen bis zur Hirseggbrücke runterfahren, während die Fahrer die Autos beim Parkplatz holen.

Was für ein toller Tag. Herzlichen Dank an Peter, der die Tour souverän geplant und geleitet hat.

Yvonne Mattmann

Ausweichtour auf den Fürstein (2040m) (24.2.18)

Leitung: Urban Stirnimann

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Martin Eberli, Ruedi Fallegger, Melanie Friedrich (Gast)

Nur gerade zu viert starteten wir im kalten Nebel auf dem Langis. Die meisten haben sich wohl vom Wetterbericht abschrecken lassen: Starker Wind, Wolken und kalte Temperaturen waren angesagt. Doch dann kam alles anders: Schon wenige Meter nach der Passstrasse lichtete sich der Nebel und die warme Sonne schien uns vom wolkenlosen Himmel ins Gesicht. Zufrieden und gut gelaunt folgten wir der Route; zuerst der Strasse entlang und dann weiter zwischen Sewenegg und Trogenegg bis zur Kapelle bei Ober Sewen. Der Schnee war zuerst relativ hart, mit ein paar pulvrigen Abschnitten, wurde dann aber immer feuchter, sodass wir mit Stollen an den Fellen zu kämpfen hatten.

Auf dem Gipfel des Fürsteins angekommen – es war windig und ziemlich voll – entschlossen wir uns, gleich die Abfahrt in Angriff zu nehmen und erst später eine Pause zu machen. Die Abfahrt war zwar schon etwas verfahren – Sulz- und Pulverschnee wechselten sich ab – aber trotzdem besser als erwartet. Das Mittagessen genossen wir in einer windstillen Mulde mit prächtiger Aussicht in die Berge und auf das Nebelmeer. Dieses wunderschöne Panorama blieb uns auch auf dem kurzen Anstieg zum Rickhubel erhalten. Die anschliessende Abfahrt zur Passhöhe Glaubenberg war abwechslungsreich und viel zu schnell vorbei. Kurz vor der Passhöhe tauchten wir wieder in den kalten Nebel ein und dachten wohl alle das Gleiche: Zum Glück haben wir uns vom Wetterbericht nicht abschrecken lassen…!

Danke Urban, für Deine gute Führung!



Melanie Friedrich

Ausbildungskurs "Erste Hilfe" (30.1.18)

Kursleitung: Mathias Hediger
Organisation: Kurt Weingand

Der Abend begann um 19.00 Uhr im Feuerwehrlokal in Horw. Es waren gut 15 Personen anwesend, in der Mehrzahl solche, die selber als Tourenleiter mehr oder weniger häufig engagiert sind. Der Kurs dauerte gut zweieinhalb Stunden und war unterbrochen von einer kurzen Pause. Die administrative Leitung und Organisation übernahm Kurt Weingand, den Kurs hielt Mathias Hediger, selber Bergführer und höchst erfahrener, ausgebildeter Rettungssanitäter. Näheres unter www.mountainmedicalrescue.ch

Es geht wohl den meisten so, dass man denkt, das meiste zum Thema „Erste Hilfe“ schon anderswo irgendeinmal erfahren zu haben und ist gespannt, was man wohl von so einem Abend mitnehmen kann...? Es war tatsächlich sehr sehr viel!!! So versuche ich beim Verfassen dieses Berichtes mich zu erinnern, was vom Vortrag mir persönlich speziell in Erinnerung „hängen“ blieb:

In Stichworten:
- An einem Unfall beteiligt: zuerst innehalten, denken, dann erst handeln!

- Problematik Lawinensuchgerät und Interaktion mit Smartphone?! Funktioniert für Alarmierung Phone bei Minustemperaturen? Funkgerät doch ein Muss, um sicher Verbindung zu haben? Neue Apps verfügbar, um selber ortbar zu sein, etc.
- Lawinenunfall: 90% leben nach Unfall, Tod nach 15 Min. durch Ersticken. Darum schnellstens Handeln: Ortung mit LVS > nächster Punkt markieren > Sondierung des Verschütteten mit Quadratraster in 25cm Abständen oder Abtasten per Sonde um die Markierung als Schnecke von innen nach aussen > der Verschüttete wird dann mit horizontalem Zugang (statt früher direkt von oben) freigeschaufelt in einer Kette von mehreren sich hintereinander befindlichen, schaufelnden Personen. Das Freilegen geht so schneller und der freiwerdende Platz dient als Lager für den Verunfallten.

- Am meisten Lawinen werden nicht durch Freerider ausgelöst, da diese keine Spitzenbelastungen in die Hänge bringen, sondern diese eher im positiven Sinne entspannen. Jedoch seien Stürze im Lawinenhang im Sinne der auslösenden Kraft das Schlimmste. Es sei problematisch, wie viele Leute im aktuellen Tourenboom grösste fahrerische Schwierigkeiten hätten....

- Oft wird vergessen, Atemwege bei Lagerung frei zu halten; dran denken! Kopf nach hinten neigen! Kopf in höhere Position bringen bei Atemproblemen.
- Reanimation: Im Zweifel zu früh damit beginnen. Man kommt ab vom Schema 30:2 (Stösse:Beatmung) und empfiehlt, auf Beatmung zu verzichten. Stattdessen soll das Ziel sein, Applikation abwechslungsweise von 100 Stösse/Min. mit Handballen stark bei ca. 6 cm Eindrucktiefe (ev. Rippenverletzungen in Kauf nehmen).
- Schock: Verlust von viel Blut, wenn nicht innere Blutung äussere Verletzung: entsprechende Stelle unter Kleidern suchen und unbedingt mit dem was vorhanden ist, sofort abbinden, führt sonst schnell zum Tod.

- Auch im Sommer verliert ein Verunfallter durch Abstrahlung über Haut und Zentralisierung von Blut (Adrenalinausstoss) schnell viel Wärme! Sehr oft wird ein Verunfallter zu wenig warm gelagert.

- Verbrennungen: Früher herrschte bei vielen die Meinung: kühlen, kühlen, kühlen! Heute wird bloss kurz anfänglich gekühlt, um die gröbste Anschwellung zu vermeiden und um Schmerz zu lindern, dann aber soll die Brandwunde am besten eingepackt werden mit durchsichtiger Plastik- Haushaltsfolie (Schutz vor Austrocknung, vor mechanischen Reizen, vor Infektionen, etc.).

- Nebst der Haushaltsfolie als „Allerweltsmittel“ in vielen Situationen zur Fixierung von Körperteilen etc. wurde auch eine platzsparende, Alu verstärkte Schiene (Samsplint) vorgestellt, mit welcher man „fast alles“ schienen kann.

- Weitere vorgestellte, sehr nützliche Utensilien: dünnste, Wärme reflektierende Rettungsfolie!: Kabelbinder!: Skalpell! Steri-Strip (Wunde zusammenziehen!).

- ...und Vieles mehr.

Mit viel Engagement und grosser Fachkompetenz wurden wir durch diesen äusserst interessanten und informativen Abend geführt.

Herzlichen Dank an Mathias Hediger und Kurt Weingand!

Alain Bazelli

Freerideweekend Davos (27./28.1.18)

Organisiert von Roger Fischer

Freerider: Roger Fischer (Leitung), Patrice Mühlemann, Stefi Käppeli, Chris Ackermann, Hanspi Käppeli
Gast: Margaretha Roos

Ich hatte mir ein familyfreies Weekend reserviert, wollte unbedingt auf Skitour und wie es so ist, plötzlich frei und niemand hat Zeit! Zufällig und glücklicherweise traf ich zwei Wochen vorher Priska Wallimann, und ja, ich hatte Glück! Dank kurzfristiger Absage eines ACK-Clubmitgliedes durfte ich mit euch meine Schwünge durch den Tiefschnee ziehen J.

Aber nun der Reihe nach: In Landquart werde ich abgeholt von Chris und Patrice, einladen und gleich weiter nach Davos zum Jacki. Im Gipfelrestaurant bei einem Kaffee lerne ich noch Stefi, Hanspi und Roger kennen. Priska? Oh nein!! So sehr hatte sie sich auf das Weekend gefreut und nun doch nicht dabei auf den Brettern, dafür im Après-Ski!! Tramgleise wurden ihr mit dem Velo zum Verhängnis, Glück im Unglück, nur geprellt, aber Skifahren mit Rucksack ging nicht. Schade!!

Roger erklärt uns seinen Plan, Hanspi macht sich schon Sorgen ums Zmittag: «Ja, ässe tüemer wieder im Bähnli, gäll!!» Weil bei dem Superpowder und Sonnenschein will niemand Zeit mit Mittagessen verschwenden. Mich freut die Aussage, da ich nun weiss, dass ich in einer hochmotivierten Gruppe gelandet bin! Übrigens, offensichtlich kam Trump mit seinen vielen Helikoptern nicht zum Heliskifahren nach Davos. Im Gegenteil, denn dank dem WEF waren viele Bahnen die ganze Woche geschlossen und die Hänge noch unverfahren. Und das WEF schreckte derart die Touristen ab, dass wir das ganze Weekend praktisch alleine Offpiste unterwegs waren.

