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Berichte

  • 2018
  • 2019

Klettern am Brüggler (10.11.18)



Leitung: Josef Gantner

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Andrea, René, Martin

Eine Klettertour im T-Shirt im November? Im griffigen und kantigen Kalkfels des Brügglers verlustieren sich an schönen Tagen eher zu viele Seilschaften. Am vergangenen 10. November waren wir aber die ersten an der Wand und wurden später bloss durch zwei andere Seilschaften ergänzt. Josef hat für uns den Highway ausgesucht, eine Route im Bereich 5a+, die dem klaren Verlauf der senkrechten Rillen folgt. Ausgeprägten Grätchen, breite Spalten und Bruchstellen bieten Händen und Füssen Halt und Griff. Auch wenn die Abstände der Haken zuweilen recht gross sind, mit Nachtrippeln und Einklemmen der Füsse sowie mit Ächzen und Strecken erreicht man die nächste Sicherungsöse bestimmt. Bis zu genau 50m messen einzelne Abschnitte, so dass die empfohlenen zwölf Expressschlingen in der sechsten und siebten Seillänge restlos gebraucht werden. Nach den Legföhren im obersten Bereich endet die Wand abrupt, und wir können endlich das prächtige Alpenpanorama betrachten. Die Föhnwalze im Süden scheint harmlos, umso mehr als wir kaum ein Lüftchen spüren. Zu einer zweiten Route reicht die Zeit aber nicht mehr, denn schon steigen die Schatten von der Winteregg empor. Bald zeigt sich, dass die sommerlichen Temperaturen da oben nur der wärmenden Sonne geschuldet sind, und wir machen uns durch die farbigen Laubwälder auf den Heimweg. Vielen Dank, Josef, für den prächtigen Ausflug ins herbstliche Glarnerland.

Verfasser: Martin

Biketour zum Arnisee (29.09.18)



Leitung: Dani Meier

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Marco Meier, Beat Erni, Yvonne Mattmann

Es ist noch dunkel als ich mich für den Bikeausflug parat mache. Eine dicke Wolkendecke hängt über Kriens. Doch der Wetterbericht verspricht Sonnenschein beim Arnisee.

Zu zweit fahren wir von Kriens los. Weitere zwei Biker treffen wir in Erstfeld, wo wir unsere Autos stehen lassen können. Wir rollen ein paar Kilometer gemütlich ein, dann geht es bereits zum ersten Mal beim Wasserkraftwerk Amsteg steil hinauf. Wir sind noch frisch und so schaffen wir diesen etwas längeren Anstieg ohne Probleme. Rauf und runter auf der Nebenstrasse ohne Verkehr, dann kurz vor Gurtnellen ein paar Meter auf der Hauptstrasse und schon gibt’s den ersten Kaffeehalt. Ich bin froh, denn ich bin schon etwas am Frösteln. Die warmen Getränke tun gut und die bereits verschwitzen Leibchen können in der warmen Stube trocknen.

Wer mich kennt, weiss dass ich lieber bergab als bergauf fahre und so wähle ich jede Variante um Höhenmeter zu sparen. Das heisst in diesem Fall, ich donnere lieber eine Unterführungstreppe hinunter als dass ich den Weg rundherum fahre. Rantamtam und mit einem Jauchzer bin ich unten, die Jungs tun es mir gleich. Ein kurzer Spass, denn ab dann gehts nur noch aufwärts. Zum Glück auf einer Teerstarsse. Die Qualen sind erträglich, dennoch denke ich viel an mein eMTB, das zu Hause steht. Mit ein paar Päuschen erlangen wir den höchsten Punkt und der ist just an der Sonne. Ein herrlicher Blick eröffnet sich uns auf die umliegenden Berge. Ein Schwatz mit einem Älpler der Enziankraut auf dem Rücken trät, ein Halt am idyllischen Arnisee wo wir ein Gruppenfoto schiessen lassen und schon sind wir beim Beizli. Die Sonne lacht und wärmt uns. Die Temperaturen laden zum ausgiebigen Zmittg draussen ein. Es gibt keinen Grund zum Hetzen, also nehmen wir noch ein Kafi und sprechen über dies und das, selbst einen iPhone-Crashkurs gibt’s noch bevor wir uns auf die Abfahrt machen.

Dani hatte uns nicht zu viel versprochen. Eine ruppige Abfahrt in angenehmem Gefälle erwartet uns. Vor den Wasserläufen muss man sich etwas in Acht nehmen, die sind für heimtückische Snikebites bekannt. Immer mal wieder halten wir an um unsere Hände und Unterarme auszuschütteln, Fotos zu schiessen und Fahrtipps zu geben. Irgendwann, doch viel zu früh, sind wir dann auch schon wieder unten. Ein gemütliches Ausrollen zu den Autos und schon ist der wunderschöne Ausflug zu Ende.
Vielen Dank Dani für die tolle Organisation. Es hat Spass gemacht.

Yvonne Mattmann

Klettertour Rosenlauistock (23.09.18)



Leitung: Flavio Zihlmann

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Kurt Weingand, Myrielle Weingand, Bernadett Lustenberger, Yvonne Mattmann, Sepp Elmiger, Fabienne Baume, Roman Lenz, Martin Eberli

Klettern im Spätsommer:
Zu vernünftiger Zeit aus dem Haus und bei kühlen Temperaturen losmarschieren: So begann für uns neun Alpenclubler die Klettertour von der Rosenlaui aus. Die Ausrüstung war leicht und trotzdem forderte der steile Bergweg bis fast zur Engelhornhütte einige Schweisstropfen. Oben zeigte sich wieder einmal, dass ein Topo zwar hilfreich ist, dass der Einstieg aber schliesslich dank genauer Beobachtung der vorgesehenen Route und mit viel Gespür gefunden werden muss.

Erstaunlicherweise blieben wir trotz der idealen Bedingungen an diesem Sonntag die einzigen auf dieser Route. Und sie bot alles, was der Kalk verspricht: körnige Zacken und weiche Grasbänder, aber auch speckige Rinnen und ausgewaschene Stufen. Flavio kletterte voraus und legte für die Nachsteigenden ein paar Schlingen, damit sich alle durch das erste Kamin hinauf wuchten konnten. Aus dem gegenüberliegenden Rosenlauigletscher donnerten immer wieder mächtige Schnee- und Eislawinen auf die Gletscherzunge. Dort zeigte sich eine übermächtige Natur, die wir anderseits mit bescheidenen technischen Mitteln und kameradschaftlicher Hilfe zu bezwingen suchten.

Auf den Standplätzen wurde es für eine so grosse Gruppe mit zehn Leuten zuweilen etwas eng, aber gegen oben ging es zügiger. Erst auf dem Gipfel konnten wir uns hinsetzen, etwas trinken und dankbar das Panorama bewundern. Aber schon schickte das für den Abend angekündigte Sturmtief grosse Wolkenfelder als Vorboten voraus. So blieben sogar die Edelweiss von einigen unbeachtet, weil sie sich bereits zum Abstieg abgeseilt hatten. Doch glücklicherweise hielt das Wetter, und wir erreichten unsere Fahrzeuge im Moment, als die ersten Tropfen fielen. Danke, Flavio, für die Organisation und die unfallfreie Durchführung dieser klassischen Tour.

Martin Eberli

Alpinwanderung Vorder Glärnisch (21.09.18)



Leitung: Peter Kurer

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Vige, Turté, Sonja

Aufgrund der Verhältnisse hat Peter die Tour kurzfristig auf den Freitag vorverlegt. Um 06.00 Uhr, es ist noch immer dunkel, das Wetter jedoch vielsprechend, starten wir zu viert mit einem Auto Richtung Glarus. Ab Hinter Saggenberg um 07.45 Uhr beginnen wir unsere Wanderung bei wolkenlosem Himmel. Der Weg führt nach kurzer Strecke schon stark ansteigend, teils bewaldet, einem Bach entlang, nach oben. Auch ohne Regen ist dieser Teil feucht und rutschig. Wir überwinden zahlreiche Felsstufen. Davon sind einige sehr ausgesetzte oder schrofige Passagen mit Ketten gesichert. Unsere Route führt an der Drachenhöhle vorbei und wir waren so leise und schnell, dass wir den Drachen nicht zu Gesicht bekommen haben. Wir sind sehr dankbar, dass dieser Teil des Aufstiegs im Schatten liegt, der Schweiss läuft uns auch so in Strömen aus den Poren. Nachdem wir die ausgesetzten Stellen und die Kraxeleien überwunden haben, zeigt sich uns das ereste Mal nach ungefähr 1000 hm der Gipfel. Auch der letzte Abschnitt ist und bleibt sehr steil und wir kommen gut vorwärts und erreichen den Gipfel nach 3.5 Std. bei prächtigstem Wetter. Das Gipfelpanorama ist sensationell und sehr eindrucksvoll, das Vrenelisgärtli ist zum greifen nahe und auch sonst gibt es unzählige Gipfel, welche wir benennen und bestaunen können. Es ist absolut lohnend, einen Schönwettertag auszusuchen und die Entscheidung von Peter war absolut richtig.

Nach einer ausgiebigen Mittagsrast und dem obligaten Röteli heisst es Abschied nehmen von dem Prachtspanorama. Unser Abstieg führt uns auf der selben Route bis nach Gleiter. Am Morgen waren hier noch Schafe, welche nun verschwunden sind. Von hier führt ein spektakulärer Weg zur Alp Mittelstafel. Dieser ist zwar schön breit, aber auf der rechten Seite stürzt die Wand senkrecht ab. Es geht nun leicht aufwärts und wir sind dankbar, dass sich unsere Beine etwas erholen können. Vor der Abschrankung haben sich alle Schafe versammelt, welche uns nun Platz machen, sodass wir unseren Weg fortsetzen können. Danach haben wir einen sensationellen Blick auf den Klöntalersee, welcher sich in einer besonders schönen blau-türkis Farbe präsentiert. Der Abstieg ist nicht mehr so steil, wir sind jedoch froh, dass wir beim Auto unsere Schuhe mit den Sandalen tauschen können.

Wir beenden unsere Tour in der Gartenwirtschaft Schwamm, oberhalb des Klöntalersees, bei einem kühlen Trunk.

Herzlichen Dank an Peter für diese anforderungsreiche, herrliche Tour.

Verfasser: Sonja

Seniorenwanderung Fuchserenmoos (12.09.18)

Leitung: Lys Blum

Teilnehmende: Walti Blum, Jutta u. Walti Egli, Agnes Fenk, Ruth u. Ruedi Fellmann, Ruth u. Hans Kunz, Markus Lütolf, Helene Meier, Silvia Melloh, Ruth u. Hans Mühlebach, Sepp Planzer, Claire Omlin

Das Gemütlichste am Anfang: Walti Blum erwartete uns an einem wunderschönen Picknick-Platz beim «Biosphären-Reservat Fuchserenmoos». Das Feuer zum Grillieren war schon vorbereitet und die Tische und Bänke unter grossen schattenspendenden Bäumen erwarteten uns zum gemütlichen Essen und Trinken. Zuerst überraschten uns Ruth und Hans Kunz mit einem Spezialkuchen mit Aprikosen zum Apéro. Den Weisswein dazu zauberte Helene Meier aus ihrem Rucksack. Was kam da zum z’Mittag nicht alles «Feine» zum Vorschein. Innert kürzester Zeit waren die Tische bedeckt wie im Schlaraffenland. Kreuz und quer konnten die verschiedensten Köstlichkeiten probiert werden und die Würste vom Grill schmeckten in der tollen Natur in so toller Gesellschaft natürlich besonders gut. Nach dem Essen führte uns Lys zum wunderschönen Biotop. Einfach genial, Natur pur!! Zurück zum Picknick-Platz wurden wir mit Kaffee und feinem Kuchen von Lys und Helene verwöhnt. Dass wir zum gemütlichen Beisammensein auch noch mit musikalischen «Schwyzerörgeli-Klängen» von Walti und Sepp verwöhnt wurden, war noch das «Tüpfchen auf dem i» von diesem lustigen, gemütlichen und feinen Picknick.