Hahaha, seit der Mittagspause weiss ich, dass ich als Gast den Tourenbericht schreiben darf... aber für die Anzahl Höhenmeter, gefahrene Km und genauere GPS-Daten bin ich die Falsche J, aber das kann man in Roger‘s Freerideguide nachlesen!
Folgende Eckdaten kann ich euch liefern:
Samstag: Abfahrt vom Jakobshorn ins Sertig, vom Sertig per Bus ans Rinerhorn, dann x-mal runter durchs wundervolle Leidbachtal, inkl. kurze Mittagspause bei einem Stall an der Sonne. Kurz vor dem Eindunkeln letzte Abfahrt vom Rinerhorn ins Sertig und dann direkt zum Bolgen, wo ich mich sehr freue, dass Priska zu uns gestossen ist!!
... und dann schlemmern im Ochsen, einchecken in der Jugi Davos... Verdauungsspaziergang durch das tiefverschneite Davos ins Montana zum Schlummertrunk.
Sonntag: Pischa, über den Pischagrat nach Laret. Weil es so schön war, machen wir die gleiche Runde nochmals!!
Ach ja, und was bleibt in Erinnerung vom Pischagrat? Klar, die Hammeraussicht und der ACKriens, der am Bildschirm Roger Federer‘s 20. Grand Slam Sieg entgegenfiebert!

Lieber Roger, ganz herzlichen Dank für’s Organisieren des tollen Weekends!!

Margaretha

Ausweichskitour im Glaubenberggebiet (17.01.18)

Leitung: René Fischer

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Martin Eberli, Gerid Vetter

Geplant war auf das Mändli ab Pörterwald zu gehen. René fand heraus, dass die Strasse zum grösseren Teil aper ist. Ausserdem machte uns die Wetterprognose auch zu schaffen. Sturmtief Evi zwang uns zu dieser kleinen Ausweichtour ab Glaubenberg in Richtung Gerlisalp. Dass René überhaupt ging, fand ich mehr wie erstaunlich. Es war wirklich echt garstig. Zwei angemeldete Teilnehmer, zogen es auch vor zu Hause zu bleiben. Wir stapften tapfer los und fanden es gar nicht so arg mit dem Sturm. Wir schlängelten uns auf der Alpstrasse, korrekt an der Wildruhezone vorbei langsam bergan. Der niedrige Föhrenbestand ist auch bei diesen Bedingungen immer reizvoll. Je weiter wir kamen, desto heftiger wurden die Windböen. Meine zwei Begleiter waren mir eine wunderbare Hilfe, es hätte mich sonst fast umgeweht. An der Hütte war es klar, dass das Ende unserer Tour sein muss. Das Gelände wäre dann ganz offen gewesen.

Die Abfahrt war, dort wo frischer nicht verblasener Schnee war, erstaunlich gut. Nur die Sicht war
gut gewöhnungsbedüftig. Glücklich und heil kamen wir schnell im Restaurant zu unserem Kafi.

Es war schon ein Türli für eher "Hartgesottene". Hat uns allen dreien gefallen und wir konnten immer
noch lachen.

Danke René für Deine umsichtige Routenwahl.

Gerid Vetter

Bregenzerwald (12.–14.01.2018)

Leitung : Josef Gantner

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Alain Bazelli, Rita Bazelli, Sonja Durrer, Martin Eberli, Ruedi Falleger, Ruedi Hauser, René Huber, Sibylle Huber, Andrea Huwyler, Peter Kurer, Vreni Lötscher, Iris Röösli, Ruth Stierli.

In einem hochwinterlichen Streifzug durch den Bregenzerwald zeigte uns Josef Gantner unbekannte Gipfel und sanfte Abfahrten auf wenig begangenen Routen ein paar Autostunden von hier. Während bei uns in der Zentralschweiz Föhn, Regen und das Sturmtief Burglind den Schnee weitgehend weggefressen hatten, trafen wir im österreichischen Bregenzertal auf 800 Metern über Meer bereits auf eine kompakte und tragende Schneedecke. So führte uns Sepp zur ersten Tour am Freitag gegen Mittag gleich vom Parkplatz des Hotels weg hinauf zur Brendler Lug (1767 m). Unten war Nebel, doch als wir bei 1500 Metern aus dem Wald kamen, blendete uns die Sonne und weichte den Schnee auf der Kuppe auf. Eine kurzer müheloser Aufstieg auf das Annalper Joch (1997 m) lohnte sich: Von dort trugen uns die paar Zentimeter des frischen Pulverschnees zurück auf die Waldstrasse und wieder hinunter zum Hotel Adler in Au. Für Wellness Begeisterte waren jetzt Sauna und Dampfbad angesagt. Doch die Küchenbrigade des Adlers hatte auch ein vorzügliches und reichhaltiges Nachtessen vorbereitet.

Für den zweiten Tourentag schlug uns Sepp den Aufstieg zum Steinmandl (1982 m) vor. Eine schier unendliche Waldstrasse führte uns vom Nachbardorf Schoppernau endlich auf den sonnigen Südhang und schliesslich auf den Gipfel des Steinmandls. Nach einer kurzen Abfahrt im Sulzschnee standen wir vor der Entscheidung: Falzerkopf (1968 m) oder Bier in der Hornbachhütte? Natürlich wählten die meisten den sportlicheren Teil. Wir montierten nochmals die Felle und stiegen die 300 Meter zum Gipfel hoch. Von hier nochmals einen Rundumblick auf die näheren und ferneren Gipfel, die Sepp zum Teil bereits bestiegen hatte. Der erste Teil der Abfahrt führte über breite Alpen, wo der oberflächliche Schnee dank der intensiven Sonne prächtig aufgesulzt war. Selbst auf der unvermeidlichen Waldstrasse war der Schnee griffig und verführte zu rassigem Fahren. Deshalb merkte man kaum, dass einige Kieselsteinchen die Bretter etwas ankratzen. Zurück im luxuriösen Hotel erwartete uns der Komfort des Vier-Sterne-Hotels und überbot unsere Erwartungen auf ein gutes Nachtessen mit ausgezeichneten Leckerbissen.
Der dritte Tag begann erneut mit einem eisigen Morgen unter klarem Himmel. Also war wiederum Südseitiges gefragt. Sepp entschied sich für den Klippern, einen Zweitausender, dem wir ab Damüls (1200 m) auf einer gemächlich angelegten Spur entgegen strebten. Nachdem wir auf dem breiten Gipfelgrat die bereits erreichten Ziele der Vortage bestaunt sowie den Ausblick ins Allgäu, auf den Säntis im Westen und die Alpen im Montafon und Rätikon im Süden bewundert hatten, zogen wir uns wegen der eisigen Bise in etwas tiefere Regionen an die Sonnenseite einer Alphütte zurück. Diesmal hatte die Sonne nur an ein paar Steilhängen den Schnee aufgeweicht, so dass der grösste Teil der Abfahrt vom üblen Geratter der Bretter auf der harten Schneedecke begleitet war.

Zurück beim Hotel löschten wir unseren Durst und Sepp konnte unsern wohlverdienten Dank für seine kompetente Führung und die reibungslose Organisation entgegennehmen. Sicher haben sich einige von uns diese unbekannte, aber schneesichere Region gleich ennet der Landesgrenze gemerkt und werden sie wahrscheinlich auf eigene Faust wieder aufsuchen.
Martin Eberli

Skitour Pazolastock – Piz Cavradi (13.01.2018)

Leitung: Michael Vlasec

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Yanik Weingand, Tatjana Scherrer, Kathrin Hofstetter, Johanna Badman, Dominik Risi, Michael Vlasec, Dölf Käppeli, Kurt Weingand, Simone Durrer, Flavio Zihlmann, Pascal Graf, Jonas Käppeli, Seraina Kazamia

Die Zugsfahrt ab Andermatt zum Oberalppass führte uns bequem in die Alpenwelt des Gotthardmassivs ein. Bei herrlichstem Wetter haben wir auf der Passhöhe die Skis angeschnallt und sind losmarschiert. Als ersten Gipfel haben wir den Pazolastock im Visier. Bis zu Abzweigung Pazolastock / Rossbodenstock waren einige Gruppen unterwegs. Ab der Weggabelung zum Pazolastock waren wir aber bereits fast alleine. Auf dem Gipfel Gratulationen hier und Küsschen dort. Die Skibindung auf Abfahrt umstellen und danach fuhren wir stiebend Richtung Maighelshütte hinunter. Toll, was die Natur gepaart mit guten Skitechnik parat hält. Nach der Mittagsrast hiess es nochmals die Ski anfellen und bei nun warmen Wetter zogen wir an der Maighelshütte vorbei (!) und stiegen zum Piz Cavradi empor. Wiederum genossen wir die schöne Aussicht, den Blick zurück zum ersten Tagesgipfel und das herrliche Wetter. Und noch viel schöner, die zweite Abfahrt stand uns bevor.

Diese gut 1000m Höhenmeter (oder spricht man bei der Abfahrt von Tiefenmetern?) runter nach Tschamut boten Alles, was des Tourenfahrers-Herz begehrt: feinster Pulverschnee , bestens passende Hangneigungen und unverfahrene Hänge. Traumhaft schön. Nach der Zugfahrt zurück auf den Oberalppass genossen wir bei der Pistenabfahrt Richtung Andermatt ein Kühles an einer Schneebar. Auch das darf nicht fehlen.

Michael, besten Dank für die souverän geführte Tour. Ich gratuliere dir herzlich zu deinem tollen Einstand als Tourenleiter beim ACK und wünsche Dir (und uns) für die kommenden Touren weiterhin solch herrliche Bedingungen.

Verfasser: Flavio Zihlmann

Aubildungskurs Lawinen (16.12.2017)

Leitung: Markus Käppeli

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Arramberri Michi, Kazamia Seraina, Badmann Johanna, Ziltener Claudia, Ziltener Markus, Stirnimann Urban, Eberli Martin, Zihlmann Flavio, Blum Lys, Bartoljic Davor, Mühlebach Patrice, Achermann Chris, Bazelli Alain, Bazelli Rita, Schibli Emanuel, Weingand Kurt

Jeder, der im Winter im alpinen Gelände unterwegs ist, setzt sich dem Risiko einer Lawinenverschüttung aus. Um für den Ernstfall einer Lawinenverschüttung gerüstet zu sein, ist das Mitführen einer Notfallausrüstung mit Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS), Lawinensonde und Lawinenschaufel genauso unumgänglich wie ein Lawinenkurs. Dieser hat der Alpenclub Kriens am 16. Dezember 2017 erfolgreich mit 18 Teilnehmenden durchgeführt.

Treffpunkt war um 7.45 Uhr in Kriens. Von dort fuhren wir ins Langis am Glaubenberg. Als die Truppe komplett war, starteten wir gemütlich im Restaurant mit Kaffee und Tee, um den theoretischen Teil des Kurses anzuschauen. Unter anderem haben wir Themen wie die Interpretation des Lawinenbulletins, das Erkennen von Geländeformen, das Einschätzen von Hangneigungen sowie auch die Routenwahl im Gelände gemeinsam besprochen.

Nach der einstündigen Theorieklasse, waren alle 18 Teilnehmende "ready" für die Praxis. Los ging es, Richtung Selispitz. Wir hatten zwar keinen sonnigen Tag, dafür aber genügend Schnee, um die Lawinenpraxis richtig auszuüben. Während wir gemeinsam hochliefen, wurde uns gezeigt, wie man einen Hang über 30 Grad mit den eigenen Skistöcken messen kann. Diese Information ist sehr nützlich, da in allen Hängen über 30 Grad Lawinen abgehen können. Nachdem wir ca. 500 Höhenmeter zum Gipfel aufstiegen, genossen wir ein kleines z'Nüüni. Nach der kurzen Pause fuhren wir gleich wieder los, den super Powderhang hinunter!

Das Wichtigste, nämlich das Verhalten bei einer Lawinenrettung, lernten wir am Nachmittag. Mit dem LVS-Gerät suchten wir die verschiedenen Suchgeräte, welche wir, um uns selber zu testen, vorgängig gegenseitig eingebuddelt hatten. Auch sind wir nun mit dem Umgang der Lawinensonde und Lawinenschaufel vertraut.

Um das Erlebte Revue passieren zu lassen, ging es nochmals ins Restaurant, wo wir Kaffee, Tee und Kuchen genossen. Es war ein sehr informativer und nützlicher Tag. Jetzt kann die Skitouren Saison beginnen!



Seraina Kazamia

Haia-Skitour (02.12.2017)

Leitung: Dani Weber

Teilnehmende: Emanuel Schibli, Tatjana Scherer, Rita Weber, Ruedi Fallegger,
Michi Aramberri, Chregu Merti, Lys Blum, Toni Miotti
Unsichere Schnee- und Wetterverhältnisse, wie auch keine Reko, führten dazu, dass Leiter Dani lange überlegte, ob wir nun auf einen Hubel oder einen Chnubel touren sollten. Im Flühli angekommen, lag zu wenig Schnee und zu viel Nebel für einen Hubel. Drum fuhren wir weiter zum Rischli. Dort hatte es haufenweise Schnee, sowohl aus der Kanone, wie auch "bio" von Frau Holle. Und da sogar die Sonne schien, entschied sich Dani nun für einen Chnubel. So stiegen wir aus den Autos und montierten mit klammen Fingern die Felle, es war richtig kalt, gefühlt mehr als zehn Grad unter Null.

Beim folgenden Marsch durch den fluffigen Neuschnee wärmten dann Hände, Füsse und Nasen wieder auf. Über die Hurnischwand liefen wir zur Husegg und weiter zur Türndlihütte. An der sonnseitigen Hüttenwand war es dann zum Sitzen so "hilb", dass einer meinte, es sei Sommer, wenn es nicht Winter wäre. Ich habe ihn dabei gleich fotografiert: Wenn man sich alle Kleider wegdenkt, steht er in der Badehose da!!!!!

Nach einer erholsamen Rast fellten wir weiter Richtung unseres Chnubels. Die kalte Bise blies immer stärker, auf dem Sattel unter unserem Ziel Hundschnubel gefühlte Minus zwanzig Grad. So zogen wir subito die Felle von den Ski und fuhren zuerst über die Piste, dann im luftigen Pulverschnee zum Rischli ab.

In der Beiz gabs allerhand zum Wärmen. Herzlichen Dank an Ruedi Fallegger für die Bescherung, war fast wie Samichlaus.
Alle hatten alles dabei und die ganze Tour sturzfrei überstanden. Dank an Dani für die Leitung. Der Skitourenwinter kann beginnen.

Toni Miotti

Hüttenweekend Hintermülimoos (4./5.11.2017)

Leitung: Silvia und Bruno Wechsler

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Marti Jessica, Marti Cedric, Zemp David, Zemp Andreas, Zemp Philipp, Baumann Nadja, Wechsler Manuel, Wechsler Luca, Durer Sonja, Kurer Peter

Wir trafen uns am Samstagmorgen beim Märtplatz in Malters. Anschliessend fuhren wir zum Holzplatz im Schwarzenberg wo bereits die drei Zemp Buben auf uns warteten. Als wir komplett waren, sind wir losgelaufen Richtung Hintermülimoos. Unterwegs haben wir Stecken zum Cervelats bräteln gesammelt. Beim Kehrplatz haben wir eine Pause gemacht bevor wir den Anstieg zum HMM machten.

Oben bei der Hütte angekommen, erwartete uns bereits Ramon und Melina mit einer feinen Suppe und Tee. Es hatte auch noch andere Wanderer zu Gast bei der Hütte. Nach der kleinen Stärkung richteten wir unsere Schlafplätze ein. Als jeder seinen Schlafsack platziert hatte, machten wir uns auf den Weg zur traditionellen Wanderung auf den Ochs. Auch da waren wir nicht alleine, beim Retourlaufen sammelten und fällten wir Holz für das Höhenfeuer. Dieses Jahr bauten wir das Feuer an einer neuen Stelle, weil wir das Holz nicht so weit schleppen wollten. Dafür gab es das grösste Feuer das wir je hatten. Zurück bei der Hütte knebelten wir bis es das Abendessen gab. Es gab Älplermageronen mit vieeeeel Käse.

Danach sind wir wieder zum Höhenfeuer gegangen und haben es angezündet. Es hat wunderschön und hoch gebrannt ca. 6 – 7 Meter hoch. Es war sehr heiss beim Feuer, so dass wir immer weiter weg sitzen mussten. Bald konnten wir wieder näher an das Feuer. Als es eine schöne Glut hatte, kamen unsere Brätlestecken zum Einsatz. Es gab viele verschiedene Würste: schwarze, braune, verkohlte, lauwarme und kalte. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf beim Retourlaufen, eine frühe und eine späte. Die Späte ging erst etwa um zehn Uhr zur Hütte zurück. Dann hiess es Zähneputzen und schlafen. Es war sehr schnell ruhig, alle waren müde.

Am Sonntagmorgen ging es ungefähr um 07.30 Uhr wieder los, die Ersten krochen aus ihren Schlafsäcken. Zum Frühstück gab es Rösti mit Speckwürfel und Brot. Danach knebelten wir wieder und andere blieben in der Hütte. Als Silvia das Lotto auspackte, kamen alle an den Tisch und wir spielten Lotto und Lotto und Lotto…… Philipp war der grösste Glückspilz. Zu Glück teilte er seine Preise mit uns, so dass alle etwas davon hatten.

Als es am Mittag zu regnen begann, entschlossen wir uns nach der Mittagssuppe zu Packen und uns auf den Rückweg zu machen. Die Bergolympiade wurde wegen des schlechten Wetters auf das nächste Jahr verschoben.
Es sind alle heil und glücklich unten angekommen.

Wechsler Luca

Wanderung Walenpfad (15.10.2017)

Leitung: Sonja Baumeler

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Annette Schansker, Lys Blum, Peter Kurer, Sonja Durrer, Tatjana Scherer, Turté Bär

Am frühen Morgen treffen sich sieben bestens gelaunte ACK-wanderlustige im Bahnhof Luzern. Der Zug bringt uns bis nach Wolfenschiessen und das Postauto nach Oberrickenbach.