Nach dem Mittag wanderten wir nochmals 45 Minuten zu unseren Autos beim Parkplatz Mättelimoos. Da wir diesen wunderschönen Wandertag nicht einfach hier so beenden wollten, trafen wir uns auf der Heimfahrt noch im Restaurant zu einem Abschlussbier oder Most. Ein herzliches merci velmol an Lys für die tolle Organisation der Wanderung und an Walti für die Bereitstellung vom Picknick-Platz.

Damit wir das alles geniessen konnten, trafen wir uns um 8.45 Uhr bei Andritz Hydro in Kriens. Alle 16 Teilnehmenden waren sehr pünktlich und so konnten wir wie geplant um 9 Uhr abfahren. Bei schönstem Wetter und sehr warmen Temperaturen fuhren wir bis zum Parkplatz Mättelimoos vor dem Dorf Finsterwald. Unsere Wanderung führte uns dem Moor Pfad entlang. Nach ca. 1 Stunde erreichten wir den Aussichtspunkt «Alpiliegg» vis-a-vis vom «Schimbrig» wo wir eine kurze Pause einlegten. Nach ca. 2 weiteren Stunden erreichten wir unser Tagesziel, das «Biosphären-Reservat Fuchserenmoos», wo uns Walti Blum bereits erwartete…

Ruth Fellmann

Bergwanderung Bannalp - Rotgrätli- Ristis (8.9.18)

Leitung: Lys Blum

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Elvira Meier, Dani Meier, Vige Kaufmann, Gerid Vetter, Claire Ulmi, Markus Lütholf, Hans Kunz, Ernst Tierstein, Jörg Frei, Caroline Laurent, Susi Huber, Anette Schwauzker, Michael Morger

Am frühenSamstagmorgen um 07.00 Uhr versammelten sich 14 Teilnehmende für die oben genannte Tour. Es herrschte bereits reger Betrieb im Bahnhof. So begaben wir uns möglichst schnell in den Zug der Zentralbahn, damit wir allenoch einen Sitzplatz ergattern konnten. Punkt 07.10 Uhr fuhr der Zug Richtung Wolfenschiessen ab. Die Stimmung war locker und gemütlich. Das sonnige und milde Wetter trug natürlich viel dazu bei. Wir erwarteten gemässWetterbericht viele Wolken, zumindest noch am Morgen. Stattdessen herrschte bei einem praktisch wolkenlosen Himmel bereits strahlender Sonnenschein. Vorbei an den Gestaden des Vierwaldstättersees ruckelte das Zentralbahn-Zügli nach Wolfenschiessen. Dort angekommen, stiegen wir in das fast schon vollgefüllte Postauto, welches uns auf einer steilen und kurvenreichen Strasse nach Oberrickenbach brachte. Vor dort gings mit der Luftseilbahn in luftiger Höhe steil hinauf auf die Bannalp. Kaum dort angekommen, bestaunten wir bereits die wunderbare Bergwelt und den knallblauen Himmel.

Unter kundiger Leitung von Lys Blum machten wir uns auf den Weg zum Bannalper Schoneggli. Die Sonne stand anfangs noch sehr tief und blendete uns enorm. Viele sehnten sich nach einem Kaffee. Doch wir liessen die Beiz rechts unten liegen und stiegen zügig bergan. Je mehr wir an Höhe gewannen, umso schöner wurde dieAussicht. Bald schon konnten wir in der Tiefe den smaragdgrünblauen Bannalpsee erblicken.
Nach etwa anderthalb Stunden erreichten wir das BannalperSchoneggli. Dort oben öffnete sich der Blick Richtung Osten zu den Schwyzer, Urner und Glarner Alpen. Manchmal waren wir uns in der Bezeichnung der diversen Gipfel nicht ganz einig. Aber dies spielte ja keine Rolle. Nach einem Znünihalt waren wir wieder frisch gestärkt, und wir wanderten zügig weiter Richtung Rot Grätli. Wir gelangten in sehr schöne Karstfelsen, und sogarein Schneefeld mussten wir traversieren. Wir stiegen über die Engelberger Egg weiter an, bogen dort umdie Ecke und erblickten bald den Schöntaler Firn, welcher leider wie viele andere Gletscher stark abgeschmolzen ist. Nun ging's um den Bergpreis. Wir hatten einige steile Platten zu überwinden, welche zum Teil mit Seilen gesichert waren. Jeder von uns verfügte über genügend Kondition, um den recht steilen Anstieg problemlos zu schaffen.

Punkt 12.00 Uhr erreichten wir den Passübergang. Die Aussicht in Richtung Engelberg und zu den Berner Alpen war überwältigend. Links erblickten wir den Griessenfirn, dann weiter rechts den Titlis und weiter in der Ferne Wetterhorn, Wellhorn, Rosenhorn, Schreckhorn und das Finsteraarhorn. Hier oben nahmen wir das Mittagessen aus dem Rucksach ein und schossen ein paar Erinnerungsfotos.

Nach etwa 45 Minuten Aufenthalt nahmen wir den Abstieg Richtung Rugghubelhütte unter die Füsse. Die Rugghubelhütte sahen wir bereits auf der Passhöhe, und wir wussten natürlich alle, dass dort Bier und Kaffe sowie andere Getränke auf uns warteten. Der Abstieg verlief schön sachte zwischen Karstfelsen und saftigen Matten. Auf diesen Matten tummelten sich viele Murmeltiere, welche uns gegenüber keinerlei Angst oder Respekt zeigten. So konnten wir sie gut beobachten. Bald schon erreichten wir die SAC-Rugghubelhütte. Trotz vieler Wandergäste fanden alle Teilnehmenden problemlos an einem grossen Tisch Platz. Wir genossen Bier, Kaffee, Most und einen herrlichen Kuchen, den Lys extra für uns bis zur Hütte "buggelte".
Von der Hütte stiegen wir über herrliche Matten, auf welchen die Kühe weideten, sachte auf eine Alp ab, überquerten dort einen gurgelnden Bach und wanderten dann der Bergflanke entlang Richtung Ristis. In der Tiefe erblickten wir Engelberg mit dem End derWelt. Auf der gegenüberliegenden Talseite die Gerschnialp, Trüebsee, Graustock sowie die Bergkette vom Titlis über Reissend Nollen,Wendenstöcke bis zum Mähren.

Etwa um 16.30 Uhr erreichten wir Ristis. Wir genehmigten uns dort noch einen kleinen Trunk, bevor wir mit der Luftseilbahn nach Engelberg hinunter schwebten. Dort bestiegen wir müde aber glücklich die Zentralbahn zurück nach Luzern.
Es war eine herrliche, anforderungs- und abwechslungsreiche Tour, welche von Lys Blum mustergültig organisiert wurde. Dafür danke ich ihr im Namen aller Teilnehmenden nochmals herzlich.

Jörg Frei

Turnerinnen-Reisli (Flims) (31.08.-02.09.18)

Leitung: Elvira

Teilnehmerinnen: Kathy, Esthi, Susi, Vreni, Angela,Daniela, Yvonne, Liliane, Vreni

Entgegen unseren Wünschen trafen wir uns bei regnerischem Wetter und trauriger Wettervorhersage am Freitag Morgen am Bahnhof Luzern zum traditionellen Turnerinnen-Reisli. Mit Ziel „Flims“ setzten wir uns in den Zug und reisten ab in Richtung Chur. Dort angekommen beim Warten auf das Postauto, wunderten sich einige Reisende über die fröhlich lachende Frauenschar! Wir hatten eben festgestellt, dass eine Turnerin am Morgen vor lauter Vorfreude und Nervosität zwei verschiedene Schuhe angezogen hatte!

In Flims angekommen, bezogen wir die Zimmer und machten uns sofort auf den Weg zum Caumasee. Dort gastierte die Transalp Waterline Tour. Die weltbesten Slackline-Stars balancierten auf den schmalen Slacklines kreuz und quer über den wunderschönen See und plumpsten hin und wieder ins Wasser. Gemütlich auf der Terrasse sitzend, konnten wir das Ganze im Trockenen und bei einer Tasse Kaffee beobachten!

Am Samstag lies der Regen leicht nach. Nach dem ausgiebigen Frühstück marschierten wir los zur Aussichtsplattform Il Spir! Aber, wo war der Rhein? Eine Nebelbank verhinderte den Einblick in die imposante Schlucht. Zum Glück war auf einer Infotafel ein Bild bei Sonnenschein zu sehen! Wir wanderten weiter durch den abwechslungsreichen Flimserwald zum Crestasee. Dank Nieselregen und kleinen Nebelschwaden konnten wir ein paar mystische Erinnerungsfotos knipsen! Danach genossen wir einen Apero auf der Terrasse vom Hotel Gasthaus Crestasee. Dazu hörten wir den passenden Song „Bündnerflaisch am Crestasee“. Welch ein Feeling! Nochmals herzlichen Dank den Spenderinnen!
Leicht frierend brachen wir auf, Richtung Hotel, wo wir es uns im Wellnessbereich gemütlich machten, uns ein wunderbares Nachtessen genehmigten und den Abend genossen! Wie heisst es so schön? Man muss aus jeder Situation das Beste herausholen!

Am Sonntag hiess es schon bald: „Koffern packen“. Eine kurzweilige Bahnreise über den Oberalp-Pass stand bevor. Zuerst aber noch eine rasante Postautofahrt bis Ilanz. Das Wetter zeigte sich auf einmal versöhnlich und so konnten wir die schöne Gegend geniessen. Gegen Abend erreichten wir unseren Ausgangspunkt ohne Sonnenbrand, Blasen an den Füssen und Erschöpfungserscheinungen! Was will man mehr!

Liebe Elvira, herzlichen Dank für die Organisation! Wir haben unser Reisli auch unter den gegebenen Umständen sehr genossen!

Susi

Bergwanderung Habkern - Niederhorn (18.08.18)

Teilnehmende: Lys Blum, Ruth Stierli, Vige Kaufmann, Adolf Lipp und die Schreibende

Natürlich wünschen wir uns für unsere Wanderung schönes Wetter. Auf dieser Tour allerdings ist die Sache etwas komplizierter: Denn: Was heisst schönes Wetter? Und ist schönes Wetter auch gutes Wetter? Nein, es geht mir nicht um den Spruch mit den richtigen Kleidern. Es geht mir vielmehr um Felle, Hörner und Hufe.

Es ist so: Auf der Bergkette zwischen Gemmenalphorn und Niederhorn lebt eine Steinbock-Kolonie. Da sich diese Tiere über die vielen Jahre recht gut an Wanderer gewöhnt haben, kennen sie keine grosse Scheu. Bei trüberem Wetter, wenn wenig Wanderer unterwegs sind, bleiben sie eher oben auf dem Grat, in Sichtweite. Davon profitierten wir heute, denn Sonne, Wolken und Nebel auf der Justistaler Seite wechselten sich ab.

Man kanns kaum glauben, aber auch in der Schweiz kann man auf Safari gehen. So geschehen auf unserer Tour. Steinböcke mit ihren Jungen in Schlafstellung, das war schon was Besonderes.

Nun zurück zum Anfang:

Unsere kleine, gut gelaunte «Truppe» fährt gemeinsam nach Interlaken. Da wir genügend Zeit hatten, führte Adolf die Teilnehmenden nach Habkern, wo diese sich für den Aufstieg stärken konnten – sogenannte Anschubhilfe!¨ und parkierte dann das Auto im Tal in der Nähe der Postautohaltestelle.

Alle wieder versammelt, nahmen wir die ersten Höhenmeter in Angriff. Steil aufwärts führte der Weg zuerst über saftige Wiesen, Weiden und bewaldete Abschnitte bis zur Alp Bäreney.

Ab hier ist die Route sehr abwechslungsreich und nicht mehr steil. Der Weg schlängelt sich durch feuchte Moorflächen, eindrucksvolle Karstlandschaft und einzeln stehende Föhren und Fichten. Zuletzt windet sich der Weg via luftigem Gipfelaufbau zum Gemmenalphorn. Nach dem schweisstreibenden Aufstieg gibt’s hier den wohlverdienten Gipfeltrunk und etwas Feines aus dem Rucksack. Bald geht’s weiter via Burgfeldstand bis zum Niederhorn. Der Weg folgt nun immer der Grathöhe bis zur Bergstation Niederhorn. Die Aus- und vor allem Tiefblicke ins idyllische Justistal, der Karstlandschaft des Hogant und Sieben-Hengste und zum Jungfrau Massiv bleiben unvergesslich.
Gestärkt durch Bier und Kaffee nahmen wir die Gondelbahn nach Beatenberg. Das Postauto führte uns direkt zum Parkplatz Birmse, wo unser Auto auf uns wartete. Diesen speziellen Namen wollen wir euch nicht vorenthalten, sorgte doch dieser für viel Gelächter. Die falsche Aussprache meinerseits machte aus Birmse – Birmsee, was den Postautofahrer ein Schmunzeln auslöste. Er klärte uns dann sogleich auf, wie wir diesen Namen auszusprechen hatten. Ihr seht: Manchmal ist einem die eigene Sprache fremd!!