Die ersten Höhenmeter schaffen wir ohne Schweiss mit der Bahn auf die Bannalp. Im Urnerstaffel stärken wir uns noch mit einem Kaffee bevor es richtig losgeht. Die Wanderung führt uns an der Ziegenalp (Geissprodukte) vorbei. Einige decken sich noch mit Geisskäse ein und die anderen wechseln ihre langen Hosen mit den Shorts. Wir geniessen die herrlichen Sonnenstrahlen, endloser blauer Himmel und die prachtvolle Aussicht.

Der Weg bis zur Brunnihütte ist wunderschön angelegt , sehr abwechslungsreich mit einem herrlichen Panorama. Am Härzlisee verwöhnen wir unsere Füsse mit einer Kneipptour rund um den See. Gut erholt wandern wir zum Ristis und schweben mit der Bahn ins Tal. Annette und Tatjana verabschieden sich von der Gruppe und die anderen besuchen die Schaukäserei in Engelberg. Sonja's Tochter arbeitet dort und wir genehmigen uns eine Erfrischung bevor uns der Zug wieder nach Luzern bringt.

Es war ein richtiger Bilderbuchtag mit einer herrlichen Wanderung. Liebe Sonja wir danken dir für die wunderschöne Tour.

Sonja Durrer

Bike-Event 2017: ACK - SCM - SCS (03.09.17)

Die Rangliste findest du unter: Archiv > Resultate.

Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ACK.

Hochtour Allalinhorn u. Alphubel (30.07.–01.08.17)

Leitung: Hill Zemp und Adolf Lipp

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Martin Eberli, Roli Rüssli Holzwurm, Bäni Wittwer, Sonja Durrer, Emanuel Schibli, Caroline Laurent, Davor Bratoljic, Kathrin Hofstetter, Luzia Lussi

Am Sonntagmorgen trafen sich elf Hochtourenverrückte am Bahnhof Luzern. Der gut gelegene 1. August wurde mit einem Brückentag zu einem verlängerten Wochenende verbunden, um dieses für eine Hochtour zu nutzen. Einige Teilnehmer kennen die beiden zu besteigenden Gipfeln bereits von früheren Touren. Für mich geht es aber das erste Mal auf über 4000 Meter. Entsprechend gespannt bin ich auf die anstehenden Tagen. Zudem geistern da noch gewisse Fragen im Kopf herum: Vertrage ich die Höhe? Bin ich genug fit für diese Gruppe? Reicht mein Können aus?

Die Anreise wurde per ÖV angegangen. Bei der rund dreistündigen Zug- und Busfahrt in das Saastal verblieb genügend Zeit, um Neuigkeiten auszutauschen und sich besser kennen zu lernen. Für den Aufstieg in die Britanniahütte bildeten sich zwei Gruppen. Die Einen reisten per Bahn nach Felskinn und wanderten von dort zur Hütte. Die Anderen stiegen via Glasier Trail zur Hütte auf. Beim Zustieg via Glacier Trail konnte die Aussicht auf den Mattmark-Stausee mit seiner erstaunlich blau-grünen Farbe genossen werden. Für Diskusionsstoff sorgte die vorhandene Alpenflora bezüglich möglicher Verwendungszwecken (z.B. Schwarze Edelraute und Génépis). Beim Zustieg wurden der Allalin- und Hohlaubgletscher gequert. Dabei konnten insbesondere auf dem Allalingletscher einige schöne Gletschertische bestaunt werden. Während des Zustieges zogen immer mehr Wolken auf. Glücklicherweise wurde die Hütte kurz vor dem ersten Gewitter erreicht.

Die Nacht auf der Brittaniahütte fällt eher kurz aus (Weckzeit: 02:45!). Nach einem kurzen Frühstück geht es von der Britanniahütte hinunter auf den Hohlaubgletscher. Dank der Aufmerksamkeit von allen und einigen Eisenstangen war die Wegfindung im Dunkeln wenig problematisch. Danach wurde noch im Dunkeln auf dem Gletscher aufgestiegen. Dabei galt es einigen Gletscherspalten auszuweichen. Die Steigung nahm mit dem Tageslicht zu und so befanden wir uns beim Sonnenaufgang bereits auf dem Hohlaubgrat. Nach einer kurzen Verpflegung ging es weiter bis zur Kletterstelle. Diese befindet sich auf gut 3900m und ist aufgrund deren Höhenlage nicht zu unterschätzen. Insbesondere wenn die Erfahrung bezüglich Klettern so klein ausfällt wie bei mir. Dank der Unterstützung der erfahreneren Tourenteilnehmern war die Stelle jedoch gut zu meistern. Anschliessend ging es über den Schnee auf den nahegelegenen Gipfel.

Nun habe ich den ersten 4000er geschaft. Juhui. Bei unserer Ankunft waren wir abgesehen von einer weiteren Seilschaft alleine und konnten den Moment trotz eingeschränkter Aussicht (Nebel/Wolken) geniessen. Leider erreichten kurze Zeit später viele Leute via Normalweg den Gipfel. Deshalb ging es nach einem kurzen Gipfelumtrunk (Danke Sonja) und ohne Gruppenfoto über die Normalroute zum Feejoch. Dort galt es sich nochmals zu konzentrierten, um die nachfolgende Gratkraxelei zum Feechopf ohne Zwischenfall hinter uns zu bringen. Unterdessen hatte sich das Wetter gebessert und die Sicht auf die umliegenden Gipfel ist grossartig.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit wurde entschieden, heute auf die Besteigung des Alphubels zu verzichten und den Abstieg zur Täschhütte in Angriff zu nehmen. Unterhalb des Alphubelgletschers wurde ein Materialdepot für die Seile, Steigeisen und Pickel eingerichtet. Somit musste dieses Material für die Besteigung des Alphubels nicht zur Hütte runter und am nächsten Tag wieder zum Gletscher hochgetragen werden. Nach einer ausgiebigen Pause ging es über Moränenschutt, Blocksteine und grüne Wiesen zur Hütte. Da genügend Zeit zum Verweilen vorhanden war, wurden beim Abstieg je nach Bedarf entsprechende Pausen eingelegt und Abstecher gemacht. Bei der Hütte angelangt, genossen alle ihr wohlverdientes Bier (oder Wein) und den Ausblick auf die umliegenden Berge.

Am 1. August machten sich sieben der zehn Teilnehmer auf den Weg zum Alphubel. Im Dunkeln geht es wieder hoch zum Alphubeljoch. Es war geplant, dass wir ab dem Alphubeljoch dem Südostgrat folgen und via Eisnase zum Alphubel aufsteigen. Bereits im oberen Bereich des Alphubelgletschers blies der Wind ziemlich heftig. Aufgrund des Übergangs gingen wir davon aus, dass der Wind nachlässt, sobald wir das Joch verlassen. Jedoch stellten wir bald fest, dass an einen nachlassenden Wind nicht zu denken war. Deshalb wurde kurzfristig entschieden, den Alphubel über die Normalroute zu besteigen. Somit wurde der Gipfel über den mehr oder weniger flachen Gletscher anvisiert. Der Aufstieg bot abgesehen von der Höhenlage und meinem Unwohlsein keine grösseren Schwierigkeiten. Auch der Wind war nun über weite Strecken des Aufstiegs kaum spürbar. Dieser hatte jedoch seinen grossen Auftritt auf dem Gipfel, wo er mit gefühlten 130 km/h blies. So wurde nur kurz auf dem Gipfel verweilt (schnelle Gratulationsrunde und Fotos). Der Abstieg verlief deutlich schneller. Entweder wollten alle weg vom Wind oder man freute sich auf die anstehende Verpflegungspause.

Der gesamte Abstieg verlief auf der Aufstiegsroute, womit dieselbe Route nun teilweise zum dritten Mal begangen wurde. Wer nun denkt, dass man da nichts Neues mehr sieht, hat sich getäuscht. Das Matterhorn und Weisshorn konnte nun endlich ohne Wolken bestaunt werden, auf dem Gletscher gab es Überreste zu finden, welche von ganz frühen Begehungen wenn nicht von "Özi 2" zeugen und vor der Täschhütte gab es unzählige Edelweisse zu bewundern. Warum wir diese nicht bereits am Vortag gesehen haben, ist uns ein Rätsel.

Zurück bei der Täschhütte wurde eine kurze Pause eingelegt. Anschliessend wird der Schlussabstieg zur Täschalp gestartet. Von wo uns ein Taxi nach Täsch brachte. Dort stiessen wir wieder auf unsere restlichen Mitglieder, welche den Abstieg von der Täschhütte bis nach Täsch zu Fuss unternommen hatten. Mit dem Zug ging es zurück nach Luzern. Dabei wurde über das erlebte diskutiert, den obligaten Fotoaustausch thematisiert und sich beim Opfer für den Tourenbericht bedankt ;-).
Luzia Lussi

Bergwanderung Axalphorn (29.07.2017)

Leitung: Ruth Stierli
Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Baer Turtè, Hofstetter Irene, Lustenberger Bernadette, Kaufmann Viktor, Vetter Gerid, von Rotz Bernadette

In zwei Autos fahren die sieben Teilnehmenden zum Startpunkt nach Axalp. Den üblichen Startkaffe müssen wir in Gedanken geniessen, denn das Axalpstübli, am Anfang unserer aussichtsreichen Tour, öffnet erst um 09.00 Uhr. Gleich zu Beginn dürfen wir zwei Brienzer Schnitzer bei der Arbeit mit der Motorsäge zuschauen und ihre bereits vollendeten Figuren bewundern. Beim Chuemätteli haben wir einen herrlichen Tiefblick auf das Hinterburgseeli. Die fixen Seile helfen uns über die steinigen Steilpassagen. Hoch über dem Oltschibach führt der gepflegte Wanderweg zu den militärischen Bauten. Von hier schlängelt sich ein schmaler Pfad zum Fuss des Axalphorns.

Bei den letzten Metern kamen auch noch die Hände zur Hilfe um auf den 2320m hohen Gipfel zu kraxeln. Hier wurden wir mit atemberaubender Aussicht belohnt. Natürlich fehlte der obligate Gipfelschnaps von Ruth nicht. Nach der verdienten Stärkung geht’s der mit Edelweiss übersäten Gipfelflanke zurück. Wir hielten uns an das Lied von Ruedi Rymann „Riss d’Bluämä nid ab und lach sie la stah, dr Herrgott hed‘s det wellä ha.“ Deshalb kam nur der Fotoapparat zum Einsatz.

Über Tschingel, Oberboden, Chuemad wandern wir zurück zur Axalp. Natürlich gibt’s jetzt im Axalpstübli Kaffee, Bier oder was das Herz (und Magen) nach der 5-stündigen Wanderung begehrt.

Die sechs Frauen mit dem einzigen männlichen Begleiter danken Ruth für die erlebnisreiche Bergtour im Berner Oberland.

Bernadette von Rotz

Wanderung: Schynigenplatte (15.07.2017)

Leitung: Lys Blum

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Moni + Peter Schumacher, Susi + Marcel Huber, Theres Willmann, Sonja Durrer, Peter Kurer, Walter Blum, Caroline Laurent, Ruth Stierli, Vige Kaufmann, Sonja Baumeler, Ruth + Hans Kunz, Erika Bünzli, Claire Ulmi

Eine nicht allzu strenge und nicht sehr lange Wanderung stand im ACK-Heftli die Lys Blum ausgeschrieben hatte. Schynigeplatte wohw! so guet! dort war ich schon lange nicht mehr. Vielleicht haben sich das alle andern TeilnehmerInnen auch gedacht.

Pünktlich um 7.45 Uhr sind wir losgefahren über den Brünigpass Richtung Interlaken nach Wilderswil. Dort angekommen gesellten sich noch Vige und Ruth zu uns. Nun waren wir komplett. Auch ohne Dampflock und trotzdem mit einem fast nostalgischen „Zahnradbähnli“ erreichten wir die Zwischenstation Breitlauenen, wo uns Caroline mit einem strahlenden Lachen begrüsste.

Bevor wir den Bergweg unter die Füsse nahmen, stärkten wir uns mit einem Kaffee und erfreuten uns an der Aussicht über den Brienzersee. Dieser unterscheidet sich mit seinem türkisblauen Wasser gut vom silbrig blau schimmernden Thunersee.
Auf dem Fussweg bestaunten wir immer wieder die vielfältige Flora, sogen den Duft des Bergwaldes ein und bestaunten ab und zu das heran dampfende Zügli, welches so gemütlich wie wir, dem Ziel – die Schynigenplatte – entgegen schnaubte. Oben angelangt, fanden wir einen idealen Platz, wo wir unser Picknick genossen. Dank der Klettertouren, die einige Teilnehmer in den berneroberländer Bergen unternommen hatten, erfuhren wir wie die meisten Gipfel vis à vis heissen, und die eine oder andere Anekdote wurde erzählt.

Nachdem wir unseren Hunger oder „Gluscht“ gestillt hatten, war es uns freigestellt, was wir bis zur Talfahrt um 16.20 Uhr unternehmen wollten.
Eine Gruppe entschied sich, noch weiter zum Aussichtspunkt der „Daube“ zu spazieren. Weil wir von der Aus- und Weitsicht nicht genug bekommen konnten, wanderten wir sogar bis zum Oberberghorn. Die letzten Höhenmeter führten uns über eine stabile Holztreppe, welche in zwei Felsbrocken hineingepasst wurde. So hatten auch die „Nichtkletterer“ die Möglichkeit, einen weiteren Höhepunkt der wunderbaren Bergwelt, insbesondere die Kette vom Brienzerrothorn bis zum Harder, zu bestaunen. Auf dem Rückweg zur Bahnstation begingen wir noch einen Teil des Alpengartens wo wir die Namen einiger Blumen erfuhren, an denen wir tagsüber oft vorbei marschiert sind.

Pünktlich, wie wir Alpenklüpler sind, standen wir um 16.20 Uhr bereit für die Talfahrt. Bald meldete sich der Bahnhofvorsteher, dass im Moment kein Zug fahren könne wegen Stromausfall. Es müsse mit ca. 30 Minuten Verspätung gerechnet werden. Aus diesen 30 Minuten wurde schlussendlich eine Stunde. Nachdem die Züge eingefahren waren, herrschte ein grosses Gedränge zu allen Einstiegen. Da Lys die Plätze für die Hin- und Rückfahrt reserviert hatte, konnten wir uns ganz auf den Stationsleiter verlassen, der unsere beiden Abteile für uns freihielt. Entspannt genossen wir die Talfahrt und liessen den Tag noch einmal Revue passieren. Ab Wilderswil chauffierten uns die Fahrer mit sicherer Hand zurück nach Kriens.

Liebe Lys!! Im Namen aller TeilnehmerInnen danke ich dir herzlich für die gute Organisation und den schönen Tag, den wir mit dir zusammen erleben durften.
Claire Ulmi

Klettertour Trotzigplanggstock, 2954m (24.06.2017)

Leitung: Dölf Käppeli

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Annemarie Degen, Simon Degen, Tatjana Scherer, Martin Eberli

Hochsommerlich heisse Tage sind in den Bergen besonders cool. So lockte der frische Samstagmorgen gegen Ende Juni vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die kühleren Höhen des Meientals. Vom Parkplatz beim Sustenbrüggli gings auch gleich los hinauf zur Sustlihütte, dann auf den Bergweg gegenüber des Murmetplanggstocks an den Fuss des Trotzigplanggstocks auf 2760m. Die 800 Höhenmeter ab der Passstrasse hatten uns zünftig warmlaufen lassen und der Firnschnee war inzwischen so weit aufgeweicht, dass auf den Schneefeldern keine Rutschgefahr mehr bestand.
Der Südgrat des Trotzigplanggstocks ist wohl eine der bekanntesten Gratklettereien, weil sie alles bietet: griffigen Fels, atemberaubende Tiefblicke und prächtige Aussicht inmitten einer majestätischen Gipfelkulisse. Auch wenn geübte Kletterer die Route im 3. und 4. Schwierigkeitsgrad am kurzen und halblangen Seil durchsteigen, bildeten wir zwei Seilschaften und nutzten die vorhandenen Sicherungen. Wir zwängten uns durch das Gewirr der Gneisblöcke und -trümmer, hangelten uns den kantigen Gratplatten entlang, überwanden ausgesetzte Stellen und genossen die kurzen Steilstellen am warmen, mit rauen Flechten bewachsenen Fels.

Plötzlich waren wir oben auf beinahe 3000m. Noch immer keine Gewitterwolken in Sicht. Nur ein frisches Lüftchen und ein paar dünne Wolken kühlten die brennende Sonne etwas ab. Wir genossen die mittägliche Gipfelrast umgeben von hochragenden Gipfeln, die im wechselnden Wolkenspiel zu neuen surrealen Gebirgen zusammenwuchsen.

Ohne Hast machten wir uns an den Abstieg. Ein paar Steilstufen konnten wir mit Abseilen bewältigen. Trotzdem gestaltete sich der Weg nach unten zeitraubend und erst zurück auf dem Schneefeld kamen wir wieder zügig voran. Ein kühler Most in der Sustlihütte löschte den gröbsten Durst und schloss die Tour ab. Herzlichen Dank, Dölf, für die geduldige Leitung und unfallfreie Durchführung dieses genussvollen Klettertags.
Verfasser: Martin Eberli

Technik-Kurs Klettern (10.06.2017)

Leitung: Markus Käppeli

Teilnehmerinnen/Teilnehmer : Anna Marie Degen, Sonja Durrer, Kurt Weingand, Markus Kaufmann, Martin Eberli, Emanuel Schibli, Peter Kurer

Für den Ausbildungskurs hat Markus den Klettergarten Santelhöchi über Egerkingen ausgewählt. Wir erreichen diesen in kurzem Marsch ab dem Parkplatz, wo uns dann steile griffige Kalkfelspartien erwarten. Schnell werden Finken und Gställtli angelegt und die gängigsten Routen ausgekundschaftet. Vorher sind aber die Instruktionen über die von den Bergführern empfohlenen Praktiken im Klettern angesagt. Markus zeigt uns die verschiedenen Standplatzsicherungen, aber auch die Sicherungsarten im Vor- und Nachstieg. Wir vergleichen auch die verschiedenen Sicherungs-und Abseilgeräte und stellen fest, dass sie sich nur in kleinen Vor- und Nachteilen unterscheiden. Wichtig ist, dass jeder bei seinem vertrauten Gerät, das er absolut beherrscht, bleibt.