Danke für die charmante Begleitung toller «Alpenclubkamerädli»

Caroline Laurent

Bergwanderung Brisen 2403 m (11.08.18)

Leitung: Vige Kaufmann
Teilnehmer: Jörg, Ruth, Yan, Silvia, Godi, Annelies, Elvira, Dani, Alain

Treffpunkt war um halb acht bei Andritz Hydro in Kriens, von wo aus wir mit zwei Autos nach Dallenwil fuhren. Mit dem ersten von drei Bähnli an diesem Tag ging’s nach Niederrickenbach 1162m. Meteo hatte einen schönen, sonnigen Tag vorausgesagt. Nach den langen Hitzetagen und der lang ersehnten vorgestrigen Kaltfront war es aber wesentlich kühler als erwartet. Auch war die Brisenkette auf dem nur leicht ansteigenden Marsch zum Alpboden unsichtbar in Wolken verhangen.

Der Sessellift brachte uns alsbald auf den Haldigrat 2091m., wo wir bereits unser erstes Kafi mit Nussgipfel nahmen und untereinander bei lockerer, gemütlicher Atmosphäre viel zu berichten hatten. Der erhoffte Aufriss der Wolkendecke blieb aus und so machten wir uns bei leicht nebligen Verhältnissen in gemütlichem Tempo auf zum Brisen über einen wunderschönen, einfach zu begehenden Grat. Nach einer guten Stunde erreichten wir den Brisen, den viel gelobten Aussichtsberg 2043m. Das Erklären des traumhaften Panoramas durch unseren sehr fachkundigen, erfahrenen Führer Vige blieb aus, denn ausser zum gegenüber liegenden Hoh Brisen und zum Chaiserstuhl nach Süden sah man durch die Nebelschwaden nicht viel, bis es dann minutenweise mal wieder kurz aufriss; trotzdem eine tolle Stimmung!
Das Wetter blieb dann auf der verbleibenden Kammwanderung unverändert so; zuoberst Nebel, etwas tiefer dann sichtig. Nach dem Mittagsrast auf dem Brisen ging’s Richtung Nordosten zum Steinalper Jochli, wo dann ein teils leicht ausgesetzter, mit Seilen gesicherter Abschnitt zum Glattigrat folgte, der dem einen oder anderen ein mulmiges Schwindel Gefühl auslöste.... an dieser Stelle ging auch Elvira’s Wanderstock „s’Loch ab“....tschüüsss!

Im leichten auf und ab erreichten wir dann über eine alpige Grasnarbe den Risetenstock (2289m.), erneut im Nebel, und machten dort einen kurzen Halt. Über’s Hinter Jochli und Chälen stiegen wir ab zum Alpbeizli bei Ober-Biel und genossen des Älpler’s vorzüglichen „suure Moscht“ zu Suppe mit Wurst. Dann die kurze Traverse zur Bärenfalle 1579m., dann der letzte einfache Aufstieg zur Musenalp 1755m. Endlich schien die Sonne und beleuchtete die nun etwas andersartig gewordene, wunderschöne Karstlandschaft. Was für ein Wow!!!-Erlebnis, als das Bähnli über den Randmasten nach der Felskante schwebend wie im freien Fall über den sich öffnenden Abgrund zu fliegen schien! Vor dem Abschied in Dallenwil nach 16 Uhr dankte Vige für das zahlreiche Erscheinen und den guten „Spirit“ in der Gruppe. Wir haben zu danken, Vige!
(Gedankt sei an dieser Stelle prinzipiell allen, die sich als Tourenleiter zur Verfügung stellen, Verantwortung übernehmen, sich aus Idealismus vorbereiten und engagieren aber nie wissen, wie viele sich dann effektiv anmelden, oder eben nicht...)

Alain Bazelli

Hochtour Hangendgletscherhorn (11./12.08.2018)

Leitung: Roger Fischer
Teilnehmende: Kurt Weingand, Hill Zemp, Rita Bazelli, Simon Briker, Elena Kaufmann, Markus Kaufmann, Cony Kaufmann

Am Samstagmorgen trafen wir uns bei herrlichem Sonnenschein in Meiringen. Die Auswärtigen schafften es pünktlich im Restaurant Bahnhof einzutreffen.

Die Fahrt hinauf zum Urbachtal war noch sehr entspannend. Dann hiess es Wanderschuhe schnüren und Rucksack an den Rücken schnallen. Nun ging es 3,5 Stunden stetig aufwärts zur Gaulihütte auf 2205 m ü. M. Nach einer kleinen Stärkung ging es noch hoch zum Gauligletscher wo das Flugzeugwrack der Dakota zu sehen war. Das amerikanische Flugzeug stürzte 1946 zu oberst am Gletscher ab. Alle 12 Insassen überlebten diesen Absturz dank Pionierarbeit der neu definierten Bergrettung. Die schweizerische Flugrettung wurde geboren. Nach über 70 Jahren kann man nun die Wrackteile sehr gut sehen und es riecht immer noch nach Öl.

Am nächsten Morgen starteten wir die Tour über Geröll und kleine Schneefelder um 04:45 Uhr bis zum Chammligrat-Einstieg auf 2700 m ü.M. Nun hiess es Klettergurt anschnallen und Seil anbinden. Die fünfstündige Kletterei konnte losgehen. Ein schöner Grat mit kniffligen Stellen, zum Teil auch überhängend, war zu bewältigen. Die abwechslungsreiche Route steigerte die gute Laune noch zusätzlich. Trotz top Wetter waren die meisten froh über Langarmpullover, weil eine leichte Biese über den Grat zog.

Oben auf dem Hangendgletscherhorn auf 3291m ü.M. angekommen, wurden wir mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Nach einer kleinen Pause und Fotosession ging es schon bald wieder retour zur Gaulihütte. Den besten Weg über den Hangendgletscher mussten wir noch suchen, aber mit Pickel und Steigeisen war es gut zu meistern.

Zurück bei der Gaulihütte stärkten wir uns noch vor dem langen Abstieg. Roger, unser Tourenleiter, entlastete uns, indem er unsere Seile mit dem Gleitschirm herunterflog.

Besten Dank Roger für diese tolle Tour im Namen der ganzen Gruppe.
Simon Briker

Klettertour Bergeeschijen Südgrat (08.07.18)

Leitung: Dölf Käppeli

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Annemarie Degen, Martin Eberli, Josef Gantner, Markus Kaufmann, Bernadett Lustenberger, Tatjana Scherer, Flavio Zihlmann

Am frühen Morgen eines herrlichen Sommertages fuhren wir in zwei Fahrzeugen zum Fuss der Staumauer auf die Göscherneralp und stiegen 1 1/2 Stunden direkt zum Sporn des Südgrats auf 2500m hoch. Drei Seilschaften wählten die Normalroute (4c) und eine Seilschaft zog es zu Tonis Lust, bewertet mit 5c.

Den Bergseeschijen zeichnet fein geschliffener Urner Granit aus. Es war dann auch weniger die Steilheit, viel mehr der teilweise wirklich glatte Fels, der uns herausforderte. Griffe, Trittchen und Noppen mussten gesucht und die spärlich gesetzten Haken gefunden werden. Handkehrum präsentierten sich riesige Schuppen als ideale Griffe. Die zwei letzten Seillängen vor dem Gipfel forderten Josef Gantner erst dann heraus, als er die groben Schuhe montiert hatte: So musste man früher klettern, heisst das bei ihm. Trotz strahlender Sonne waren die meisten froh über lange Ärmel, weil eine frische Bise unangenehm um die Kanten strich. Glücklicherweise befanden sich nur wenige Seilschaften am Berg, so dass wir zügig vorwärtskamen.

Die Aussicht vom Gipfel hoch über dem Bergsee und dem Stausee Göscheneralp auf die Dammagruppe war ungetrübt. Wird man sich bewusst, dass erst seit 1955 der Göscheneralpsee die ehemalige Alp, ein halbes Dutzend Wohn- und Wirtschaftsgebäude sowie die Kapelle überdeckt, überkommt einen ein leichter Schauder. Zwischen 1920 und 1965 wurden mehrere solche inneralpine Talperren zur Energieproduktion im Namen des Fortschritts gebaut. Und natürlich fragt man sich, ob ein derartiges Projekt heute überhaupt Chancen hätte, realisiert zu werden.
Der Abstieg durch die herrliche Alpenflora auf gesicherten, aber rutschigen Pfaden sowie das Gehen und Springen über die unregelmässigen Blöcke erforderte nochmals volle Konzentration. Endlich konnten wir unseren Durst im Bergrestaurant Gwüest stillen. Dem Tourleiter Dölf gebührt unser herzlicher Dank für die umsichtige Führung der Gruppe.

Verfasser: Martin Eberli

Biketour Oberkirch (07.07.18)

Leitung: Beat Erni

Teilnehmer/innen: Marco Erni, Heinz Erni, Michelle Bucher, Ruedi Fallegger, Claudia Jost

Zu sechst fuhren wir los über den Golfplatz Oberkich Richtung St. Erhard, Wauwilerberg, Egolzwil, Santeberg bis Dagmersellen.

Nach 2 Tagen Regenwetter waren noch viel Nebelschwaden vorhanden. Der Wechsel von Sonne und Wolken machte das Bikeerlebnis noch angenehmer.

Dann weiter hoch und hinab über hügelige Landschaften hauptsächlich auf Nebenwegen bis nach Gettnau und Alberwil. Auf einem Grillplatz assen wir unser Mittagessen, bei der Burgrain Agrovision kehrten wir zu einem Kaffee ein.

Die Tour begeisterte uns alle, da sie äusserst abwechslungreich war und wunderbare Singletrails enthielt. An einigen Stellen mussten sogar die ganz Mutigen ihr Bike den Berg hinunter stossen, da die Wege und Wurzeln noch nass waren.

Marco fuhr mit seinem GPS voran, führte uns immer wieder durch kleine Waldwege und Strässchen. Beat fuhr souverän am Schluss der Gruppe, damit niemand bei den vielen Abzweigungen verloren ging.

Weiter ging es nach der grossen Pause Richtung Willisau, Wellbrig, Ettiswil, Hinderberg zurück nach Oberkirch. Im Restaurant Oase beim Golfplatz tranken wir gemütlich Bier und Golfer- Limo. Die Sonne zeigte sich mit ganzer Kraft und wir waren dankbar und froh im Schatten sitzen zu dürfen.

Vielen Dank an Marco und Beat für die sehr schöne und toll geführte Tour.

Claudia Jost

Kulturwanderung: Herdenhunde (01.07.18)

Von der Sensibilisierung zur Desensibilisierung – und was Herdenschutzhunde damit zu tun haben

Leitung: Martin Eberli

Teilnehmende: Dölf und Ursi Käppeli mit Hund Lio (4.5 Jahre alt, Labrador, 32 Kg), Annalies und Godi Ottiger, Tatjana Scherrer, Gerid Vetter

Gastgeber: Bauer Werner Wicki mit seinen drei Hunden Dora, Joy und Skip (zwischen 5-12 Jahre alt, je ca. 62 Kg, Rasse Maremmano Abruzzese sowie Montagne des Pyrénées)

Zum Teil mit dem ÖV, zum Teil per Auto angereist, treffen wir uns alle bei der Hirsegg Postauto-Haltestellte kurz vor Sörenberg. Es ist ein wunderschöner Tag und wir alle sind gespannt, was uns bei Bauer Werner Wicki oben auf der Alp Gummen erwarten wird. Dölf und Ursi bringen ihren Hund Lio mit – ein sympathischer Labrador. Trotzdem denk ich als erstes – uh jetzt auch noch ein Hund mit dabei, wenn wir den Herdenschutzhunden begegnen – das macht mich doch etwas nervös. Dölf hat vorab mit dem Bauer telefoniert – alles kein Problem, solang der Hund and der Leine bleibt hat es geheissen. Nun – ich hoffe, dass dem so sein wird…. Ich bin noch etwas skeptisch.

Wir wandern in der Vormittagshitze über Cheiserschwand-Bodenhütten-Dürrütlio hinauf zur Alp Gummen, wo Werner Wicki bereits mit Kafi und Guetzli auf uns wartet. Werner erzählt wie er zum bauern kam – denn eigentlich arbeitet er bei einer Versicherung und dass es punkto Wölfen, Herdenschutz und den Schutzhunden viele, z.T. vorgefasste und regionentypische Meinungen gibt. Und er hält Schafe weil er diese Viecher einfach gerne hat. Er und andere Bauern generieren damit aber inzwischen auch einen guten Verdienst da Lammfleisch seit einiger Zeit eine grosse Nachfrage erlebt (für Interessierte siehe: www.zentralschweizerlamm.ch). Und für diese Schafe hat Werner seit Anbeginn auf die Herdenschutzhunde gesetzt.

Diese Schafe wollen wir nun besuchen gehen – doch erst müssen wir sie finden. Es zeigt sich, dass diese keck und schlau unter dem Weidezaun auf der Alp Gummen durchgeschlüpft sind, da es ihnen hier einfach zu heiss wurde (es ist tatsächlich brütend heiss obwohl wir doch schon auf fast 1500 oben sind). So sind sie nun ganz oben auf etwa 1900m Auf dem Weg dahin erfährt Lio einen Stromstoss beim Queren eines Weidezaunes und wird von einem der beiden Esel attackiert, die ebenfalls Werner gehören – das schüchtert Lio ziemlich ein – ihm ist nicht mehr so wohl. Ursi beschliesst deshalb – und aufgrund des steilen Anstieges, den wir nun noch in Angriff nehmen müssen, damit wir die Schafe – und die Hunde! – finden, umzudrehen. Esel würden sich gemäss Werner ebenfalls sehr gut als Herdenschutz eigenen, da sie (tatsächlich!) auf alles losgehen was wolfsähnliche Formen hat – also auch auf Hunde – und sich nicht einschüchtern lassen. Da sie aber, sobald sie zu zweit sind, ihre Wachsamkeit vergessen, ist weniger Verlass auf sie.

Auf dem Weg den Berg hinauf kommen wir an einer Fütterungsstelle der Hunde vorbei. Es handelt sich dabei um ein kleines Fass, das bei Touchierung portionenweise Kraftfutter für die Hunde abgibt. Dieses «Astronautennahrung» ist so kalorienreich, dass relativ wenig Menge für sehr lange Zeit ausreicht, weshalb die Versorgung der Hunde über den Sommer hinweg auch auf den Alpen relativ einfach bewerkstelligt werden kann.

Oben in der Sommerfrische angekommen, stossen wir auf eine kleine Hochebene – und hören schon von weitem das Gebell der Hunde, die uns, da wir uns laut bemerkbar machen (Regel Nr. 1 = Überraschungen vermeiden) schon hören bevor wir sie sehen. Wir sind bei den Schafen angekommen, die dem jungen Gras den Schneerändern entlang den Berg hochgewandert sind.
Wir kommen um eine Ecke – und gegenüber an einem kleinen Hang stehen alle drei Hunde und bellen uns verärgert an. Sie sind riesig – und sehr schön mit ihrem weissen, dichten Fell.

Ich werde nervös, denn ich habe nicht nur Respekt vor Hunden sondern auch Angst – und genau deswegen bin ich hier. Ich will rausfinden ob ich es schaffen könnte, diesen Hunden auf einer Wanderung auch alleine zu begegnen.
Dazu muss nun noch gesagt werden, dass es verschiedene Konzepte gibt, wie diese Hunde «erzogen» werden sich dem Mensch gegenüber zu verhalten. Die einen lernen Abstand zu halten, die anderen kommen sehr nahe. Zweiteres führt laut Werner immer wieder zu Missverständnissen in zweierlei Hinsicht. Die einen Wanderer denken, der Hund will gestreichelt werden, die anderen hauen ihm den Stock über die Schnauze. Beides ist nicht wünschenswert. Die anderen Hunde halten Abstand, lassen dich aber dennoch keine Sekunde aus den Augen. Bellen tun alle beide bis sie sich sicher sind, dass du weisst wer hier der Chef ist. Regel Nr. 2 und 3: Halte selber Abstand und bewege dich langsam, dreh dich halb weg vom Hund und lass ihm Zeit, dich zu prüfen. Und die allerwichtigste Regel: Stell dich nie zwischen Schafe und Hunde!

Nun also – ich wurde ziemlich angebellt – das fand ich ziemlich stressig. Ich hielt mich an meinem Wanderstock fest, das gab mir buchstäblich inneren Halt und zwang mich ruhig einen Schritt nach dem anderen zu machen. Und siehe da – mit der Zeit wurden die Hunde ruhiger, liessen uns aber weiterhin nicht aus den Augen – auch dann nicht als wir bereits wieder einen guten Abstand zu ihnen hatten. Sie registrierten jede unserer Bewegung quasi aus den Augenwinkeln.

Werner erklärt, dass beim Einsatz von Herdenschutzhunden darauf geachtet werden sollte, dass Routiniers und Beginners zusammenkommen, denn die Hunde lernen voneinander. Und je früher die Hunde mit den ihnen anvertrauten Schafen zusammenkommen (sie schlafen z.B. alle im gleichen Stall im Winter) desto besser verläuft die Sozialisierung zwischen Hunden und Schafen.

Auch wenn nicht wegdiskutiert werden kann, dass es immer wieder zu Vorfällen zwischen Mensch und Hund kommt, würde Werner nicht mehr auf die Hunde zum Schutz seiner Schafe verzichten. Er hat, seit er sie einsetzt, kein Tier mehr an den Wolf oder Luchs verloren.

Mein Fazit: Ich mach mir keine Illusionen darüber, dass auch mir eine unliebsame Begegnung passieren könnte. Mir ist jedoch nun viel klarer wie ich mich verhalten soll, sobald ich das Schild (s. Foto), das auf Herdenschutzhunde hinweist, an einem Weidezaun oder Wanderweg sehe. Das macht mich ruhiger – sprich aus meiner Angst (Sensibilisierung) ist zumindest zu einem Teil Gelassenheit (Desensibilisierung) geworden, so dass ich mich dann auch in einer 1:1 Situation noch an die Regeln erinnern sollte!

Tatjana Scherrer

Klettertour Grimsel Gerstenegg, Dom (30.06.18)

Leitung: Andrea Huwyler

Teilnehmer: Beatrice Odermatt, Markus Wallimann (SAC Engelberg), Annemarie Degen (Alpenclub Kriens), Edith Fries (Gast)

Um 06.00 Uhr ging die Fahrt bei schönstem Wetter und viel Sonnenschein Richtung Rätrichsboden los und alle Teilnehmer waren gespannt, was uns an dem heutigen Tag erwartet. Auf dem Parkplatz unterhalb der Staumauer gab es zuerst eine Auslegeordnung und Kontrolle der benötigen Materialien und nach kurzer Zeit machten wir uns auf dem Weg Richtung Klettergebiet. Doch wo war nur der Einstieg? So einfach wie es zuerst aussah, war es dann doch nicht, den Einstieg zu finden, aber nach einigem hin und her fanden wir den Start zur 12-Seillängentour „La Strada“. Wir teilten uns in 2 Seilschaften auf, auf der einen Seite die Seilschaft mit Andrea, Mek (Hahn im Korb) und Bea, und auf der anderen Seite Annemarie und Edith.

Tja, schon bald stellten wir fest, dass wir uns nicht zu einem „Sonntagsspaziergang“ angemeldet hatten, denn die ersten vier Seillängen (5a+, 5b, 5b, 4c) hatten es bereits in sich, und der Eine oder Andere hat sich gefragt, weshalb er sich das heute antut.

Nach diesen vier Seillängen legten wir eine kurze Gehstrecke hinter uns und nach einer Pause sah die Sache schon wieder viel entspannter aus und wir konnten das erste Mal die tolle Aussicht Richtung Grimselpass geniessen. Mit frischem Elan und neuer Kraft nahmen wir die nächsten acht Seillängen in Angriff, welche glücklicherweise ab und zu auch einfachere Passagen beinhaltete. Nach rund 6 Stunden Klettern und dank der super Vorarbeit unserer Leiterin Andrea haben wir alle unser Ziel, den Dom, erreicht und die „La Strada“ bezwungen. Glücklich und auch mit etwas Stolz genossen wir erneut die tolle Aussicht bevor wir uns dann auf den Rückweg machten.

Hier stellten wir schon bald fest, dass wir nur mit einem Umweg ans Ziel kommen würden, denn wie bzw. wo konnten wir bei all dem Wasser oder dem Restschnee den Bach überqueren? Auch hier hat Andrea uns sicher über den Bach geführt und um ca. 18.00 Uhr sind wir zwar müde aber mit vielen tollen Erinnerungen beim Auto angekommen.

Nach dieser Anstrengung gönnten wir uns im Hotel Urweid in Innertkirch noch „Kaffee und Kuchen“ bevor wir den Heimweg in Angriff nahmen.

Uns allen bleiben viele tolle Erinnerungen an diese spannende und abwechslungsreiche Tour und ein herzliches Dankeschön an die tolle Tourenleitung. Andrea, wir kommen bestimmt wieder einmal mit auf eine Tour.

Edith Fries

Gross Spannort (24.06.18)

Tourenleiter: Jonas Käppeli, Michael Vlasec

Teilnehmer: Dölf Käppeli, Seraina Kazamia, Cony & Markus Kaufmann, Luzia Lussi, Myrielle & Kurt Weingand und Pascal Graf.

Die Tour war zunächst von Engelberg via Spannorthütte auf den Gross Spannort und zurück geplant. Wegen Verzögerungen bei der Renovation mussten wir allerdings für den Aufstieg auf die Kröntenhütte im Erstfeldertal ausweichen, was sich im Nachhinein als Glücksfall herausstellte.

Die Anreise nach Erstfeld erfolgte mit dem Zug und so besammelten wir uns am Samstagmorgen am Bahnhof Luzern. In Erstfeld wartete bereits ein 8er Alpentaxi und ersparte uns den Aufstieg bis Bodenberg. Die folgenden 900 HM zur Kröntenhütte wurden im Nu bewältigt und der früher gestartete Jungwachtgruppe um Stefi und Markus Käppeli keine Chance gelassen ;-)

Nach kurzem Rast bei der Hütte entschieden wir uns für eine Mehrseillängentour am nahen Vorder Päuggenstöckli. Die Tour war trotz mässiger Schwierigkeit (7 Seillängen, 3c-4c/5a) schön steil und mit wunderbaren Griffen ausgestattet. Das Wetter war toll und die wenigen Quellwolken mochten die Sicht auf Krönten, Gross Spannort, Schlossberg und die Glarner Alpen nicht zu trüben. Zurück bei der Hütte wartete der Obersee mit angenehmen 0 Grad (und kleinen Eisbergen) als verdiente Erfrischung.

Pünktlich aufs Nachtessen trafen noch Myrielle und Kurt ein und komplettierten die 10er Gruppe. Nach einem leckeren Abendessen trafen wir uns nochmals alle am See um mit Schall und Rauch dem verstorbenen ACK Mitglied Fadri Käppeli zu gedenken.

Abmarsch am nächsten Tag war um 5. Auf dem Oberseemänndli wärmten uns bereits die ersten Sonnenstralen und am Graw Stock wurde angeseilt. Der Glatt Firn machte seinem Namen leider keine Ehre und war alles andere als glatt, sondern mit tiefen, vom Regen verursachten Kratern übersäht. Der Marsch über den Gletscher zum Spannortjoch war entsprechend mühselig und man musste ständig auf seine Tritte achten.

Die letzten 300 HM zum Gipfel wurden mit quietschenden Steigeisen in einfacher Kraxelei über schottrigen Fels bewältigt. Nach 5 Stunden waren wir auf dem Gipfel und wurden mit einem tollen 360 Grad Rundblick belohnt. Trotz hohen Wolkenfeldern war vom Pilatus bis zu den Berner 4000er alles wunderbar zu sehen.