So, mit den aufgefrischten Erkenntnissen gestärkt, nehmen wir die Einfach- und Mehrfachseillängen in Angriff. Einige knifflige Passagen sind dabei zu überwinden und so kommt bei einigen, die regelmässig in der Halle trainieren, dieser Vorteil voll zum Tragen. Aber Fels ist nicht gleich Kletterwand. Im Standplatz und beim selbständigen Abseilen ist volle Konzentration erforderlich.
Nun, um einiges wieder vertrauter mit dem Fels, machen wir uns wieder auf den Heimweg und freuen uns auf einige tolle Kletterpartien in diesem Sommer und Herbst.

Herzlichen Dank an Markus, der uns wieder mit seiner vertrauten und kompetenten Art die Technik im Klettern beigebracht hat.  

Peter Kurer

Frühlingsskitour Galenstock (3583m) (27.05.17)

Leitung: Kurt Weingand

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Ruedi Hauser, Dölf Käppeli, Jonas Käppeli, Conny Kaufmann, Markus Kaufmann, Emanuel Schibli, Martin Eberli.

Eine Skitour von einer Passstrasse aus als Kontrastprogramm zu einem hochsommerlicher Hitzetag war angekündigt. Das hiess, sich beizeiten auf den Weg machen, wollten wir nicht im Gletscher einsinken.

Das frühe Aufstehen lohnte sich und schon um 6 Uhr konnten wir beim Hotel Belvedère unterhalb der Furkapasshöhe auf denRhonegletscher steigen. An diesem prächtigen Tag waren wir nicht alleine unterwegs. Zügig marschierten wir den sanft ansteigenden Gletscher hinauf, um dann nach rechts auf den Galengletscher einzubiegen. Ein kalter Wind kam uns entgegen und machte allen bewusst, dass wir hier nicht mit den hochsommerlichen Temperaturen rechnen konnten, die der Wetterbericht für das Mittelland vorhergesagt hatte.

Die zwei Steilstufen liessen teilweise den felsigen Untergrund frei und und der schnellere Atem zeigte, dass wir bei 3000 Metern angelangt waren. Ein Znünihalt an der Sonne auf dem Galensattel aktivierte aber die Kräfte und gab Schwung für die restlichen 400 Höhenmeter. Von der Steigung her zwar gemächlich, aber mit dem harten Firnschnee doch noch heikel, mussten wir den Galengrat mit Harscheisen passieren. Ein herrlicher Rundblick mit mit allen "Gsesch-det" und "Weisch-no" lohnte den Aufstieg: Direkt gegenüber standen als alte Bekannte das Sustenhorn und das Finsteraarhorn, etwas weiter weg das Weisshorn und das Matterhorn, dann die Mischabel und die Monte Rosa Gruppe. Gegen Süden schlossen die kleineren und höheren Tessiner Berge, dann weiter gegen Osten die Bündner, Urner und Glarner Alpen an, soweit sie nicht in Wolken gehüllt waren. Uns wunderte nur, von wie weit her die Thermik wohl das Bienchen nach hier oben hatte bringen können, das uns plötzlich umkreiste.

Dann lag die Abfahrt vor uns. Zuerst zurück über den Grat, der noch immer etwas hart war - aber dann die ersten sulzigen Hänge: pure Lust, bloss im Verhältnis zu den vier Stunden Aufstieg ein zu kurzes Vergnügen bis zur Schussfahrt auf dem Gletscher zurück zum Ausgangspunkt.

Dank deiner guten Führung, Kurt, und den gutgelaunten und leistungsstarken TeilnehmerInnen konnten wir die erfolgreiche Tour am frühen Nachmittag im Restaurant Tiefenbach bei einem Most abschliessen. Und wer wollte, setzte der Jahreszeit gemäss den Nachmittag doch noch in der Badi fort.

Martin Eberli

Kletter-Weekend Ponte Brolla (13./14.05.17)

Leitung: Lars Kaulitz, Hill Zemp
Küche: Ramon Aramberri mit Melina
Kletterführer: René Rätzer, Roland Rüssli, Peter Kurer, Michael Aramberri, Bäni Wittwer, Hill Zemp
Teilnehmer: Marti Christoph mit Antonia, Jessica und Cedric, Zemp Fabienne, Samuel, Philipp, Andreas, Huber Aline, Kurer Sonja und Anthony, Kaulitz Martina, Lou und Maurice, Blum Lys, Flury Daniela, Thomas, Tom und Lea, Bauer Alia und Seraina
Die Kinder sind aus dem Häuschen schon die ganze Woche, am Muttertags-Wochenende 13./14. Mai 2017 geht's zum Kletter- und Familienausflug ins Tessin. Die Wettervorhersage ist anfangs Woche noch nicht prickelnd, zeigt aber gute Tendenz und wie bestellt, ist das Wetter am Samstag zur Abfahrt prächtig. Mit Sack und Pack, Zelt und was so alles dazu gehört reisen 31 Personen (13 Kinder) froh gelaunt am Samstag am Camping Piccolo Paradiso in Avegno an. Die Küche, welche uns am Samstag und Sonntagmorgen verwöhnt, ist bereits am Freitagabend angereist.

Nach Ankunft wird eifrig die Zeltstadt aufgebaut und das fehlende nötige Klettermaterial an alle verteilt. Anschliessend führen uns die tollen Helfer unter der Leitung von Hill Zemp ins Klettern ein, stehen mit Tipps und Trick zur Seite. Es ist eine sehr friedliche und gelöste Stimmung. Die Zeit und der Genuss der Aussicht vergehen wie im Flug. Zum Abschluss geniessen alle grossen und kleinen Kletterer im Grotto Americano ein wohlverdientes Kühles.

Die hungrigen Kletterer werden am Abend von der Küchenmannschaft verpflegt und durch Jessica Marti mit ihrem Schwyzerörgeli musikalisch umrahmt.

Am Sonntagmorgen gibt es ein leckeres Frühstück und die Grossen Fachsimpeln bereits über die Mehrseillängen am Gneis. Die Ambitionierten probieren sich an den schwierigen Routen aus, während sich die Jüngeren ans selbständige Abseilen wagen. Etwas müde und durstig gibt’s am Camping Pool noch einen Sprung ins kühle Nass und ein leckeres Gelati.

Immer schön, wenn man die Jugend von der Aktivität in der Natur begeistern und sie dabei unterstützen und fördern kann. An dieser Stelle danken wir allen, welche dabei waren und diesen Ausflug ermöglicht haben. Auf ein Neues im nächsten Jahr! 

Skitourenwoche Mont Blanc (02.-06.05.2017)

Leitung: Markus Käppeli
Assistenz: Kurt Weingand, Balz Rieser (Führeraspirant)

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Rita Bazelli, Martin Eberli, René Fischer, Ruedi Hauser, Andrea Huwyler, Linard Mischol, Flavio Zihlmann

Im dritten Anlauf geglückt! Der Mont Blanc war uns wohlgesinnt.

Di 02.05.17Anreise nach Bourg-St.-Pierre 1762
Aufstieg zur Canbanne du Vélan 2642
Hm 880
4,5 Std.Mi 03.05.17Aufstieg zum Mont Vélan 3726
Rückfahrt und Anstieg zur HütteHm 13007,5 Std.
2,5 Std.Do
04.05.17Abfahrt nach Bourg-St. Pierre
Anreise nach Chamonix/Plan d‘Aiguille 2310
Aufstieg zum Refuge Grands Mulets 3051

Hm 8002 Std.

4 Std.Fr
05.05.17Aufstieg zum Mont Blanc 4810
Abfahrt nach Plan d’Aiguille/ ChamonixHm 1800
Hm 2008 Std.
5 Std.Heimreise



Bis es soweit war hat diese Tourenwoche Markus Käppeli einiges abgefordert. Ist das Wetter geeignet zum Start dieser Tour? Sind Plätze im Refuge des Grands Mulets frei? Und dann mit einem Tag Verspätung, geht es doch noch los.

Di 02. Mai 2017, 08:17 Uhr: Treffpunkt Bahnhof Kriens Mattenhof. Unsere beiden Fahrer René und Kurt weisen uns im optimalen Packen der beiden Autos an. Einen herzlichen Dank an die beiden fürs Fahren. Und los geht’s; in Sempach stossen Markus und Balz dazu. Beim Kaffeehalt mit Gâteau à la crème in der Raststätte „La Gruyère“ trifft sich die Gruppe zu Zehnt, gespannt auf unser Abenteuer, mit den Touren um Mont Vélan und Mont Blanc.