Die ersten 300 von 2200 HM (!!) Abstieg wurden zurück zum Spannortjoch abgeseilt und dann ging es weiter via Spannortgletscher Richtung Spannorthütte. Das steile Couloir unter der Schlossberghütte war noch reichlich gefüllt mit Altschnee und so konnten wir den ganzen Weg bis fast zur Spannorthütte Nassschneesurfen. Das schonte nicht nur unsere Knie für den restlichen Abstieg, sondern machte auch richtig viel Spass. Nur mit Schirm oder „Födlebobb“ wäre es noch leichter gewesen. Eins von beidem gehört bei mir ab jetzt ins Gepäck ;-)

Nach der Spannorthütte wurde es doch noch einmal streng und so war das Bier im Restaurant Stäfeli dann genauso willkommen wie verdient. Die Erfrischung in der Hand und der Blick zurück zum Gross Spannort trösteten aber allemal über die schmerzenden Füsse hinweg.

Vielen Dank Tourenleitern für die gute Organisation und allen Teilnehmern für ein tolles Wochenende. Es war super mit euch!

Pascal Graf

Ausbildung in leichter Gratkletterei (09.06.18)

Leitung: Markus Käppeli

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Nadia Hofstetter, Kathrin Hofstetter, Gaby Wermelinger, Kurt Weingand, Luzia Lussi, Martin Eberli, Fabienne Baume, Roman Lenz

Um 07.30 Uhr trafen wir uns bei schönem Wetter in Kriens, um gemeinsam den Weg ins Solothurner Jura unter die Räder zu nehmen. Auf dem Weg dorthin wurde der Himmel zwar immer bedeckter, was unsere Vorfreude jedoch keineswegs zu mindern vermochte. Am Ziel angekommen, stand der Gruppe ein kurzer Fussmarsch bevor, bis wir die Einstiegsstelle des Edelgrats erreichten. Dort montierten wir die Kletterausrüstung, bildeten vier Seilschaften und legten voller Tatendrang los. Auf dem 250 Meter langen Grat, welchen es in mehreren Seillängen zu bezwingen galt, durften insbesondere die beiden Unerfahrenen, Fabienne und Roman, auf die volle Unterstützung von Markus zählen, der sie instruierte und sicher über die ersten paar Seillängen begleitete. Ab etwa der Hälfte der Strecke tat sich dann auch noch der Himmel auf und wir genossen im luftigen Ambiente die ersten Sonnenstrahlen und den Ausblick ins flache und wunderschöne Aaretal. Als letzte Seillänge stand uns der sogenannte Zuckerstock ( 4c :-) ) bevor, welcher jedoch dank mentaler Unterstützung von Kurt ein leichtes Unterfangen war.

Am Ziel angelangt, gönnten wir uns eine kurze Picknick-Pause, bevor wir auf der normalen Wanderroute zurück zum Parkplatz marschierten. Zur Stärkung gab es noch einen kurzen Glacé-Stopp, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten. Alles in Allem war dies ein sehr lehrreicher und gelungener Ausflug, welchen wir sehr genossen haben. Vielen herzlichen Dank an die gesamte Gruppe und insbesondere an Markus für die Organisation, die Unterstützung (auch) im Ausrüstungsmangel und die souveräne und kompetente Begleitung durch diesen Tag.

Verfasser: Fabienne Baume, Roman Lenz

Biktour Finsterwald (02.06.18)

Leitung: Walti Blum

Teilnehmerinnen/Teilnehmer (Vorname Name): Lys Blum, Michi Arramberri, Sereina Baur, Marco Meier, Linda Meier, Sonja Durrer und Peter Kurer

Bei bestem Wetter kann Walti Blum die Schar Biker beim Startpunkt Andritz Hydro begrüssen.Der Obernauerstrasse möglichst ausweichend gehts übers Renggloch und winkend bei Veri Degens Bauernhof zur Emme hinunter. Dort schliesst sich Marco, von Eschenbach kommend, uns an und somit sind wir nun komplett. Flott einfahrend erreichen wir Schachen und die Renggstrasse. Diese verlassen wir gleich nach der ersten Kurve und bald heisst es mit viel 'Most' auf die Pedalen drücken, was unseren Jungen natürlich viel leichter fällt. Bei den 2 Windrädern bei Feldmoos ist der grösste Krampf vorerst vorbei und wir sind nun im flacheren Biosphären-Gebiet Entlebuch. Die Rast hat Walti beim Fuchseremoos ob Finsterwald gewählt. Dort brennt in Kürze das Lagerfeuer und die Würste kommen auf den Rost.

Gegessen wird am festlich von Lys gedecktem Holztisch, und als Krönung werden wir dann noch mit Kaffee und Kuchen verwöhnt (herzlichen Dank, 100 Punkte!).Das Biotop-Seelein ist ein weiteres Kleinod in diesem Naturschutzgebiet, das es zu Bestaunen gibt.Unsere Rückfahrt erfolgt über Wissenegg mit einer langen Abfahrt und darauf folgendem Anstieg zum Lutersarni . Bei Flachsboden schliesst sich unsere Rundtour und wir fahren auf gleicher Strecke nach Schachen hinunter, wo ein Trunk verdient ist und Alle sich einig sind: Es war eine wunderschöne Tour, quasi ab Haustüre und in allernächster Nähe.Herzlichen Dank an Walti für die Tourenleitung und die gute Betreuung.

Verfasser: Peter Kurer

Klettertour Galtigentürme (06.05.2018)

Leitung: Kurt Weingand

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Annemarie Degen-Schmid, Betty Schoedler, Claudia Enz, Martin Eberli, Yvonne Mattmann, Tatjana Scherrer

Bedingungen wie im Herbst. Unten grau oben blau, zumindest zu Beginn. Doch beginnen wir am Anfang. Mit einer kleinen Schlaufe sammelt Kurt morgens um halb acht, vier der Teilnehmenden auf dem Weg nach Alpnachstad ein, wo wir auf die anderen beiden Teilnehmenden treffen.

Es ist schon eine Tradition die Galtigentürme mit Kurt, am ersten Wochenende, wenn die Pilatus Zahnradbahn ihren Betrieb aufnimmt, zu klettern. Doch alleine sind wir dieses Jahr nicht. Beim Aussteigen in der Mittelstation Ämsigen, staunen wir nicht schlecht, als wir sehen, dass es noch andere Kletterer zu den Galtigentürmen zieht. Und bei der Mattalpplatte angekommen, steht noch eine Seilschaft parat. Wir umgehen die Platte und starten direkt beim ersten Turm und sind so ganz für uns alleine. Das Blau des Himmels intensiviert sich und die Nebeldecke unter uns wird dichter. Was für ein Anblick vom Grat her auf dieses Nebelmeer und die umliegenden Berge zu blicken. Kein Luftzug, nur Sonne pur. Die Sonnencrème ist heute ein wichtiges Utensil, das auch rege herumgereicht wird. Ohren, Nacken und Arme werden gut eingeschmiert um sich vor einem Sonnenbrand zu schützen.

Unsere drei Seilschaften kommen gut voran. Die Kletterei im 4. Schwierigkeitsgrad macht Spass und ist der ideale Einstieg in die Klettersaison. Die Quergänge zwischen den Türmen sind schneefrei und trocken und lassen sich gut barfuss oder mit den Kletterfinken passieren. Vor dem Einstieg in den vierten Turm gibt’s eine kleine Stärkung, sodass die Schlüsselstellen gut gemeistert werden können.

Auf dem Steiglihorn, beim Ausstieg, setzen wir uns hin und geniessen das atemberaubende Panorama. Wir sind überwältigt von der Tour, vom Wetter und vom Ausblick, so dass wir unseren Zuschauer erst beim Aufbruch bemerken. Ein junger Steinbock beobachtet uns aufmerksam. Um ihn nicht zu erschrecken, umgehen wir ihn ganz ruhig und begeben uns Richtung Pilatus-Gipfelhang der noch schneebedeckt ist. Nun gilt es noch ca. 200 Höhenmeter durch den Schnee zu stapfen. Wer noch nicht durstig war, ist es spätestens nach diesem Gipfelhang. Von den asiatischen Touristen werden wir angefeuert und mit Zurufen für die letzten Höhenmeter motiviert, oder war die Motivation auf den letzten Metern doch die Vorfreude auf das kühle Bier das im Anschluss folgte?

Eine tolle Tour mit besten Bedingungen. Kurt, herzlichen Dank für die Organisation.

Yvonne Mattmann

Skitour Balmer Grätli (Bisistal) (14.04.2018)

Leitung: Kurt Weingand

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Seppi Baumgartner, Rolf Brunner, Martin Eberli, René Fischer, Kathrin Graber, Ruedi Hauser, Cony Kaufmann, Markus Kaufmann, Bernadette Lustenberger, Betty Schoedler

Angesagt war der Piz Ravetsch im Gebiet Maighels, doch aufgrund der vorangegangenen Schneefälle im Süden und entlang des Hauptkammes begleitet mit starkem Föhn auf der Nordseite, hat sich der Tourenleiter für eine Ersatztour weiter nördlich entschieden. Als neues Tourenziel wurde das Balmer Grätli, 2'218 m ü M definiert.

So starteten 9 erwartungsvolle Teilnehmerinnen und Teilnehmer morgens um 06.00h, wie gewohnt auf dem Parkplatz von Andritz in Kriens. Der Sonnenaufgang über den Berggipfeln auf der Hinfahrt ins Bisistal versprach einen optimalen Tourentag. Beim Eintreffen in Sali, am Ausgangspunkt der Tour, parkten schon unzählige Fahrzeuge womit wir wussten, dass wir nicht alleine unterwegs sein werden. Auch stiessen noch Conny und Markus Kaufmann zur Gruppe, so dass wir ca. um 07.20 Uhr den Aufstieg in Angriff nehmen konnten.
Der Schnee, welcher selbst auf 1'100 m noch reichlich vorhanden war, war noch hart gefroren. Hinauf durch den Wald über Unter Stafel machten wir einen kurzen Rasthalt bei ca. 1'750 m, im Gebiet von Ober Stafel. Danach ging es zügig hinauf auf das Balmer Grätli. Nach 3 Stunden Marschzeit und knapp 1'100 Höhenmetern wurden wir belohnt mit einem herrlichen Blick auf die umliegenden Gipfeln. Im Süden vom Clariden bis zur Grossen Windgällen, im Westen vom Spannort über den Schlossberg bis zur Schächentaler Windgällen, im Norden die beiden Mythen und dahinter das Mittelland und im Osten die Gipfel des Glarnerlandes. Ohne Hast und bei sehr angenehmer Temperatur konnten wir gemütlich verpflegen und auch für das obligate Gruppenfoto war sowohl ein Fotograf wie auch die Zeit vorhanden.

So um elf Uhr waren dann die Scheeverhältnisse gerade richtig zum Aufbrechen. Kurt führte uns nicht einfach über die Aufstiegsspur, so wie dies viele andere machten, nein er wählte den Weg um das Rau Stöckli in die wunderschönen, offenen Hänge der Ruosalp. Die Abfahrt war von oben bis unten für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein voller Genuss, so wie man sich das Frühlingsskifahren nicht besser vorstellen könnte.

Unten beim Ausgangspunkt Sali angekommen, die Strasse mit den geparkten Fahrzeugen hat sich bereits etwas gelichtet, fuhren wir mit denPW's bis zum Restaurant Schwarzenbach wo es noch den Abschlussdrink gab. Nachdem auch noch fest stand, wer denn den Tourenbericht verfassen darf, fuhren wir wieder zurück nach Kriens.