Wir kommen auf der Strasse gut voran. Um 12:30 Uhr schultern wir an der aktuellen Neuschneegrenze oberhalb Bourg-St-Pierre (1762müM) die Rucksäcke inkl. Ski und erwandern die ersten Höhenmeter bis zum Einstand der Steinböcke (ca. 1950müM). Inzwischen hat das Wetter weiter eingetrübt, bei leichtem Schneefall geht’s auf Skiern weiter gleichmässig hoch. Kurz vor 17:00 Uhr taucht wie der Bug eines Schiffes die moderne Cabane du Vélan CAS (2642 müM) über uns auf. Von der Hüttenwartin werden wir mit einem freudigen „Bravo“ empfangen und herzlich in der warmen Hütte aufgenommen. Es ist eine Freude, als einzige Gruppe dieses grosszügige, komfortable Haus für zwei Nächte zu bewohnen. Wenn auch WLAN am Vélan fehlt J, jeder geniesst sein eigenes Doppelbett! Die Zeit vergeht im Fluge bei Kaffee und wunderbarem Kuchen, ab 18:30 Uhr Abendessen: hausgemachte Gemüsesuppe, Waadtländerplatte, Dessert und einem Glas Rotwein.

Mi 03. Mai 2017, 05:15 Uhr: Frühstück und um 06:00 Uhr stehen wir auf den Skiern. Bei bestem Wetter und ca. 30 cm Neuschnee, somit idealen Bedingungen, steigen wir über den „Glacier du Tseudet“ zum „Col de la Gouille“ (3150 müM) hoch. Dabei erwartet uns die erste Herausforderung: an Kette und Seil gesichert, in Kletterei mit Steigeisen und aufgeschnallten Skis, überwinden wir den Felsriegel zum Glacier de Valsorey. Dort angekommen, erreicht uns um 10:00 Uhr Nebel und Hunger, wir schalten doch noch eine Verpflegungspause ein! Weiter geht’s durch die mystische Gletscherwelt den steilen Schlusshang hoch zum Gipfel des Mont Vélan! Leider werden wir nicht durch Fernsicht für 6 ½ Stunden Aufstieg belohnt. Haben wir auch wirklich den höchsten Punkt der Gipfelkuppe erreicht? Unsere Führer (und deren GPS) sind sich dessen sicher, trotz dickem Nebel, wir sind am richtigen Ort!
Leider zwingt uns der Nebel zur vorsichtigen Abfahrt im Tiefschnee, immer in der von Markus vorgegebenen Spur. Gekonnt führt er uns auf das schmale Couloir zu, das uns die sichere Abfahrt neben dem Gletscherabbruch ermöglicht. Zum Glück sind wir an dieser Stelle auch raus aus dem Nebel und können die weitere Pulverabfahrt bis zur Talgabelung auf ca. 2450 müM geniessen. Nach einer kurzen Pause ziehen wir die Felle auf und steigen eine weitere Stunde zur Hütte hoch. Ab 15:30 Uhr geniessen wir erneut Kaffee und herrlichen Aprikosenkuchen, ruhen uns von der anspruchsvollen Tour aus, schwatzend, singend und das Abendessen geniessend! Wir werden vom Hüttenwartpaar verwöhnt, ein Digestif krönt die Gastfreundschaft.

Do 04.Mai 2017, 07:15 Uhr: Wir verabschieden uns vom Hüttenwartpaar und fahren bei trübem Wetter die frisch eingeschneiten Hänge runter bis der Schnee mangelt. Die letzten ca. 2 km tragen wir die Skis bis zu den Autos. 09:00 Uhr, Kontaktaufnahme mit den Lieben zuhause, denn endlich haben wir wieder Netzverbindung!
Nun wechseln wir den Ort. Via Martigny mit Kaffeehalt geht es weiter über den Col de la Forclaz, gegen Mittag erreichen wir Chamonix. Wir packen unsere Rucksäcke, verpflegen uns mit einer Pizza und um 13:00 Uhr fahren wir gespannt auf die nun folgende Haupttour, den Mont Blanc, mit der Bahn nach „Plan de l’Aiguille“ hoch (2310 müM). Das Wetter lässt einige Zweifel aufkommen, ob uns der Aufstieg zum Mont Blanc gelingt. Im Nebel und bei Schneetreiben steigen wir zur Refuge des Grands Mulets CAF auf 3051 müM hoch. Die letzten Meter zur Hütte heisst es, an einer Kette und Rohren gesichert die Felsrippe zu ersteigen, um ca. 17:00 Uhr kommen wir gut oben an. Aber welch ein Unterschied zur Cabane du Vélan! Zwar sind nur knapp 50 Tourengänger anwesend, aber der Raum ist beengt, wir müssen umstellen auf normales Hüttenfeeling! Aber wir richten uns gut ein, trocknen die nassen Kleider am Körper. Das Abendessen ist nahrhaft und einfach: Suppe Golderbs, Couscous mit Wurst und Gemüse, Dessert. Die Stimmung etwas gedrückt. Es liegt viel Neuschnee, es kann bis zu 80 cm sein! Reicht die Zeit unter diesen Bedingungen zum Aufstieg und zur sicheren Rückkehr? Darf die Tour gewagt werden? Markus und die Führer der andern Gruppen beraten sich mit dem Hüttenwart. Sie entscheiden in bewussten Schritten den Gipfelanstieg zu wagen. Um 03:00 Uhr ist Frühstück angesetzt. Entscheidungspunkt ist „Petit Plateau“ unterhalb der Sérac-Zone. Allenfalls müssen wir dort umkehren und ins Tal fahren. Wir vertrauen Markus, dass er die richtige Entscheidung treffen werde.
Wir sind schon in den Federn als Markus uns mitteilt, dass eine Gruppe aus Österreich um 03:00 Uhr die Spur legen wird und wir um 04:00 Uhr nachfolgen würden. Um dem Zeitdruck zu entgehen schlägt er vor, bei später Gipfelrückkehr eine 2. Nacht in der Refuge des Grands Mulets zu verbringen. Die Entscheidung, ob der Gipfel angegangen werden könne, zeige sich weiterhin auf „Petit Plateau“, dann bei Tageslicht mit Blick zu den Serac. Wir sind alle froh, die Spannung sinkt durch diesen super Entscheid von Markus auf normale Werte! Wir geniessen ein paar Stunden unruhigen Schlaf – kurz nach 03:00 Uhr regt sich Leben in der Hütte!

Fr 05. Mai 2017, 03:15 Uhr: Unsere Gruppe schält sich aus den Decken, sammelt Hab und Gut, stopft den Rucksack, nun frühstücken wir, nachdem das Gros der andern Gruppen bereits unterwegs zum Gipfel ist. Ein erster Blick auf‘s Wetter beim abenteuerlichen WC-Gang lässt Freude aufkommen, meteorologisch sind die Bedingungen optimal. Sorgen bereitet weiterhin die Unsicherheit bezüglich Schneemenge. Aber bald ist 04:00 Uhr und wir starten! Den Ketten des Hütten-Zustiegs entlang runter zu den Skiern, Felle aufziehen, anseilen und los geht’s im Schein der Stirnlampen. Über uns erkennen wir die Lichterkette der vor uns gestarteten Tourengänger in der noch dunklen, sternenklaren Nacht. Wir kommen gut voran, dank der gut vorgelegten Spur. Kurz nach 05:00 Uhr beginnt es im Osten zu tagen, wunderbar leuchtet der Horizont über den Lichtern von Chamonix, schwarz hebt sich die Silhouette der „Aiguille du Midi“ vor dem morgenblauen Nachthimmel ab – traumhaft, erhebend!
06:15 Uhr: Wir erreichen „Petit Plateau“ und damit den Entscheidungspunkt. Aber schnell wird klar, die gestrigen Bedenken sind verflogen, bereits sind andere Gruppen hoch über uns in der Sérac-Zone, die Verhältnisse sind gut! Die Freude ist uns ins Gesicht geschrieben und bei Markus, Balz und Kurt weicht die Anspannung. Wir verpflegen uns und dann gehen wir los, bewusst schnell um die kritische Zeit in der Gefahrenzone der Sérac kurz zu halten. Trotz allem, diese Eisklötze von der Grösse eines Hauses sind wirklich beeindruckend. Wir sputen uns!
07:30 Uhr: Wir stehen auf „Grand Plateau“, Refuge Vallot ist am Horizont zu erkennen. Über das nun wunderbar offene Gletscherfeld werden wir weitere 1 ¾ Stunden hochsteigen, bis wir die Refuge Vallot auf 4362 müM erreichen. Wir deponieren die Skier und schnallen die Steigeisen an! Auch unsere Rucksäcke können beim Skidepot bleiben, die Führer tragen für uns die Trinkflasche und etwas Verpflegung hoch, danke, dies erleichtert uns die 500 Höhenmeter über den gut begehbaren Gipfelgrat. Bei etwas Wind, grosser Kälte, aber besten Sichtverhältnissen stehen wir nach etwas weniger als acht Stunden Aufstieg alle um 11:50 Uhr auf dem Gipfel. Unsere Freude kennt keine Grenzen – freudig jauchzend, schreiend, tanzend umarmen wir uns. Die ganze Anspannung der letzten Tage bricht aus uns und entlädt sich. Wir danken Markus von Herzen – wir sind oben auf dem Gipfel des Mont Blanc, 4810 müM – dem höchsten Punkt der Alpen. Wir geniessen den Moment, die Gefühle, den Ausblick.
Natürlich formieren wir uns nun zum Gipfelfoto, ein wertvolles Dokument für jeden von uns. Wir alle wissen, diese Tour war für jeden von uns Lohn für die seriöse Vorbereitung während des ganzen Winters.
Kälte und Wind aber dringen durch unsere Kleider, sodass wir nach kurzer Rast zum Abstieg aufbrechen, zurück über den kleinen Schrund zum Refuge Vallot, wo wir uns verpflegen. Markus schlägt uns vor, doch bis Chamonix abzufahren, da wir dank der optimalen Verhältnisse zeitlich im grünen Bereich unterwegs sind. Wir nehmen diesen Vorschlag gerne an – alle freuen sich auf eine Dusche nach vier wasserfreien Tagen!
Nun folgt der berauschende Teil. Mit den Skiern schwingen wir die super Pulverhänge runter, 2000Hm von 4300 müM bis zur Bahn. Um ca. 15:00 Uhr sind wir auf unserer Ausgangshöhe „Grands Mulets“ angekommen, der Entscheid bis Chamonix rauszufahren kann beibehalten werden. Es geht weitere Pulverhänge runter bis wir auf ca. 2400 müM den Gletscher angeseilt verlassen und nach einiger Zeit die Felle aufziehen müssen, um die Hänge zum „Glacier des Pelerin“ zu queren. Eine erneute kurze Abfahrt folgt. Nun müssen wir, die Bahnstation im Blick, nur noch die Moräne übersteigen. Dies führte beinahe zum Verhängnis. Einige Steinbrocken lösen sich, treffen Martin und verletzen Flavio am Finger. Wir haben grosses Glück! Während Markus, Kurt, René und Linard bereits die Moräne überwunden haben, entscheiden wir Restlichen unter Leitung von Balz, die Moräne unten zu umfahren und dann zur Station „Plan de l’Aiguille“ hochzusteigen. Etwas dehydriert und müde erreichen wir um genau 17:00 Uhr die Bahnstation. Die Erstankömmlinge haben beim Kiosk noch einige Getränke beschafft, die bereits vor Erreichen des Magens verdunsten. Ohne weitere Umstände erreichen wir mit der letzten Bahn Chamonix.
Schlussfoto vor der Bahnstation, umpacken und ab geht’s per Auto zum „Hotel de l’Arve“. Doch bevor wir die Zimmer beziehen muss der Durst gelöscht werden! Im Garten am Ufer der Arve geniessen wir den Apéro! „Prooost“ für alle und riesigen, herzlichen Dank an Markus, Kurt und Balz die uns dieses einmalige Erlebnis ermöglicht haben. Danke für die hervorragende Führung auf den Mont Blanc!
Nun endlich kommt die Dusche nach vier Tagen ohne Wasser, das Abendessen, das Abschlussbier … und eine Mütze Schlaf.