Zuguter Letzt bleibt mir im Namen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer dem Tourenleiter, Kurt Weingand, zu danken für die gute Programmwahl und seine umsichtige Führung. Wir hatten alle viel Spass und freuen uns bereits auf eine nächste Skitour.
René Fischer

Skihochtourenwoche Gran Paradiso (25.-29.03.18)

Leitung Markus Käppeli

Teilnehmende: Rita Bazelli, Sonja Durrer, Martin Eberli, René Fischer, Ruedi Hauser, Hanspeter Käppeli, Peter Kurer, Linard Mischoll, Kurt Weingand, Flavio Zihlmann, Gast: Thomas Kloth


Sonntag, 25.03.2018 Anreise und Aufstieg Valnontey (1666 müM) zum Rifugio Vittorio Sella (2579 müM)

Wir starten zur Sternfahrt 07:00 und treffen uns zum Kaffeehalt an der Raststätte Gruyère. Wir kommen gut weiter voran, via Grand St. Bernhard, Aosta, treffen wir um 12:00 in Valnontey ein. Im Ristorante Paradisia stärken wir und mit einem «risotto al funghi» und starten bei bestem, warmem Wetter um 14:00 den Aufstieg zum Rifugio Vittorio Sella.
Durch lichten Lärchenwald erklimmen wir auf dem Alpweg beäugt von äsenden Gämsen die ersten 400 steilen Höhenmeter. Nun öffnet sich das Gelände und angenehm geht es weiter zum Rifugio, das wir um 16:30 erreichen. Ein gemütlicher Hüttenabend beginnt. Mit Pasta, Brassato und einem Glas Wein beschliessen wir den ersten Tag, gespannt, was uns die nächsten Tage erwartet.


Montag, 26.03.2018 Ueberschreitung Gran Serra (3552 müM) und Biv. Sberna (3404 müM) zum Rifugio Chabod (2750 müM)

Punkt 08:00 starten wir nach einem super Frühstück den Aufstieg zur Grande Serre. Durch offenes Gelände geht es angenehm hoch, erst die Gipfelpartie bäumt sich auf! Der aufkommende Wind verhindert die Gipfelrast, sodass wir um 11:30 die Skier aufbasten am Seil gesichert ca. 50 Meter zum Timorion-Gletscher absteigen. Es sind noch andere Gruppen unterwegs, das Couloir wird zum Nadelör, der Abstieg dauert! Um 12:30 sind wir alle durch und geniessen die Mittagsrast! Es folgt eine kurze stiebende Abfahrt bis ca. 2800 müM zum Gran Neyron-Gletscher. Wir ziehen die Felle auf und obwohl es nur 450 Höhenmeter sind, der Aufstieg zum Biv. Sberna hat es in sich! Erneut müssen wir die Skier auf dem Grat aufbasten, Rast um 16:15 unterhalb des Biwaks und dann ist die Fahrt frei, über den Montandayné-Gletscher zum Rifugio Chabod. Ab 17:00 folgt der nächste frohe Hüttenabend mit Pasta, Brassato und einem Glas Wein!


Dienstag, 27.03.2018 Gran Paradiso (4061 müM) zum Rifugio Vittorio Emanuele II (2775 müM)

Wir hoffen, dass das Wetter hält, den der Gran Paradiso ist unser Höhepunkt! Beim Abmarsch um 07:30 scheint uns das gute Wetter trotz Wind treu zu bleiben. Wir geniessen den Aufstieg auf dem Laveciau-Gletscher an der blau vereisten Nordwand des Gran Paradiso vorbei und mit einigen Spitzkehren hoch zum Skidepot ca. 100m unterhalb des Gipfels. In leichter Kletterei erklimmen wir gut gesichert den Gipfel mit der Madonna. 4061 müM, wir haben den höchsten Punkt unserer Tourenwoche erreichen! Es ist c. 13:00 und erneut stellen wir fest, dass wir nicht die einzigen sind! Aber es gelingt uns doch, je Seilschaft ein Gipfelfoto zu knipsen und den super Moment festzuhalten.
Bereits stehen wir etwas unter Druck, der Wind frischt auf, das Wetter trübt ein. Leider ist es dann mit der Weitsicht nicht weit her, sodass wir den Abstieg zügig angehen und beim Skidepot rasten und abwarten, bis alle 4 Seilschaften des ACK wieder sicher unten sind. Die Abfahrt zum Rifugio Vittorio Emanuele hat es in sich, im Nebel sind die Bedingungen plötzlich viel schwieriger, die Schneeverhältnisse wechselhaft, trotz einigen Stürzen erreichen wir unser Tagesziel wohlbehalten um 16:00. Unsere Gruppe zeigt sich in hervorragender Verfassung. Trotz ihrem rustikalen Ambiente und etwas beengenden Schlafplätzen hält uns nichts davon ab, auch diesen Hüttenabend zu geniessen … mit Pasta, Brassato und einem Glas Wein!


Mittwoch 28.03.2018 Colle Gr. Paradiso (3345 müM) – Biv. Ivrea (2770 müM) – Colle di Noaschetta (2990 müM) – Rifugio Pontese (2217 müM)

Um 08:00 sind wir alle gestärkt und einigermassen ausgeruht bereit zum Aufbruch von der berühmten, eigenwilligen Hüttenkonstruktion der Vittorio-Emanuele-Hütte, die einem metallenen Weinfass ähnelt. Aber los geht es, warm eingepackt, ein kalter Wind pfeift um unsere Kappen. Zuerst angenehm geht es den Moncorvé-Gletscher hoch. Unter dem Pass jedoch steilt das Gelände auf sodass wir die Ski aufbasten und die letzten Meter hochtragen müssen. Um 10:30 erreichen wir den Colle Gran Paradiso. Der Wind wird unangenehm, die Kälte kriecht in uns. So sind wir froh, auf der windabgewandten Seite des Passes zwischen Steinen gut geschützt eine gemütliche Rast einzulegen. Es folgt die langgezogene Abfahrt über den Noaschetta-Gletscher und das traumhafte Hochtal bis zum Biv. Ivrea. Nun heisst es erneut, die Felle aufziehen und aufzusteigen zum Colle di Noaschetta. Inzwischen hat der Wind an Kraft verloren, die Bedingungen sind angenehm. Beim Umstellen auf Abfahrt geschieht dem Schreiberling das Missgeschick! Ein Ski zeigt, dass er auch mit Fell ziemlich stabil abfahren kann! Zum Glück ist das Gelände dazu geeignet, sodass nach 100 Höhenmetern die Fahrt ein Ende hat. Dank Hilfe von Marki und Kurt und vor allem der guten Skitechnik von Hanspeter wird das Problem gelöst. Hier meinen herzlichen Dank an die Drei! Und wer den Apero spendiert war somit klar. Und den haben wir an diesem schönen Tag bereits um 14:00 vor Augen. Nach einer weiteren Superabfahrt erreichen wir die für das selbstgebraute Bier bekannte Rifugio Pontese – und das Bier hält was es verspricht!

Leider müssen wir den Entscheid von Marki akzeptieren, den zwingenden Uebergang zum Ausgangspunkt unserer Tour bereits am Donnerstag angehen, das Wetter scheint auf Freitag zu kippen. Somit folgt der letzte Hüttenabend mit … nein nicht mit Brassato, es gab Geschnetzeltes, aber sicherlich Wein! …und einen blutigen Jass. Linard, es gilt «Stöck-Wiis-Stich» und d’Stöck mues me säge! Marki und Linard haben dann trotzdem gewonnen, sodass nach einigem Nachjassen die Nachtruhe einkehren konnte.


Donnerstag 29.03.18 Traversata della punta di Ondezana (3304 müM) – Valle di Valeile – Lillaz (1617 müM) – Heimreise

Die top Hüttenwartin verabschiedet uns mit einem fröhlichen Adieu um 07:30 zum langen und im Mittelteil sehr steilen Aufstieg zum Uebergang ins Valle die Valeile. Aber alles der Reihe nach! Bei leicht bedecktem Himmel und etwas Wind, der jedoch die Wolken zu zerstreuen verspricht, ziehen wir los in leichter Steigung über die Alpe Muanda dann steil durch die Geländerinne in unzähligen Spitzkehren von 2400 bis 3200 müM hoch zum Teleccio-Gletscher. Die letzten 100 hM zwingen uns erneut und für diese Tour zum letzten Mal, die Skier aufzubasten und zum Übergang auf 3300 müM zwischen dem Torre del Gr. S. Pietro und der Pta. d`Ondezana hochzusteigen. Um 11:15 haben wir die Rast verdient, nun bei traumhaft angenehmem Wetter!
Und welch eine Ueberraschung, da zaubert doch wer eine «colomba di pasquale» aus seinem Rucksack, wir können den Geburtstag vom Rita gebührend feiern! Da wir auf dieser Rundtour um den Gran Paradiso nicht als einsame ACK-Tourengruppe unterwegs waren, finden wir einen guten Fotografen für unser abschliessendes Gruppenfoto! Und los geht’s, uns erwartet eine traumhafte, lange, pulvrige Abfahrt! Zuerst über den gut eingeschneiten Valeille-Gletscher den wir um 12:20 akrobatisch verlassen und im nun angenehmen, offenen Gelände die Hänge runterkurven. Ab ca 2100 müM fahren wir genüsslich zumeist gut gleitend das lange, wundschöne Vallone di Valeille raus, über Lawinenkegel, Muren und die Langlaufspur. Um 14:00 erreichen wir Lillaz und das Ristorante Ondezana. Wir stärken uns mit «Trenete a la castagna» bevor wir Abschied nehmen müssen, um 16:00 starten wir die Heimreise!

Danke Marki, die Tour war super. Sie war erlebnis- und anforderungsreich! Du hast uns unfallfrei und sicher durch diese abenteuerlichen Hochtourentage am Gran Paradiso geführt!

Es waren schöne Tage, mit dir und dieser fröhlichen, gut harmonierenden Gruppe. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

Ruedi Hauser


Skitour Rickhubel (21.03.2018)

Leitung: Vige Kaufmann

Teilnehmende: Peter Kurer, Martin Eberli, Ruedi Fallegger, Ruth Stierli, Emanuel Schibli

Laut Tourenprogamm wäre die Bannalper Rundtour vorgesehen gewesen. Bedingt durch das Wetter wichen wir auf das Glaubenberg Gebiet aus. Wir starteten auf dem Parkplatz Langis. Von dort aus mussten wir zuerst auf der schneebedeckten Strasse zum Glaubenberg Pass hoch laufen, bevor der eigentliche Anstieg begann. Danach führte uns die Route auf den Rickhubel zuerst durch den Wald und nachher über die Wiesen. Die Sicht war nie besonders gut, die Temperatur ziemlich frisch.

Obwohl Ende März, waren es noch hochwinterliche Verhältnisse. Vom Rickhubel aus (1934 m) wollten wir weiter hoch zum Fürstein, aber das schlechte Wetter und die schlechte Sicht bewogen uns, nicht weiter zu gehen. Auf dem Kamm stürmte es heftig, es war sehr kalt. Deshalb kehrten wir um und fuhren auf der gleichen Route bis auf ca. 1700 m hinunter auf herrlich pulvrigem Schnee.

Wir montierten noch einmal die Felle und stiegen auf die Sewenegg (1834 m). Nach einer kurzen Pause fuhren wir zum Glaubenberg Pass hinunter, wieder auf schönem Pulverschnee – ungewohnt für diese Jahreszeit. Bevor wir nach Langis kamen, konnten wir eine angenehme Pause machen bei einer Alphütte am Strassenrand. Ausgeruht und gesättigt kamen wir zum Auto und fuhren nach Hause.

Trotz nicht ganz idealen Bedingungen hatten wir einen sehr schönen Tag mit einer tollen wenn auch gemütlichen Tour.

Emanuel Schibli

Skitour auf den Chronenstock (2451 m.ü.M.)

Leitung: Kurt Weingand
Teilnehmer: Martin Eberli, Flavio Zihlmann, Cony und Markus Kaufmann, Linard Mischol, Rita und AlainBazelli.

Wir besammelten uns um 07.45 Uhr im Riemenstaldental bei der Bahnstation zum Gitschen. Winterreifen und 4x4 brauchte es bei deutlichen Plustemperaturen an diesem Traumfrühlingstag definitiv nicht mehr. Statt Schnee waren blühende Obstbäume und gelbe Löwenzahnwiesen zu bewundern.

Auf der abenteuerlichen Luftseinbähnlifahrt nach Gitschen (1716m.ü.M.) wurde das ersehnte Weiss unter dem Boden dann nach und nach sichtbar. Ja, unter dem Boden! Denn das „Bähnli“ ist noch ein typisches Schweizerrelikt mit einem durchsichtigen Stahl-Maschengitter als Boden, offener Seite und mit Platz für maximal fünf Personen, wobei die fünfte die paar Minuten zur Alp stehen muss...