Sa 06. Mai 2017, Frühstück um 08:00 Uhr. Das Wetter ist zwar noch schön in Chamonix, aber bereits hat starker Föhn eingesetzt. So sind wir uns alle einig, dass wir uns auf den Heimweg machen. Beim Abschied auf der Raststätte „La Gruyère“ fallen die ersten Regentropfen!
Es war echt eine grosse Herausforderung, wir haben alle das Ziel erreicht, den Mont Blanc erfolgreich bestiegen. Ein super eindrückliches Erlebnis!

Danke Markus für die umsichtige Planung, Organisation und Führung. Wir freuen uns bereits auf die nächste Tourenwoche mit dir und dem ACK im 2018!

Ruedi Hauser

Biketour Bürgenstock (23.04.2017)

Leitung: Peter Kurer (Stv. von Walti Blum)
Teilnehmende: Sonja Durrer, Peter Kurer, Elvira Meier, Dani Meier

Peter führte diese Tour, da Walti sich entschuldigen musste. An diesem Tag starteten wir nur zu viert, bei schönem aber frischem Wetter. In Richtung Stans hatten wir genügend Zeit uns einzurollen. Bei der Forsthütte, am Fusse des Bürgenstock, angekommen, warteten wir auf eventuell spontane weitere Teilnehmer. Als niemand in Sicht war, starteten wir gegen 10:00 Uhr mit dem Aufstieg. Auf gut ausgebauter Forststrasse fuhren wir via Oberstöckmatt und Ältschenried in Richtung Hotel Honegg. Unterwegs verwöhnten uns Sonja und Peter mit einem feinen Apéro. Sowas tut immer gut, wenn die Tour nicht allzu heftig ist. Auf der Villa Honegg (1905) angekommen, genossen wir nebst traumhafter Aussicht einen guten Kaffee und die legendären, hausgemachten Crèmeschnitten auf der Terrasse. Für die Abfahrt in Richtung Ennetbürgen wählten wir die Asphaltstrasse. Einen weiteren Halt machten wir bei Walti Brun im Allmendhuisli, bevor wir zufrieden in Richtung Kriens rollten.
Besten Dank an Peter und Sonja, dass sie die Tour trotz sehr kleiner Truppe durchgeführt haben. Es war schön in eurer Gesellschaft unterwegs zu sein.

Dani Meier

Skitour auf den Chronenstock (2451 m.ü.M.)

Leitung: Kurt Weingand
Teilnehmer: Martin Eberli, Flavio Zihlmann, Cony und Markus Kaufmann, Linard Mischol, Rita und AlainBazelli.

Wir besammelten uns um 07.45 Uhr im Riemenstaldental bei der Bahnstation zum Gitschen. Winterreifen und 4x4 brauchte es bei deutlichen Plustemperaturen an diesem Traumfrühlingstag definitiv nicht mehr. Statt Schnee waren blühende Obstbäume und gelbe Löwenzahnwiesen zu bewundern.

Auf der abenteuerlichen Luftseinbähnlifahrt nach Gitschen (1716m.ü.M.) wurde das ersehnte Weiss unter dem Boden dann nach und nach sichtbar. Ja, unter dem Boden! Denn das „Bähnli“ ist noch ein typisches Schweizerrelikt mit einem durchsichtigen Stahl-Maschengitter als Boden, offener Seite und mit Platz für maximal fünf Personen, wobei die fünfte die paar Minuten zur Alp stehen muss...

Kaum ausgestiegen und beim Ski anziehen in die Traumlandschaft schauend hörte man bereits das erste mal Kurt’s Wort des Tages: „hüere güet!“ (Anm. des Tourenleiters: Worte welche ich nie gebrauchen würde. Alain hat wohl das Echo gehört).

In sehr schnellem Tempo ging’s gegen halb neun an der Lidernenhütte vorbei nach Osten zur langen Passage linksseitig des Chaiserstocks. Das anfänglich coupierte Gelände machte das Finden der Idealspur nicht ganz einfach, sodass wir hierfür wieder ein paarmal erklommene Höhenmeter runter gehen mussten. Die schattige, langgezogene Querpassage im gefrorenen Hartschnee machte das Montieren der Harscheisen unumgänglich. Der teils steil geneigte Hang erforderte erhöhte Konzentration und verursachte da und dort unliebsame Rutscher an einer heikleren Stelle. Flavio sicherte nach unten ab. Danke Flavio! Dann wurde vor uns plötzlich der Blüemberg und rechts von ihm unser Ziel, der Chronenstock sichtbar. Wieder einstimmig zu hören: „hüere güet!“

Nach einer Pause wurde es im Schlussdrittel steil und das Tempo blieb schnell. Der Aufstieg sollte ja einen gewissen Trainingseffekt haben, wussten wir doch, dass es heute nur knapp tausend Höhenmeter zu bewältigen gab und ganze fünf von acht in der Gruppe demnächst den Mont Blanc besteigen wollen. Da ich nicht zu jenen gehöre war ich doch recht zufrieden, nur mit knappem Abstand das Skidepot schnaufend erreicht zu haben. Die letzten ca. hundert Höhenmeter mussten durch ein eher einfaches, aber teils vereistes Couloir erkraxelt werden. Der mitgeführte Pickel und das installierte Seil von Kurt machten dies zum gesicherten, problemlosen Highlight des Aufstieges. Auf dem Gipfel kurz nach elf Uhr angekommen erwartete uns blauer Himmel, absolute Klarsicht und ein Panorama vom Feinsten: „hüere güet“.

Milde Temperaturen und Windstille ermöglichten eine längere Mittagspause, bevor es nach dem Mittag wieder runter ging. Feiner Sulz auf gefrorener Unterlage-das sogenannte „Schümli“- begleitete uns während einer Traumabfahrt („hüere güet!“) zuerst durch offenes, vielseitiges Gelände, dann an den für die Gegend typischen Karstfelsen vorbei, bevor zuerst durch Föhrenwald, dann um die Tannen herum der letzte Schnee bis zum Talbach bei der „Höchi“ auf ca. 1400m gesucht werden musste. Dort mussten die Skis aufgebunden werden und nach einer guten halben Stunde Wanderung hatten wir den Ausgangspunkt erreicht.

Im Beizli auf der Sonnenterasse in Riemstalden liessen wir bei bester Laune den Tag ausklingen. Danke Kurt für die gelungene Tour! Es war „h.....!“

Alain Bazelli