Kaum ausgestiegen und beim Ski anziehen in die Traumlandschaft schauend hörte man bereits das erste mal Kurt’s Wort des Tages: „hüere güet!“ (Anm. des Tourenleiters: Worte welche ich nie gebrauchen würde. Alain hat wohl das Echo gehört).

In sehr schnellem Tempo ging’s gegen halb neun an der Lidernenhütte vorbei nach Osten zur langen Passage linksseitig des Chaiserstocks. Das anfänglich coupierte Gelände machte das Finden der Idealspur nicht ganz einfach, sodass wir hierfür wieder ein paarmal erklommene Höhenmeter runter gehen mussten. Die schattige, langgezogene Querpassage im gefrorenen Hartschnee machte das Montieren der Harscheisen unumgänglich. Der teils steil geneigte Hang erforderte erhöhte Konzentration und verursachte da und dort unliebsame Rutscher an einer heikleren Stelle. Flavio sicherte nach unten ab. Danke Flavio! Dann wurde vor uns plötzlich der Blüemberg und rechts von ihm unser Ziel, der Chronenstock sichtbar. Wieder einstimmig zu hören: „hüere güet!“

Nach einer Pause wurde es im Schlussdrittel steil und das Tempo blieb schnell. Der Aufstieg sollte ja einen gewissen Trainingseffekt haben, wussten wir doch, dass es heute nur knapp tausend Höhenmeter zu bewältigen gab und ganze fünf von acht in der Gruppe demnächst den Mont Blanc besteigen wollen. Da ich nicht zu jenen gehöre war ich doch recht zufrieden, nur mit knappem Abstand das Skidepot schnaufend erreicht zu haben. Die letzten ca. hundert Höhenmeter mussten durch ein eher einfaches, aber teils vereistes Couloir erkraxelt werden. Der mitgeführte Pickel und das installierte Seil von Kurt machten dies zum gesicherten, problemlosen Highlight des Aufstieges. Auf dem Gipfel kurz nach elf Uhr angekommen erwartete uns blauer Himmel, absolute Klarsicht und ein Panorama vom Feinsten: „hüere güet“.

Milde Temperaturen und Windstille ermöglichten eine längere Mittagspause, bevor es nach dem Mittag wieder runter ging. Feiner Sulz auf gefrorener Unterlage-das sogenannte „Schümli“- begleitete uns während einer Traumabfahrt („hüere güet!“) zuerst durch offenes, vielseitiges Gelände, dann an den für die Gegend typischen Karstfelsen vorbei, bevor zuerst durch Föhrenwald, dann um die Tannen herum der letzte Schnee bis zum Talbach bei der „Höchi“ auf ca. 1400m gesucht werden musste. Dort mussten die Skis aufgebunden werden und nach einer guten halben Stunde Wanderung hatten wir den Ausgangspunkt erreicht.

Im Beizli auf der Sonnenterasse in Riemstalden liessen wir bei bester Laune den Tag ausklingen. Danke Kurt für die gelungene Tour! Es war „h.....!“

Alain Bazelli

Türstenhäuptli (4. März 2018)

Leitung: Peter Kurer

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Sonja Durrer, Lys Blum, Michi Arramberri, Gody Ottiger, Annalies Ottiger, Annette Schansker, Michael Morger, Jörg Birnstiel, Sabina Birnstiel, Dorothea Birnstiel, Zdenek, Ruedi Fallegger, Toni Miotti, Ruedi Hauser, Yvonne Mattmann

Eine waise Entscheidung von Peter die Skitour von Samstag auf Sonntag zu verlegen. Denn heute verspricht der Wetterbericht einen prächtigen Tag mit viel Sonnenschein. 16 ACKler verteilt auf 4 Autos fahren zusammen von der ANDRITZ HYDRO Richtung Sörenberg. Je weiter wir fahren, desto höher werden die Schneemauern beidseits der Strasse. Beim Parkplatz Wagliseichnubel schnallen wir uns unsere Skis an und starten bei blauem Himmel, Sonnenschein und angenehmer Temperatur unsere Tour. Bei der ersten Waldpassage gibt’s einen kurzen Jackenausziehstopp und sofort geht’s weiter durch die weisse Winterlandschaft. Nach gut einer Stunde stärken wir uns im Windschutz einer Baumgruppe mit Tee und etwas Kleinem. Schnell sind wieder alle parat und Peter spurt weiter eine ideale Linie. Vor uns tritt der Schiebegütsch in Sicht, doch der ist nicht unser heutiges Ziel, wir streben seinen nördlichen Nachbarn in der Schrattenfluhkette an, das imposante und prägnante Türstenhäuptli (2031m), das sich uns erst nach einer weiteren Hangtraverse und zwei Spitzkehren zeigt. Wegen der Steilheit des Hanges laufen wir in 4er Gruppen mit einer 30-Meter-Distanz zwischen den Gruppen. Bald sind die 600hm geschafft. Bei der Höhle lassen wir unsere Rucksäcke zurück und sichern uns so unseren Picknickplatz. Ohne Rucksack erklimmen wir den Gipfel, gratulieren einander gegenseitig und erfreuen uns ab der herrlichen Rundumsicht. Zum Abschluss unserer Mittagsrast offeriert Sonja ein Röteli. Lecker wie das Schnäpsli meine Kehle hinunterfliesst. Vielen Dank Sonja!

Hinunter geht’s nun auch mit den Skiern. Peter gibt genaue Anweisungen wo‘s lang geht und so finden wir unverfahrene Hänge und jauchzen vor uns hin. Nebst den tollen Hängen entdecken wir auch vier Gämsen die durch den Schnee stapfen. Ein kurzer Gegenanstieg lohnt sich für den ‚Einkehrschwung‘ ins Restaurant Schlund wo wir noch ein bisschen verweilen, plaudern und das herrliche Wetter geniessen. Das Sahnehäubchen gibt’s zum Schluss. Die Mitfahrer dürfen bis zur Hirseggbrücke runterfahren, während die Fahrer die Autos beim Parkplatz holen.

Was für ein toller Tag. Herzlichen Dank an Peter, der die Tour souverän geplant und geleitet hat.

Yvonne Mattmann

Ausweichtour auf den Fürstein (2040m) (24.2.18)

Leitung: Urban Stirnimann

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Martin Eberli, Ruedi Fallegger, Melanie Friedrich (Gast)

Nur gerade zu viert starteten wir im kalten Nebel auf dem Langis. Die meisten haben sich wohl vom Wetterbericht abschrecken lassen: Starker Wind, Wolken und kalte Temperaturen waren angesagt. Doch dann kam alles anders: Schon wenige Meter nach der Passstrasse lichtete sich der Nebel und die warme Sonne schien uns vom wolkenlosen Himmel ins Gesicht. Zufrieden und gut gelaunt folgten wir der Route; zuerst der Strasse entlang und dann weiter zwischen Sewenegg und Trogenegg bis zur Kapelle bei Ober Sewen. Der Schnee war zuerst relativ hart, mit ein paar pulvrigen Abschnitten, wurde dann aber immer feuchter, sodass wir mit Stollen an den Fellen zu kämpfen hatten.

Auf dem Gipfel des Fürsteins angekommen – es war windig und ziemlich voll – entschlossen wir uns, gleich die Abfahrt in Angriff zu nehmen und erst später eine Pause zu machen. Die Abfahrt war zwar schon etwas verfahren – Sulz- und Pulverschnee wechselten sich ab – aber trotzdem besser als erwartet. Das Mittagessen genossen wir in einer windstillen Mulde mit prächtiger Aussicht in die Berge und auf das Nebelmeer. Dieses wunderschöne Panorama blieb uns auch auf dem kurzen Anstieg zum Rickhubel erhalten. Die anschliessende Abfahrt zur Passhöhe Glaubenberg war abwechslungsreich und viel zu schnell vorbei. Kurz vor der Passhöhe tauchten wir wieder in den kalten Nebel ein und dachten wohl alle das Gleiche: Zum Glück haben wir uns vom Wetterbericht nicht abschrecken lassen…!

Danke Urban, für Deine gute Führung!



Melanie Friedrich

Ausbildungskurs "Erste Hilfe" (30.1.18)

Kursleitung: Mathias Hediger
Organisation: Kurt Weingand

Der Abend begann um 19.00 Uhr im Feuerwehrlokal in Horw. Es waren gut 15 Personen anwesend, in der Mehrzahl solche, die selber als Tourenleiter mehr oder weniger häufig engagiert sind. Der Kurs dauerte gut zweieinhalb Stunden und war unterbrochen von einer kurzen Pause. Die administrative Leitung und Organisation übernahm Kurt Weingand, den Kurs hielt Mathias Hediger, selber Bergführer und höchst erfahrener, ausgebildeter Rettungssanitäter. Näheres unter www.mountainmedicalrescue.ch

Es geht wohl den meisten so, dass man denkt, das meiste zum Thema „Erste Hilfe“ schon anderswo irgendeinmal erfahren zu haben und ist gespannt, was man wohl von so einem Abend mitnehmen kann...? Es war tatsächlich sehr sehr viel!!! So versuche ich beim Verfassen dieses Berichtes mich zu erinnern, was vom Vortrag mir persönlich speziell in Erinnerung „hängen“ blieb:

In Stichworten:
- An einem Unfall beteiligt: zuerst innehalten, denken, dann erst handeln!

- Problematik Lawinensuchgerät und Interaktion mit Smartphone?! Funktioniert für Alarmierung Phone bei Minustemperaturen? Funkgerät doch ein Muss, um sicher Verbindung zu haben? Neue Apps verfügbar, um selber ortbar zu sein, etc.
- Lawinenunfall: 90% leben nach Unfall, Tod nach 15 Min. durch Ersticken. Darum schnellstens Handeln: Ortung mit LVS > nächster Punkt markieren > Sondierung des Verschütteten mit Quadratraster in 25cm Abständen oder Abtasten per Sonde um die Markierung als Schnecke von innen nach aussen > der Verschüttete wird dann mit horizontalem Zugang (statt früher direkt von oben) freigeschaufelt in einer Kette von mehreren sich hintereinander befindlichen, schaufelnden Personen. Das Freilegen geht so schneller und der freiwerdende Platz dient als Lager für den Verunfallten.

- Am meisten Lawinen werden nicht durch Freerider ausgelöst, da diese keine Spitzenbelastungen in die Hänge bringen, sondern diese eher im positiven Sinne entspannen. Jedoch seien Stürze im Lawinenhang im Sinne der auslösenden Kraft das Schlimmste. Es sei problematisch, wie viele Leute im aktuellen Tourenboom grösste fahrerische Schwierigkeiten hätten....

- Oft wird vergessen, Atemwege bei Lagerung frei zu halten; dran denken! Kopf nach hinten neigen! Kopf in höhere Position bringen bei Atemproblemen.
- Reanimation: Im Zweifel zu früh damit beginnen. Man kommt ab vom Schema 30:2 (Stösse:Beatmung) und empfiehlt, auf Beatmung zu verzichten. Stattdessen soll das Ziel sein, Applikation abwechslungsweise von 100 Stösse/Min. mit Handballen stark bei ca. 6 cm Eindrucktiefe (ev. Rippenverletzungen in Kauf nehmen).
- Schock: Verlust von viel Blut, wenn nicht innere Blutung äussere Verletzung: entsprechende Stelle unter Kleidern suchen und unbedingt mit dem was vorhanden ist, sofort abbinden, führt sonst schnell zum Tod.

- Auch im Sommer verliert ein Verunfallter durch Abstrahlung über Haut und Zentralisierung von Blut (Adrenalinausstoss) schnell viel Wärme! Sehr oft wird ein Verunfallter zu wenig warm gelagert.

- Verbrennungen: Früher herrschte bei vielen die Meinung: kühlen, kühlen, kühlen! Heute wird bloss kurz anfänglich gekühlt, um die gröbste Anschwellung zu vermeiden und um Schmerz zu lindern, dann aber soll die Brandwunde am besten eingepackt werden mit durchsichtiger Plastik- Haushaltsfolie (Schutz vor Austrocknung, vor mechanischen Reizen, vor Infektionen, etc.).

- Nebst der Haushaltsfolie als „Allerweltsmittel“ in vielen Situationen zur Fixierung von Körperteilen etc. wurde auch eine platzsparende, Alu verstärkte Schiene (Samsplint) vorgestellt, mit welcher man „fast alles“ schienen kann.

- Weitere vorgestellte, sehr nützliche Utensilien: dünnste, Wärme reflektierende Rettungsfolie!: Kabelbinder!: Skalpell! Steri-Strip (Wunde zusammenziehen!).

- ...und Vieles mehr.

Mit viel Engagement und grosser Fachkompetenz wurden wir durch diesen äusserst interessanten und informativen Abend geführt.

Herzlichen Dank an Mathias Hediger und Kurt Weingand!

Alain Bazelli

Freerideweekend Davos (27./28.1.18)

Organisiert von Roger Fischer

Freerider: Roger Fischer (Leitung), Patrice Mühlemann, Stefi Käppeli, Chris Ackermann, Hanspi Käppeli
Gast: Margaretha Roos

Ich hatte mir ein familyfreies Weekend reserviert, wollte unbedingt auf Skitour und wie es so ist, plötzlich frei und niemand hat Zeit! Zufällig und glücklicherweise traf ich zwei Wochen vorher Priska Wallimann, und ja, ich hatte Glück! Dank kurzfristiger Absage eines ACK-Clubmitgliedes durfte ich mit euch meine Schwünge durch den Tiefschnee ziehen J.

Aber nun der Reihe nach: In Landquart werde ich abgeholt von Chris und Patrice, einladen und gleich weiter nach Davos zum Jacki. Im Gipfelrestaurant bei einem Kaffee lerne ich noch Stefi, Hanspi und Roger kennen. Priska? Oh nein!! So sehr hatte sie sich auf das Weekend gefreut und nun doch nicht dabei auf den Brettern, dafür im Après-Ski!! Tramgleise wurden ihr mit dem Velo zum Verhängnis, Glück im Unglück, nur geprellt, aber Skifahren mit Rucksack ging nicht. Schade!!

Roger erklärt uns seinen Plan, Hanspi macht sich schon Sorgen ums Zmittag: «Ja, ässe tüemer wieder im Bähnli, gäll!!» Weil bei dem Superpowder und Sonnenschein will niemand Zeit mit Mittagessen verschwenden. Mich freut die Aussage, da ich nun weiss, dass ich in einer hochmotivierten Gruppe gelandet bin! Übrigens, offensichtlich kam Trump mit seinen vielen Helikoptern nicht zum Heliskifahren nach Davos. Im Gegenteil, denn dank dem WEF waren viele Bahnen die ganze Woche geschlossen und die Hänge noch unverfahren. Und das WEF schreckte derart die Touristen ab, dass wir das ganze Weekend praktisch alleine Offpiste unterwegs waren.

Hahaha, seit der Mittagspause weiss ich, dass ich als Gast den Tourenbericht schreiben darf... aber für die Anzahl Höhenmeter, gefahrene Km und genauere GPS-Daten bin ich die Falsche J, aber das kann man in Roger‘s Freerideguide nachlesen!
Folgende Eckdaten kann ich euch liefern:
Samstag: Abfahrt vom Jakobshorn ins Sertig, vom Sertig per Bus ans Rinerhorn, dann x-mal runter durchs wundervolle Leidbachtal, inkl. kurze Mittagspause bei einem Stall an der Sonne. Kurz vor dem Eindunkeln letzte Abfahrt vom Rinerhorn ins Sertig und dann direkt zum Bolgen, wo ich mich sehr freue, dass Priska zu uns gestossen ist!!
... und dann schlemmern im Ochsen, einchecken in der Jugi Davos... Verdauungsspaziergang durch das tiefverschneite Davos ins Montana zum Schlummertrunk.
Sonntag: Pischa, über den Pischagrat nach Laret. Weil es so schön war, machen wir die gleiche Runde nochmals!!
Ach ja, und was bleibt in Erinnerung vom Pischagrat? Klar, die Hammeraussicht und der ACKriens, der am Bildschirm Roger Federer‘s 20. Grand Slam Sieg entgegenfiebert!

Lieber Roger, ganz herzlichen Dank für’s Organisieren des tollen Weekends!!

Margaretha

Ausweichskitour im Glaubenberggebiet (17.01.18)

Leitung: René Fischer

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Martin Eberli, Gerid Vetter

Geplant war auf das Mändli ab Pörterwald zu gehen. René fand heraus, dass die Strasse zum grösseren Teil aper ist. Ausserdem machte uns die Wetterprognose auch zu schaffen. Sturmtief Evi zwang uns zu dieser kleinen Ausweichtour ab Glaubenberg in Richtung Gerlisalp. Dass René überhaupt ging, fand ich mehr wie erstaunlich. Es war wirklich echt garstig. Zwei angemeldete Teilnehmer, zogen es auch vor zu Hause zu bleiben. Wir stapften tapfer los und fanden es gar nicht so arg mit dem Sturm. Wir schlängelten uns auf der Alpstrasse, korrekt an der Wildruhezone vorbei langsam bergan. Der niedrige Föhrenbestand ist auch bei diesen Bedingungen immer reizvoll. Je weiter wir kamen, desto heftiger wurden die Windböen. Meine zwei Begleiter waren mir eine wunderbare Hilfe, es hätte mich sonst fast umgeweht. An der Hütte war es klar, dass das Ende unserer Tour sein muss. Das Gelände wäre dann ganz offen gewesen.

Die Abfahrt war, dort wo frischer nicht verblasener Schnee war, erstaunlich gut. Nur die Sicht war
gut gewöhnungsbedüftig. Glücklich und heil kamen wir schnell im Restaurant zu unserem Kafi.

Es war schon ein Türli für eher "Hartgesottene". Hat uns allen dreien gefallen und wir konnten immer
noch lachen.

Danke René für Deine umsichtige Routenwahl.

Gerid Vetter

Bregenzerwald (12.–14.01.2018)

Leitung : Josef Gantner

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Alain Bazelli, Rita Bazelli, Sonja Durrer, Martin Eberli, Ruedi Falleger, Ruedi Hauser, René Huber, Sibylle Huber, Andrea Huwyler, Peter Kurer, Vreni Lötscher, Iris Röösli, Ruth Stierli.

In einem hochwinterlichen Streifzug durch den Bregenzerwald zeigte uns Josef Gantner unbekannte Gipfel und sanfte Abfahrten auf wenig begangenen Routen ein paar Autostunden von hier. Während bei uns in der Zentralschweiz Föhn, Regen und das Sturmtief Burglind den Schnee weitgehend weggefressen hatten, trafen wir im österreichischen Bregenzertal auf 800 Metern über Meer bereits auf eine kompakte und tragende Schneedecke. So führte uns Sepp zur ersten Tour am Freitag gegen Mittag gleich vom Parkplatz des Hotels weg hinauf zur Brendler Lug (1767 m). Unten war Nebel, doch als wir bei 1500 Metern aus dem Wald kamen, blendete uns die Sonne und weichte den Schnee auf der Kuppe auf. Eine kurzer müheloser Aufstieg auf das Annalper Joch (1997 m) lohnte sich: Von dort trugen uns die paar Zentimeter des frischen Pulverschnees zurück auf die Waldstrasse und wieder hinunter zum Hotel Adler in Au. Für Wellness Begeisterte waren jetzt Sauna und Dampfbad angesagt. Doch die Küchenbrigade des Adlers hatte auch ein vorzügliches und reichhaltiges Nachtessen vorbereitet.

Für den zweiten Tourentag schlug uns Sepp den Aufstieg zum Steinmandl (1982 m) vor. Eine schier unendliche Waldstrasse führte uns vom Nachbardorf Schoppernau endlich auf den sonnigen Südhang und schliesslich auf den Gipfel des Steinmandls. Nach einer kurzen Abfahrt im Sulzschnee standen wir vor der Entscheidung: Falzerkopf (1968 m) oder Bier in der Hornbachhütte? Natürlich wählten die meisten den sportlicheren Teil. Wir montierten nochmals die Felle und stiegen die 300 Meter zum Gipfel hoch. Von hier nochmals einen Rundumblick auf die näheren und ferneren Gipfel, die Sepp zum Teil bereits bestiegen hatte. Der erste Teil der Abfahrt führte über breite Alpen, wo der oberflächliche Schnee dank der intensiven Sonne prächtig aufgesulzt war. Selbst auf der unvermeidlichen Waldstrasse war der Schnee griffig und verführte zu rassigem Fahren. Deshalb merkte man kaum, dass einige Kieselsteinchen die Bretter etwas ankratzen. Zurück im luxuriösen Hotel erwartete uns der Komfort des Vier-Sterne-Hotels und überbot unsere Erwartungen auf ein gutes Nachtessen mit ausgezeichneten Leckerbissen.
Der dritte Tag begann erneut mit einem eisigen Morgen unter klarem Himmel. Also war wiederum Südseitiges gefragt. Sepp entschied sich für den Klippern, einen Zweitausender, dem wir ab Damüls (1200 m) auf einer gemächlich angelegten Spur entgegen strebten. Nachdem wir auf dem breiten Gipfelgrat die bereits erreichten Ziele der Vortage bestaunt sowie den Ausblick ins Allgäu, auf den Säntis im Westen und die Alpen im Montafon und Rätikon im Süden bewundert hatten, zogen wir uns wegen der eisigen Bise in etwas tiefere Regionen an die Sonnenseite einer Alphütte zurück. Diesmal hatte die Sonne nur an ein paar Steilhängen den Schnee aufgeweicht, so dass der grösste Teil der Abfahrt vom üblen Geratter der Bretter auf der harten Schneedecke begleitet war.

Zurück beim Hotel löschten wir unseren Durst und Sepp konnte unsern wohlverdienten Dank für seine kompetente Führung und die reibungslose Organisation entgegennehmen. Sicher haben sich einige von uns diese unbekannte, aber schneesichere Region gleich ennet der Landesgrenze gemerkt und werden sie wahrscheinlich auf eigene Faust wieder aufsuchen.
Martin Eberli

Skitour Pazolastock – Piz Cavradi (13.01.2018)

Leitung: Michael Vlasec

Teilnehmerinnen/Teilnehmer: Yanik Weingand, Tatjana Scherrer, Kathrin Hofstetter, Johanna Badman, Dominik Risi, Michael Vlasec, Dölf Käppeli, Kurt Weingand, Simone Durrer, Flavio Zihlmann, Pascal Graf, Jonas Käppeli, Seraina Kazamia

Die Zugsfahrt ab Andermatt zum Oberalppass führte uns bequem in die Alpenwelt des Gotthardmassivs ein. Bei herrlichstem Wetter haben wir auf der Passhöhe die Skis angeschnallt und sind losmarschiert. Als ersten Gipfel haben wir den Pazolastock im Visier. Bis zu Abzweigung Pazolastock / Rossbodenstock waren einige Gruppen unterwegs. Ab der Weggabelung zum Pazolastock waren wir aber bereits fast alleine. Auf dem Gipfel Gratulationen hier und Küsschen dort. Die Skibindung auf Abfahrt umstellen und danach fuhren wir stiebend Richtung Maighelshütte hinunter. Toll, was die Natur gepaart mit guten Skitechnik parat hält. Nach der Mittagsrast hiess es nochmals die Ski anfellen und bei nun warmen Wetter zogen wir an der Maighelshütte vorbei (!) und stiegen zum Piz Cavradi empor. Wiederum genossen wir die schöne Aussicht, den Blick zurück zum ersten Tagesgipfel und das herrliche Wetter. Und noch viel schöner, die zweite Abfahrt stand uns bevor.

Diese gut 1000m Höhenmeter (oder spricht man bei der Abfahrt von Tiefenmetern?) runter nach Tschamut boten Alles, was des Tourenfahrers-Herz begehrt: feinster Pulverschnee , bestens passende Hangneigungen und unverfahrene Hänge. Traumhaft schön. Nach der Zugfahrt zurück auf den Oberalppass genossen wir bei der Pistenabfahrt Richtung Andermatt ein Kühles an einer Schneebar. Auch das darf nicht fehlen.

Michael, besten Dank für die souverän geführte Tour. Ich gratuliere dir herzlich zu deinem tollen Einstand als Tourenleiter beim ACK und wünsche Dir (und uns) für die kommenden Touren weiterhin solch herrliche Bedingungen.

Verfasser: Flavio Zihlmann